Autonome Blumenkinder aus Göttingen machen Ernst

  • Veröffentlicht am: 18. Juli 2014 - 11:23
  • Von: Florian Rister

Vor zwei Wochen berichteten wir bereits über die aktuellen Vorgänge in Göttingen. Wie im Jahr 2013 wurde ein Schreiben veröffentlicht, in dem die autonomen Blumenkinder Göttingen sich zur Aussaat von mehreren Kilos Hanfsamen bekennen und die aktuelle Drogenpolitik kritisieren. Daneben gab es wieder einen Fotocontest der Grünen Jugend und zusätzlich eine sehr lesenswerte Broschüre, in der auch der DHV ein Statement abgibt.

Es gibt bereits erste Pressereaktionen, in denen auch die Polizei zu Wort kommt. Die Stadt habe schon Mitte Juni angefangen, die Pflanzen zu entfernen, sagte Polizeisprecherin Kaatz gegenüber der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung. Scheinbar wurden in diesem Jahr in Göttingen bereits über 150 Hanfpflanzen durch die Polizei entfernt.

Georg Wurth, Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands denkt positiv von der Aktion: "Grundsätzlich mögen wir natürlich Hanf. Ich finde es auch unnötig, dass die Polizei jetzt alle Hanfpflanzen raus reißt. Allerdings: Solche Aktionen sind illegal, daher ist das Verhalten der Polizei nachvollziehbar und deswegen raten wir vom Hanfverband auch niemandem zur Nachahmung solcher Aktionen.

Bereits im letzten Jahr hatte Georg sich in einem Internet Video ausführlich zu der Aktion geäußert:

 

In den nächsten Wochen wird sich jetzt zeigen, ob auch die bundesweiten und internationalen Medien ihre Aufmerksamkeit wieder auf Göttingen richten. Eine ähnliche Publicity Welle wie im letzten Jahr wäre in jedem Fall wünschenswert.

Auch aus anderen Städten wurden dem DHV Bilder und Berichte über einzelne Hanfpflanzen geschickt, die in Blumenkübeln oder städtischen Parks in aller Öffentlichkeit wachsen. Offensichtlich haben viele Menschen sich die Autonomen Blumenkinder Göttingen zum Vorbild genommen und haben in ihrer eigenen Stadt ebenfalls Hanf gesät.

Natürlich ist das im Einzelfall ein schöner Erfolg, die Legalisierung wird aber auf politischem Wege erkämpft. Die bloße Anwesenheit von Hanfpflanzen in der Öffentlichkeit wird nicht genügen, um die Stimmung in der Bevölkerung oder gar bei Politikern zu ändern.

 

 

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