Video: Maximilian Plenert kommentiert die polizeiliche Kriminalstatistik 2012

  • Veröffentlicht am: 16. Mai 2013 - 13:25
  • Von: Maximilian Plenert

Verfolgt die Polizei heute wirklich primär Drogendealer statt Konsumenten? Sind Konsumenten entkriminalisiert? Ein Blick in die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik 2012 verrät: Mitnichten! Hierzu ein Kommentar von DHV Mitarbeiter Maximilian Plenert.

 

Rauschgiftdelikte – Cannabis, Allgemeine Verstöße gemäß § 29 BtMG
2011: 101.186
2012: 106.215
+5,0%

Anteil der 'konsumbezogenen Delikte' an der Rauschgiftkriminalität
2011: 72%
2012: 73%

Die Zahl tatverdächtiger Jugendlicher (14 bis unter 18 Jahre) ist um 6,7 Prozent auf 200.257 zurückgegangen (2011: 214.736;). Bei Rauschgiftdelikten (nur 'konsumbezogene Delikte') ist die Zahl jugendlicher Tatverdächtiger 2012 um 0,8 Prozent auf 16.814 gestiegen (2011: 16.685).
- Polizeiliche Kriminalstatistik 2012, Kurzbericht

Bei den tatverdächtigen Heranwachsenden (18 bis unter 21 Jahre) ist insgesamt ein Rückgang um -4,0 Prozent auf 196.255 (2011: 204.491) festzustellen. Bei Rauschgiftdelikten (nur 'konsumbezogene Delikte') ist die Zahl heranwachsenden Tatverdächtiger 2012 um 0,7 Prozent auf 24.548 gestiegen (2011: 24.386).
- Polizeiliche Kriminalstatistik 2012, Kurzbericht

Der Begriff „konsumnahes Delikt“ umschreibt die allgemeinen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Diese betreffen Delikte nach § 29 BtMG, die den Besitz, den Erwerb und die Abgabe von BtM sowie ähnliche Straftaten umfassen.
Unter dem Begriff „Handelsdelikte“ werden Delikte des illegalen Handels mit und Schmuggels von Rauschgiften nach § 29 BtMG sowie die Delikte der illegalen Einfuhr von BtM nach § 30 Abs. 1 Nr. 4 BtMG zusammengefasst.
- Bundeslagebild 2011

Neuen Kommentar schreiben