Bericht über eine private Weihnachts-Spendensammlung

  • Veröffentlicht am: 7. Januar 2013 - 10:32
  • Von: Georg Wurth

 

Ein Aktivist aus unserem Forum hat eine private Weihnachts-Spendensammlung durchgeführt und uns einen Bericht darüber zukommen lassen, der eventuell dem einen oder anderen als Anregung dienen kann. Viel Spaß:

 

 

Ein Aktivist aus unserem Forum hat eine private Weihnachts-Spendensammlung durchgeführt und uns einen Bericht darüber zukommen lassen, der eventuell dem einen oder anderen als Anregung dienen kann. Viel Spaß:

Ich unterstütze den DHV seit mehreren Jahren, und mindestens genauso lange ärgere ich mich darüber, dass viele meiner Freunde und Bekannten sich nicht wirklich für die Legalisierung interessieren, geschweige denn Geld dafür spenden würden. Meistens hört man mir gar nicht wirklich zu, wenn ich damit anfange.
Gleichzeitig fehlt es mir selber, wie vielen anderen Hanffreunden auch, an finanziellen Mitteln, um deutlich mehr als den Jahresbeitrag spenden zu können. Bei der Weihnachtsspendenaktion im letzten Jahr war ich deshalb etwas unglücklich. Die Aussicht, dass meine Spende von Firmenspendern verdoppelt wird, reizte mich ungemein, aber ich konnte es trotzdem finanziell nicht vor mir selber verantworten, einen dreistelligen Betrag zu überweisen. Eine ärgerliche Situation.

Daher hatte ich mir dieses Jahr etwas überlegt, um andere zu motivieren. Ich bastelte eine kleine Spendenbox aus Pappe, beklebte sie mit einem DHV Flyer und einem Zettel, und trug sie von da an eigentlich fast immer bei mir. Das Konzept war simpel: Ich sammelte Bargeld bei den Menschen ein, die sich bisher jedem Engagement verweigerten, und legte am Ende 50% auf den gesammelten Betrag drauf. Danach verdoppeln die Firmensponsoren den Betrag ja noch einmal, so dass quasi aus jedem Euro, den einer meiner Freunde gespendet hatte, am Ende 3 Euro werden. Dieses Argument und die damit verbundene Tatsache, dass ich selber am Ende den größten Betrag von allen investieren muss, überzeugten tatsächlich sehr viele, wenigstens einen kleinen Schein reinzustecken.

Die nächste wird sicherlich schöner, aber sie hat ihren Zweck erfüllt.

Jeder, der etwas in die Box steckte, schrieb seinen Namen oder einen Tarnnamen mit seinem Spendenbetrag auf den Zettel.
Jetzt, wo ich den Betrag überwiesen habe, kann ich bei Bedarf auch belegen, dass ich das Geld wirklich überwiesen habe, indem ich Zettel + Bankbeleg vorzeige.

Meine Erwartungen wurden deutlich übertroffen. Anfang Januar hatte ich 245 Euro eingesammelt und musste die Aktion stoppen, um meinen Eigenanteil nicht zu groß werden zu lassen. Insgesamt konnte ich so 370 € an den Deutschen Hanfverband überweisen und bin damit sehr zufrieden.

Nur Bares ist Wahres
Der Beweis

Nicht nur das finanzielle Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Geschichte mit meiner privaten Spendensammlung war ein guter Weg um ins Gespräch zu kommen und scheint vielen Leuten gezeigt zu haben, dass ich es ernst meine. Ich habe viele positive Diskussionen geführt, mir wurde zugehört und ich habe zwei Beinahe-Sponsoren gewonnen, die nur noch ein wenig Bearbeitung meinerseits brauchen, um den finalen Schritt zu vollziehen.

Ich würde mich freuen, wenn sich einige Nachahmer finden, die das Konzept in Zukunft auch umsetzen. Eventuell mit einer geringeren Eigenbeteiligung, im Nachhinein denke ich, dass 25 % genug gewesen wären. Ich möchte mich auch bei allen anderen DHV-Spendern bedanken, insbesondere bei den Firmensponsoren, die mich mit ihrer Großzügigkeit erst auf den Gedanken gebracht haben.

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