Was habe ich zu befürchten, wenn ich bekifft am Steuer erwischt werde?

Grundsätzlich gilt: Das Fahren unter Einfluss von Rauschmitteln, egal ob Cannabis, Alkohol oder andere, gefährdet dich und andere Verkehrsteilnehmer! Im Zweifelsfall lasse das Auto besser stehen.

Wenn bei einer Polizeikontrolle festgestellt wurde, dass du unter dem Einfluss von Cannabis ein Fahrzeug geführt hast, liegt eine Ordnungswidrigkeit vor. Diese wird beim ersten Vergehen mit einem Monat Fahrverbot und 500€ Geldbuße, im Wiederholungsfall mit bis zu 3 Monaten Fahrverbot und einer Geldbuße bis 1.500 Euro bestraft. Üblicherweise wird ab 1 Nanogramm THC / ml Blutserum von einer solchen Ordnungswidrigkeit ausgegangen, diesen Wert erreicht ein regelmäßiger Cannabiskonsument nach 2 bis 10 Tagen Abstinenz, ein Gelegenheitskonsument mitunter schon nach 6-12 Stunden.

Wurden Ausfallserscheinungen festgestellt oder Fahrfehler dokumentiert, droht ein Strafverfahren gemäß  § 316 StGB. Folgen: Entzug der Fahrerlaubnis, Geldstrafe und/oder eine mehrmonatige Führerscheinsperre. Vor Ablauf der Frist darf die Führerscheinstelle keinen neuen Führerschein ausstellen.

In der Regel geht zusätzlich eine Meldung an die zuständige Führerscheinstelle. Diese wird unabhängig vom Ordnungswidrigkeits- oder Strafverfahren ein fachärztliches Gutachten oder eine Fahreignungsüberprüfung (MPU) einleiten bzw. den Führerschein direkt wegen fehlender Fahreignung entziehen. Auch wenn weniger als 1 Nanogramm THC / ml Blutserum festgestellt wird, können auf Grund des Abbauprodukts THC-CooH verwaltungsrechtliche Maßnahmen der Führerscheinstelle getroffen werden.

Bei einem Unfall unter Drogeneinfluss ist der Versicherungsschutz stark eingeschränkt oder kann sogar wegfallen, selbst wenn man nicht der Unfallverursacher ist!

Unsere Sponsoren erhalten bei Führerscheinproblemen eine Erstberatung beim Beratungs-Netzwerk-Fahreignung kostenlos.