Wäre es nicht sinnvoll, eine Hanfpartei zu gründen?

Diese Idee ist zunächst relativ nahe liegend. Es gibt aber auch viele Gründe, die dagegen sprechen und uns davon abhalten, eine Partei zu gründen.

Zunächst einmal ist es mit einem enormen Aufwand verbunden, eine Partei zu gründen, sie organisatorisch zu festigen und Wahlkämpfe zu führen. Das würde bedeuten, dass etliche Menschen einige Jahre lang nur mit der Organisation einer Partei beschäftigt wären und sich kaum inhaltlich mit der Legalisierung auseinander setzten könnten.

Selbst wenn es gelingen würde, die nötige große Zahl an aktiven Mitstreitern zu finden, was wir z.B. angesichts der nur langsam steigenden Beteiligung an der Hanfparade oder der noch vergleichsweise bescheidenen Zahl an DHV-Unterstützern bezweifeln, wäre das Überspringen der 5 % Hürde noch immer eher unwahrscheinlich. Der Einfluss einer solchen Partei würde also gering bleiben, so wie es in Deutschland immer bei Ein-Themen Parteien war.

Letztendlich müssen wir Hanffreunde eine Mehrheit im Bundestag von unseren Ideen überzeugen und werden dafür auch auf die etablierten Parteien angewiesen sein.

Das heißt nicht, dass die Gründung einer Hanfpartei völlig falsch wäre. Wir wollen das aber nicht machen, sondern lieber weiter allgemein für die Legalisierung werben, und damit den öffentlichen Druck auf alle Parteien aufrecht erhalten.