In welchen Ländern ist Cannabis legal?

Kambodscha war das letzte Land weltweit, das im Jahr 1997 Cannabis verboten hatte. Kurzzeitig schien es, als sei das Dogma des Cannabisverbots damit international fest verankert worden. Im Jahr 2013 beschloss jedoch das Parlament in Uruguay, Cannabis unter staatlicher Kontrolle zu legalisieren. Seitdem dürfen in Uruguay Privatpersonen bis zu 6 Pflanzen anbauen, und theoretisch auch nach einer Registrierung Cannabisprodukte in Apotheken einkaufen. Die Umsetzung dieser legalen Verkäufe wurde jedoch mehrfach verschoben, vor allem auf Grund von technischen Problemen bei der Überwachung des Handels.


In den US-Bundesstaaten Colorado und Washington ist Cannabis ebenfalls legal, in Colorado mit reguliertem Verkauf und legalem Eigenanbau von bis zu 6 Pflanzen. Im Bundesstaat Washington ist der Kauf von bis zu einer Unze Cannabis sowie der Verkauf mit Lizenz erlaubt. Der Eigenanbau bleibt hier jedoch vorerst verboten. Auch die Bundesstaaten Alaska und Oregon haben Anfang 2014 ähnliche Gesetze beschlossen. In der Landeshauptstadt Washington D.C. gibt es zwar keinen legalen Handel, aber bis zu 6 Pflanzen dürfen legal angebaut und bis zu einer Unze (ca 28 Gramm) Cannabis besessen oder sogar verschenkt werden.
In den Niederlanden war Cannabis nie richtig legal, sondern nur toleriert. Die sogenannten Coffeeshops dürfen dort bis zu 500 Gramm Cannabis im Laden aufbewahren und bis zu 5 Gramm pro Kunde verkaufen. Die gesamte Produktion und der Großhandel sind aber illegal, so dass eine sehr spezielle Hintertürproblematik entstand. Dadurch gibt es auch keinerlei staatliche Kontrolle über die genutzten Anbaumethoden und dadurch keinerlei Verbraucherschutz.