Drogenbeauftragte Ludwig offen für Neuanfang in der Cannabispolitik

Berlin, 05.11.2019 - Heute wurde in Berlin der aktuelle Drogen- und Suchtbericht 2019 durch die neue Drogenbeauftragte Daniela Ludwig vorgestellt. Bei dieser Gelegenheit äußerte sich Ludwig auch zur Cannabispolitik und zeigte sich offen für neue Wege in der Cannabispolitik. Sie wolle sich zunächst alle Player der deutschen Drogenpolitik anhören und sich eine Meinung bilden im Spannungsfeld zwischen maximaler Repression und Legalisierung. Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin Mortler hat Frau Ludwig auch einen Termin mit dem Deutschen Hanfverband vereinbart. Außerdem hat Ludwig auf das portugiesische Modell hingewiesen, das einigen Erfolg vorweisen könne. In Portugal werden Konsumenten, die mit geringen Mengen diverser illegaler Drogen aufgegriffen werden, nicht strafrechtlich verfolgt. Es wird lediglich geprüft, ob den Konsumenten Hilfe angeboten werden sollte.

Damit knüpft Ludwig an aktuelle Aussagen ihrer Fraktionskollegen Karin Maag und Marian Wendt an, die sich ebenfalls offen für neue Wege in der Cannabispolitik gezeigt hatten.

“Täglich werden in Deutschland 500 Strafverfahren gegen Cannabiskonsumenten eröffnet. Die Entkriminalisierung nach portugiesischem Modell wäre ein riesiger Schritt nach vorn für Millionen Konsumenten, aber auch für Polizei und Justiz. Viele Probleme, zum Beispiel der fehlende Verbraucher- und Jugendschutz auf dem Schwarzmarkt, können aber nur durch einen legalen, regulierten Cannabismarkt gelöst werden”

, kommentiert Hanfverband-Geschäftsführer Georg Wurth die heutigen Aussagen der Drogenbeauftragten.

 

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Kommentare

Ein sehr mutiger Schritt wäre das, vor allem von der CSU... warten wir es ab :).

mhh leider nicht..

sogesehen haben wir doch schon "fast" ein portugiesisches Modell, da Strafverfahren bei geringen Mengen (im Bezug auf Cannabis) eingestellt werden!
-> sich jetzt damit im voraus ist sowas von CDU Prinzip.. ( sich mit fremden Blumen zu schmücken )

Und woher soll man denn seinen Eigenbrauch beziehen?!

Zum Glück fasst es Georg gut zusammen und weißt darauf hin wie man wirklich eine Änderung und Hilfe anbieten könnte..

Aber ja mit den ganzen Absprachen und Vergaben an die Pharma Industrie ist die Legalisierung ganz weit in die Ferne gerückt, wenn nicht sogar ganz unmöglich geworden... weil wenn sich der Kapitalismus etwas mit seinem Lobbyismus nicht kaputt machen lässt dann ist das GEWINN..

Weil mal ganz ehrlich, wenn es legal werden würde dann würde doch jeder vernünftige Kiffer sich sein Zeugs selbst anbauen, weil es nun mal wächst wie "Gras"..

Wir haben hier nicht mal im Entferntesten ein portugiesisches Modell. Es erfolgt idR. immer eine Strafanzeige, denn das BtMG stellt nun mal den Besitz ganz Pauschal unter Strafe. Ob eine Strafverfahren eingestellt wird, ist eine Kann-Entscheidung. Es gibt überhaupt keine Sicherheit. In erster Instanz ist man in Deutschland immer ein Straftäter und damit kriminell, egal wie viel man Besitzt.

Auch bei legalen Verhältnissen, werden die wenigstens das Knowhow und die Möglichkeiten haben, selbst anzubauen. Die "vernünftigen" Säufer brennen ja auch nicht ihren Schnaps selbst. ;)

Man sieht das ja auch in Ländern, in denen es legal ist... Uruguay, Kanada, die ganzen US Staaten, bald auch Luxemburg... die haben Mehreinnahmen und Wirtschaftsaufschwung ohne Ende dadurch, weniger Kriminalität, weniger Todesfälle, usw.
Und gerade die Mehreinnahmen gäbe es ja nicht, wenn übermäßig viele selbst anbauen. Die meisten, die das jetzt bei uns selbst anbauen, machen das um es so besser zu verschleiern und so wenig Außenkontakt wie möglich zu haben und an zweiter Stelle noch aus Qualitätsgründen, weil ja das Straßen- und Darknetzeug oft verschmutzt ist!
Diese Probleme fallen bei kontrollierter, legaler Abgaben weg.
Würde genauso wie bei Obst und Gemüse laufen. Manche Leute bauen was an, kaufen aber trotzdem noch mehr nach, die meisten bauen nichts an.

Hallo honki,

Leider muss ich dem wiedersprechen. Es erfolgt in der Regel immer eine Strafanzeige und auch wenn diese wegen Geringfügigkeit eingestellt wird. Gerade in bestimmten Bundesländern wie Bayern sollte man nicht unbedingt darauf hoffen. Und als Folge kommt dann gerne noch einmal die Führerscheinstelle ins Spiel die zur MPU vorlädt.
Diese darf man dann auch noch selbst bezahlen und häufig kommt dann noch der Führerscheinentzug. Dies geschieht unabhängig ob im Straßenverkehr erwischt oder nicht.

Wir sind durch ein Wurmloch in Bizarroworld gelandet. Wenn die es jetzt noch schaffen die Partei und die Bevölkerung auf diese Schiene zu heben, fange ich an an Gott zu glauben :-)

Gestern haben sie bei Pro7 newstime aber nicht so geredet. Nein, die haben sogar einen Arzt ausgepackt der den selben Müll wie vor 20 Jahren erzählt hat. Hirnschädigungen und so ein Blödsin. Er konnte seinen Text nicht mal ohne zu stottern aufsagen, warscheinlich weil er selber seine Lügen nicht glaubte beim Aussprechen.
Erst kommt das Werbeverbot für alles andere. Dann kommt die Wahl. Und dann wird sich nichts ändern, denn sie werden zum Schluss kommen, das alles gut so ist wie es ist. Es geht schliesslich um eine menge Gekd für große Konzerne. Das selbe gelaber wie vor 20 Jahren und ihr fallt immer noch drauf herein.

Was erwartest Du von Privatsendern, die die Bevölkerung nur kommerziell verdummen, Angst und Panik schüren und damit von einer eigenen Meinung abhalten!?

Hallo!
CDU und CSU müssen ja nach neuen Wegen in der Drogenpolitik suchen sonst finden sie (egal auf welcher Ebene) keinen Koalitionspartner mehr (außer der AFD, die SPD wird wohl keine Rolle mehr spielen)
Es ist also nicht so dass die Union auf einmal Wert auf Wissenschaft legt oder ihre Überzeugungen aus dem Mittelalter jetzt doch noch mal überdenkt: Es ist eine Kröte die die Union schlucken muß zum Zwecke des Machterhalts. Mehr nicht.
Aber egal! WER legalisiert kann uns ja komplett Wurscht sein...

Abwarten, bitte! Hört sich zwar schon einmal besser an, als alles andere, was davor kam. Aber abwarten, bitte! Denn im Gegensatz zu vielen anderen Ländern auf der Welt, herrscht bei uns immer noch quasi "Stillstand", was das Thema Cannabis angeht. Und wir wissen ja, was die ganzen Jahre zuvor passiert ist. Da bleibt dann immer noch eine gehörige Portion Skepsis haften...

Denn so richtig traue ich der guten Dame und ihrer Partei einen Umschwung nicht zu, auch wenn ein paar Aussagen zumindest ein klein wenig wieder etwas mehr hoffen lassen.

Die Entkriminalisierung kann aber nur der erste Schritt und im besten Fall eine Sofortmaßnahme sein.

Gesundheitsschutz und Jugendschutz sind NUR durch einen legalen und kontrollierten Markt gewährleistet werden.

Wann das unsere "Volksparteien" endlich mal in vollem Umfang begreifen ....?!

Ich bin zunehmend begeistert, wenn ich News über Daniela Ludwig als Drogenbeauftragte lese oder höre. Aber Labern kann jeder, diese Bereitschaft zu Änderungen der Drogenpolitik will ich angezogen sehen, bevor ich ihr einen Strauß Blumen schicke. ;-)

Solche Aussagen kommen doch jetzt nicht zufällig sondern genau zur richtigen Zeit (Wahlergebnis). Die merken einfach schön langsam das auch ohne sie irgendwann, vielleicht auch schon bald, reguliert wird und sie natürlich besser dastehen wenn sie zuvor schon ihre öffentliche Meinung angepasst haben (Wählerstimmen). In deren "christliche" Ideologie passt diese "wundervolle Gabe Gottes" trotzdem nicht, wie es schon einigen Anderen erging und immer noch ergeht. Die werden das K..... bekommen, wie ich von Alkohol.
Es lebe die Vielfalt die uns deren Gott gegeben hat!

Die ganzen Kommentare, die vor Begeisterung nur so schäumen können nicht aus Bayern kommen. Ich traue der Frau und ihrer Partei keinen Meter über den Weg. Entkriminalisierung ist zu wenig,wird dank PolAufG ausgehebelt werden und weiter Hausdurchsuchungen... Legalisierung kommt nur, wenn vorher der große Topf für die Pharmakonzerne gesichert wird. Eigenanbau niemals.Habt ihr gesehen,was aphria in Sicherheit investiert hat und dann lassen die jeden anbauen... Die Ludwig redet auch immer nur von "Jungen Leuten". Die hat wie alle anderen nix verstanden. Aber sie ist jung, weiblich und hat nen twitteraccount, somit weg frei.

LG

Luke

Entkriminalisierung hat einen Nachteil. Es gäbe weiter gestrecktes Cannabis für Jugendliche auf dem Schwarzmarkt. Wir brauchen ganz klar ein Cannabiskontrollgesetz. Legalisierung und damit verbundene staatliche Regulierung. Das ist der einzige Weg um Jugendschutz zu verbessern und den Schwarzmarkt zu schwächen. Anbau bis zu 4 Pflanzen pro Erwachsenen und dementsprechend kontrollierte Abgabe in Fachgeschäften. Das ist der Weg. Dazu drugchecking für Heroin und Kokain usw.

Wir fangen mal bei 8 pro person und können dann immer noch auf 6 oder 5 runter handeln :-D
Wenn man anbaut um autark zu sein sollte man auch fehlschläge kompensieren können (Zwitter, genenitscher müll wo net viel dran kommt)

@ Frau Ludwig
Wir sollten mal anfangen den wert von canabis im blutserum von 1ng auf 6ng anzuheben. etwas an der nachweisschwelle festzusetzen is schon bisschen albern. Macht man ja bei alkohol auch net, sonst müsste man schon bei 0,1 promille zur MPU mit führerscheinentzug.

grüsse

Vorallem ist es für die schwer die hart arbeiten dazu noch im schicht System und zum einschlafen manchmal die Hilfe von Marry Jane benötigen. Und dann noch auf ihre Führerschein angewiesen sind. Auch wenn sie während der Fahrt vollkommen nüchtern sind und es kommt zu einer Kontrolle, dann ist alles vorbei. Führerschein weg, möglicherweise die Arbeit auch und dann kommen noch alle Ausgaben auf einem.
Es ist alles so ungerecht. Und es ist auf jeden Fall keine Demokratie.
So viele schädliche Stoffe werden in Deutschland im essen und Verkauf erlaubt wie zum Beispiel der krebserregende Zuckerersatz Sucralose. Der fast in allen light Produkten vorhanden ist. Ist alles eine Frechheit das die eigene Regierung überhaupt sowas zulässt und uns vergiftet

Ich hatte ja selbst nicht mehr daran geglaubt dass dieses Thema aus REZOs Video noch aufgegriffen wird, seitens der Union. Aber das es die CSU sein wird die Cannabis auf die Agenda nimmt, freut und schaudert mich zu gleich. Warum? Weil wenn es die Grünen auf der Agenda haben, und das schon wirklich lange, und plötzlich bei der Jugend modern ist, die Umwelt zu schützen, dampfen statt rauchen und kiffen statt Sauefen, Ja Mei, aber dann richtig und nix halbes und am besten mit Bayrischen Firmen und mit nem CSU Logo drauf. Die nächste Wahl ist nicht mehr fern, noch ein Jahr dann ist Wahlkampf. 2020 oder gar nicht mehr mit dieser Regierung. Just my 2Cent

wenn frau ludwig auch nur eine minute danit verbracht hat ihre vorgängerin zu googeln das hat sich wohl auch sehr schnell verstanden das sie sich ihren job schwer oder leicht machen kann.

ich glaube nicht an eine verbesserung durch die csu
und wir sie selbst immer wieder betont müssen noch „andere überzeugt werden“.
was bedeutet sie glaubt auch nicht an eine verbesserung durch die csu

lg

Beim zugesagten, WICHTIGEN Termin vom Schildower Kreis nicht aufgetaucht... Alles Verarsche!
Für die gilt weiter: Teufelszeug für die Jugend sonst nix

https://twitter.com/SchildowerKreis/status/1186999779219390464

Langsam aber sicher zeigt sie ihr wahres Bild,

"Daniela Ludwig: „Nein, ich bin in solchen Dingen null neugierig und eher der vorsichtige Typ. Was ich über Cannabis weiß, ist abschreckend genug.“

und

"So ist es. Ich weiß, in welchem Umfeld die Jugendlichen sich das Zeug kaufen. Das passt mir alles nicht. Deshalb dürfen wir als Politiker diese Entwicklungen nicht einfach ausblenden."

So, alles Klar jetzt an die Community ? Mehr brauch ich nicht mehr wissen, einfach Mortler 2.0

Würde mich mal interessieren, wieviel Prozent der DHV-Mitglieder Ü-25 sind, also nicht die jungen Leute von denen Ludwig permanent redet!?

Kürzlich wurde darüber diskutiert wie die Mindestrente finanzierbar sei, ich meine durch die regulierte Abgabe zb wie es der Schildower Kreis vorschlägt wäre die Rente mehr als finanzierbar. Wenn man die Zahlen anschaut wieviel Geld in den Ländern durch die Cannabisfreigabe gemacht wird, kann ich fast nicht anders als:....KIFFEN für die Rente....

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