Das Cannabisverbot ist verfassungswidrig!

Pressemitteilung des Deutschen Hanfverbands vom 05.09.2019

Berlin, 05.09.2019 - Der Deutsche Hanfverband startet heute eine Justizoffensive, mit der das Cannabisverbot vor das Bundesverfassungsgericht gebracht werden soll.

In Deutschland werden jedes Jahr zehntausende Menschen wegen eines Verbots verurteilt, welches nicht geeignet, nicht erforderlich und schon gar nicht verhältnismäßig - und deswegen verfassungswidrig - ist. Seit dem letzten grundsätzlichen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Cannabis im Jahr 1994 ist ein Vierteljahrhundert vergangen. In Uruguay und Kanada sowie einigen US-Bundesstaaten wurde bereits vollständig legalisiert. In Mexiko und Südafrika haben die höchsten Gerichte klar gemacht, dass die Cannabisverbotspolitik in ihrem Land gescheitert sei und Gesetzesänderungen notwendig sind. Wir rufen Richter dazu auf, einen konkreten Normenkontrollantrag nach Art 100 Abs.1 GG zu stellen, damit  das Bundesverfassungsgericht das Cannabisverbot überprüft.

Um eine solche Entscheidung zu erreichen, hat der Deutsche Hanfverband die Berliner Anwälte Henriette Scharnhorst und Johannes Honecker mit der Erstellung eines Musterkontrollantrags beauftragt. Mit dieser sogenannten "Richtervorlage" können Richter das Bundesverfassungsgericht anrufen und so eine Neubeurteilung des Verbots auf Basis der nun vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse anstoßen.

Auch Betroffene des Verbots können die Vorlage in ihren Strafverfahren verwenden, um sich durch die Instanzen zu klagen. Und sie können vor Gericht die ausführliche juristische und wissenschaftliche Begründung verlesen oder durch ihre Rechtsanwälte verlesen lassen und so begründen, weswegen in ihre verfassungsgarantierten Rechte eingegriffen wird. Außerdem können Sie die Mustervorlage benutzen, um Verfassungsbeschwerde gemäß Art.93 Abs.1 Nr 4a GG einzulegen.

Durch die parallel erfolgende Werbung für die Richtervorlage in diversen juristischen Fachpublikationen wird der Hanfverband Juristen auf die Verfassungswidrigkeit aufmerksam machen und sie zum Handeln auffordern.

“Wir wissen, dass es in Deutschland viele Richter, Strafrechtsprofessoren, Staats- und Rechtsanwälte gibt, die das Verbot ebenso wie wir als gescheitert beurteilen und an seiner Verfassungskonformität zweifeln. Das Bundesverfassungsgericht kann der Politik den Auftrag für eine neue Gesetzgebung erteilen und so den entscheidenden Impuls für die Legalisierung geben”,

so der Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands, Georg Wurth, zum Start der Offensive.

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Kommentare

Wie kann ich frei und sicher und vor allem EINFACH, online mithelfen?

Ich hoffe das Cannabis bald legalisiert wird. Mir persönlich hilft es einzuschlafen. Es hilft mir gegen Depressionen und Zustände in denen ich sehr unruhig und angespannt bin.
Wie lange es wohl dauert bis eine Entscheidung getroffen wurde..?

Ich bin schon lange sucht krank und es wird Zeit das sich da was ändert,find es echt traurig das die sich mit solchen lapalien beschäftigen und nicht mit Leuten die uns schaden und nur scheiße bauen um an ihren Stoff zu gelangen ,schade das die es nicht begreifen das es eine nutzpflaze ist und keine Droge die einen umbringt aber ich bin nur ein kleines Licht Leute sagt was ihr denkt legalize it please.

Wie kann man euch iwie unterstützen? Richter/Gerichte/Anwälte per E-mail auf die Aktion aufmerksam machen? Man möchte euch ja auch kein Stein in den Weg legen

Öffentlichkeit schaffen ist nie verkehrt - ob on- oder offline! ;)

LG, Sascha [DHV]

Muss ein Erfolg werden, sollte man meinen, denn alles spricht dafür, hat ja jetzt auch Mexico erkannt, allerdings hab ich den Glauben an Politik und Recht in unserer Bananenrepublik schon vor langer Zeit verloren und es ist nicht besser geworden bisher....

Allen Respekt an den Hanfverband ,Richter Müller und alle die immer weiter machen ,dafür das wir in unserem Land wieder ein kleines Stück mehr Gerechtigkeit erlangen !

Kann mich dir da nur voll und ganz anschließen

zum meinem 66. Geburtstag und rund 50 Jahren als ständig bedrohter, ständig verfolgter, ständig stigmatisierter Cannabiskonsument.
Ich hoffe, die juristische Aktion wird von politischem Handlungsdruck begleitet.

Erstmal meinen großen Respekt an Richter Andreas Müller und seine Öffentlichkeitsarbeit. Das Gleiche an den DHV. Es ist nur schade das die meisten Konsumenten (besonders in Bayern) aus Angst vor Repressalien undercover bleiben wollen und dadurch gehemmt sind auf Demos oder ähnliche Veranstaltungen zu gehen. Daher ein herzliches DANKE an alle Aktivisten.

für mich unverständlich wie gerade Deutschland mit seiner Vergangenheit an den Ammenmärchen eines US Rassisten der 30er Jahre festhält. Wohlmöglich stecken aber wirtschaftliche Interessen dahinter, die Pharma würde massiv einbußen einstecken da die Inhaltsstoffe der Hanfplanze nicht patentierbar sind. Und wer ehrlich zu sich ist, warum Organschädigende Medikamente schlucken, wenn ich auch ein kontrolliertes sauberes mit Wikrstoffangaben versehenes Keks essen kann um beispielsweise mal wieder schön durchschlafen zu können. Soll ja Menschen geben die Schlafprobleme oder andere Leiden haben und wegen fehlender Krebsgeschwüre kein medizinisches Cannabis in diesem Land hier bekommen!

Sind wir ehrlich und schauen auf die Geschichte der Menschheit wissen wir das Cannabis uns schon sehr lange begleitet hat.

Die Globale Cannabis Politik ist im ständigem Wandel.
Die letzten Jahre ist ein deutlicher Trend in Richtung Legalisierung zu spüren und das Weltweit.

Lasst uns den Schwarzmarkt schwächen, und unsere Rechte wieder stärken.

Herzlichen Dank an den DHV für einen weiteren Schritt in Richtung Gerechtigkeit.

unverständlich dieses absurde verbot eine kulturpflanze einmalig in ihrer vielfältigkeit zum nutzen der umwelt der menschen und unser aller heimat der erde ist pervers und abartig das verbot muss sofort aufgehoben werden

Auch zwei Jahre nach medizinischer Legalisierung hängt man mir nun als Cannabispatient (Schmerzen&Spastiken) die Krankheit "F12.2" (Abhängigkeitssyndrom) an, droht mir seitens Staat schriftlich an eine Suchterkrankungsstelle/Entzugsklinik zu besuchen, bevor man mich über den Rentenversicherungsträger in Frührente schicken lassen will.

Der vom Staat eingesetzte (mir völlig unbekannte) Arzt behauptet, daß ich weniger als 15h/Woche arbeiten könne, während ich seit rund 9 Monaten täglich von Morgens bis Abends (~20h/Woche) meine Eltern (beide 82 Jahre, Pflegegrad 2&4, dement etc.) pflege, weil kein Pflegedienst vor Ort behilflich ist (keine Zeit/zuwenig Personal). Das Sahnehäubchen ist, daß man meine angebliche Arbeitsunfähigkeit auch mittels eines über 20 Jahre alten Gutachtens aus dem Ende der 90er Jahre zu begründen versucht.

Das ist/sind kein/e gläubigen Cannabisphoben Schreibtischtäter - das ist/sind ausführende Schreibtischterroristen(TM).

Das Cannabisverbot gehört schnellstens entsorgt, weil es einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Freiheit eines Menschen darstellt. Ein volljähriger Mensch muss das Recht haben, selbst zu entscheiden, ob er lieber Rotwein oder Haschkakao oder gar nichts trinken möchte. Wer Cannabis in geringen Mengen zum Eigenbedarf besitzt, sollte vor jeder Art von Anklage und Strafverfolgung durch den Staat geschützt sein. Freiheit und Eigentumsrechte sind Werte, die der Staat schützen und nicht bekämpfen sollte.
Im Übrigen finde ich es sehr befremdlich, dass ich als EU-Bürger in einem holländischen Coffeeshop 5 g Gras erwerben, dieses dann aber nicht mit über die Grenze nach Deutschland bringen darf. Warum darf der deutsche Staat mich durchsuchen und mir mein Eigentum rauben, das ich jenseits der Grenze rechtmäßig (durch Duldung des niederländischen Staates) käuflich erworben habe? Wie kann es sein, dass ich als EU-Bürger für dieselbe Sache (Cannabisbesitz zum Eigenbedarf) auf der einen Seite der Grenze unbescholten bin, auf der anderen Seite strafrechtlich belangt werden kann?

Erstmal ein riesen Lob für die Richtervorlage.
Ihr habt wirklich bis ins Detail begründet.
Sollte das Verfassungsgericht weiter an der Prohibition festhalten würde ich den Glauben an die rechtsstatlichkeit verlieren.
Es kann nicht sein dass die Entscheidung eine Substanz zu konsumieren die weniger gefährlich wie Alkohol und Tabletten ist mich zum Kriminellen macht.
Da fühle ich mich in meiner Würde als Mensch verletzt.

Ein Bekannter von mir ist vor genau 1 Woche mit seinem Revisionsantrag gegen ein Cannabis Urteil aus dem letzten Jahr gescheitert.

Nun spitzt mal die Ohren:
Er soll für sagenhaft nachgewiesene 950gr verschimmeltes schlechtes Grass aus Eigenanbau jetzt 4 Jahre und 7 Monate ins Gefängnis!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das ist ein Skandalurteil was seines Gleichen sucht.

Seine Anwälte sehen in dem Urteil ganz klar ein Bauernopfer für einen anderen Cannabisprozeß und die klare Befangenheit der Richterin bzw. des Staatsanwaltes als Hauptgrund für dieses Fehlurteil.

Hier wird gerade offensichtlich aufgrund eines Fehlurteils von einer befangenen Richterin eine komplettes Leben einer jungen Familie ruiniert bzw. zerstört. Haftantritt steht aus.

Mein Bekannter ist verheiratet und hat 2 kleine Kinder, er und seine Frau gehen beide Vollzeit arbeiten und führ(t)en bis dato ein normales geregeltes Leben mit den Kindern(1+6).

Trotz zahlreicher Verfahrensfehler, nicht gehörten Zeugenaussagen zur Entlastung, einer klar befangenen Richterin, Einschüchterung von Frau und Zeugen und einem auf Prognosen von Jungpolizisten aufgebautem Urteil, soll er nun in Haft für etwas, was ohnehin bald legalisiert werden muß. Zudem frage ich mich, wer diese "Nazi-Richterin" aus dem Verkehr zieht, sie zur Rechenschaft zieht und ihrem Treiben ein Ende setzt!

Wir sind dabei und werden eine Onlinepetition starten und werden wenn nötig auch die Presse einschalten. Die (Ver)Kriminalisierung von Cannabis muss endlich gestoppt werden. Schlagkräftige Argumente gibt es zuhauf und werden trotzdem jahrelang blockiert.
Auch hier hören die Politiker und Gesetzgeber anscheinend ganz klar die Rufe des Volkes, sind aber weitestgehend taub auf beiden Ohren!

Unser Rechtssystem ist nicht länger glaubwürdig für mich. So etwas geht nicht und macht einfach nur wütend! Für jede Plastiktüte und jeden Borkenkäfer werden Gesetze geschaffen und aktualisiert, überall in der Welt wird Cannabis legalisiert jedoch für "Deutsche" Menschen nicht? Die werden also weiterhin als Kriminelle hingestellt ... wie lange noch?

Ich wünsche Euch schoneinmal ein super schönes Wochenende
LG

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