Selbsthilfenetzwerk Cannabis-Medizin Berlin

Selbsthilfenetzwerk Cannabis-Medizin Berlin

Das Selbsthilfenetzwerk Cannabis-Medizin Berlin organisiert regelmäßige Treffen für Betroffene und Interessierte aus Berlin und dem Umland zum Thema Cannabis als Medizin. Ursprünglich organisiert vom DHV in den Räumlichkeiten des DHV, mittlerweile in den größeren Räumen der Berliner Aids Hilfe angesiedelt. Dabei können Informationen und Erfahrungen über Krankheitsbilder, Behandlungswege und Arztkontakte ausgetauscht werden.

Alle zukünftigen Termine werden auf der Website des DHV unter " Termine" veröffentlicht.

Zur Vernetzung gibt es auch eine Mailingliste Cannabis als Medizin Berlin. Dort werden aktuelle Termine kommuniziert und es können Fragen gestellt werden.

Siehe auch: Bericht vom Treffen des Selbsthilfenetzwerkes Cannabis-Medizin Berlin im Oktober 2015

Ansprechpartner: Maximilian Plenert

Cannabis als Medizin - Ratgeber für Patienten

Seit zwei Jahren ist das Gesetz zu Cannabis als Medizin zwar rechtlich verankert, aber nach wie vor berichten uns Patienten tagtäglich über die vielfältigen Probleme, welche das Gesetz in der Praxis mit sich bringt. Ob die Suche nach einem Arzt, Lieferengpässe oder die unklare Situation zu Cannabis als Medizin im Straßenverkehr: Noch immer haben viele Probleme mit dem neuen Gesetz und fragen den Deutschen Hanfverband nach Rat. Zusätzlich zu unserem FAQ zu Cannabis als Medizin haben wir nun auch unseren gedruckten Ratgeber fertiggestellt, der einen Überblick über das Gesetz gibt und Patienten bei der Klärung wichtiger Fragen helfen kann. Weiterlesen $uuml;ber:

Kommentare

Bitte um Kontakt.Dr. in Raum München der verordnet!

Das wird wohl leider nicht funktionieren, aber schreib uns ruhig mal eine E-Mail. Wir schauen dann, was wir für dich tun können.

Guten Tag, mein Name ist Noah Özdemir und ich besuche zur Zeit die Fachmaturitätsschule in der Schweiz. Ich bekam den Auftrag eine Selbstständige Arbeit zu halten bei welcher ich das Thema selber aussuchen durfte, ich entschied mich etwas über die medizinische Verwendung von Cannabis in einer Schmerztherapie zu befassen. Somit würde ich Sie gerne fragen, ob sich jemand von ihnen sich in diesem Thema auskennt und mir einige Fragen beantworten kann.
Ich bitte sie sich bei mir zu melden und wäre ihnen sehr Dankbar.

Schönen Guten Tag da hast du dir ein sehr aufwendiges und umstrittenes Thema ausgewählt. Ich arbeite im Gesundheitswesen und sehe Behandlungserfolge doch leider ist es für die Patienten ein riesiger Aufwand in der Anschaffung. Fast 50 % müssen sich diese Produkte Schwarz auf der Strasse erwerben, diese Erläutere ich kurz .aus folgenden gründen entstehen diese Probleme Einerseits weil 80 % keinen Arzt hat der vertraut mit dem Thema ist die krankenkassen über nehmen das Rezept nicht und bewandert, andererseits ist die Sorten Spezifikation sehr gering kleine Auswahl von wenig Transparenz . Es hemmt schmerzen bzw macht sie Erträglicher Essstörungen werden gleich parallel gelöst durch Heißhunger inkl. entspannung . CBD ist erstens ein Medpreparat und kein Btm es kann für entsprechendes gezogen werden. Bei rückfagen schreib mir

Hallo bin Dortmunder HIV-Patient mit Schmerzsyndrom Polyneropathie, bekomme vom Arzt 100üg Fentanyl aber wenn das Thema THC auftaucht machen alle ihre Ohren zu.
Also ich suche einen Doc im Raum Dortmund mit dem man reden kann, erbitte Hilfe von Euch!!!!

Danke für deine Antwort, habe jetzt einen doc gefunden, jedoch 1jahr Wartezeit.
Doch wen dir euch etwasvzu Ohren kommt bin ich weiterhin interessiert
MfG u Gast

Hallo , ich suche dringend einen Arzt in Hannover der Cannabis verschreibt. Kann mir jemand helfen und hat ein paar Infos für mich ?
LG

Hallo Anja,

bitte entschuldige die späte Antwort. Vielleicht findest du beim Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin Hilfe. Alternativ findest du vielleicht hier einen Arzt.

LG, Sascha [DHV]

 

Tumorschmerzen Heidelberg/Karlsruhe. Bei meiner Freundin reichen Fentanylpflaster und orale Einnahme weiterer Schmerzmittel nicht mehr aus. Ärzte wollen nun eine Schmerzpumpe einsetzen, ohne vorher Cannabis eine Chance zu geben. Nun suchen wir Beratung, danke für Tipps!

Hallo Mina,

grundlegende Informationen findest du bei der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin. Vielleicht findest du beim Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin  oder hier Hilfe bei der Suche nach einem Arzt.

LG, Sascha [DHV]

 

Ich bin Schmerzpatientin und nehme Opioide, die ich jedoch nicht gut vertrage und nicht nach Jahren nicht mehr gut wirken. Gerne würde ich Nabiximols (Sativex®) ausprobieren, finde jedoch keinen Arzt in Berlin. Mein Hausarzt und mein Neurologe sind leider nicht offen dafür. Kann mir jemand weiterhelfen?

Hallo Marion,

vielleicht hilft dir diese Liste oder diese App weiter.

LG, Sascha [DHV]

Danke, Sascha. Die App kenne ich, aber darin wurde ich noch nicht fündig. Danke auch für die Liste - es ist ja erschreckend, wie wenig Unterstützung es bei den Schulmedizinern gibt. Die verschreiben Gift ohne Ende, aber bei sowas wird die Moral ausgepackt. Bin mal gespannt, wann sich daran etwas ändert. Auch hier sind uns schon einige Länder voraus.

Hallo, ich bin 31 Jahre alt und leide seit ca 1 1/2 Jahren an Rheumatischer Arthritis und seit vielen Jahren an PTBS und chronischen Schmerzen. Seit der Trennung von meiner Ex versucht sie mir aus meinem Cannabiskonsum einen Strick bei JA un co. zu drehen, aus diesem grunde suche ich einen Arzt (im raum Aschaffenburg / Heidelberg / Darmstadt / Frankfurt) der keine Angst davor hat eine offizielle Ärztliche empfehlung auszusprechen. Ich würde mich über eine mail von euch sehr Freuen. MfG.

Hi ich suche einen Arzt in Berlin der mir Cannabis wegen einer Posttraumatischen Belastungsstörung verschreibt kann mir da jemand helfen?

Hi Michaela!

Am Besten du kommst mal zu einem der Treffen, trägst dich auf die E-Mail Liste ein oder schreibst eine E-Mail an den DHV oder alternativ an das Selbsthilfenetzwerk Cannabis als Medizin. Da findet sich bestimmt jemand.

Hanfige Grüße

Florian Rister (DHV)

Hallo,
Mein Name ist Tobi('95) und ich bin mit 15 Jahren an einer Pancolitis Ulcerosa erkrankt, seit dem nehme ich Medikamente die mir mehr Schaden als Nutzen. Mit meinem Hausarzt ist es mir leider nicht möglich eine Therapie auf natürlichem/pflanzlichem Wege einzuschlagen. Ich komme aus der Nähe von Berlin. Gibt es Ärzte die sich mit der Thematik auskennen und offen mit dem Thema umgehen? Ein Beratungsgespräch würde mir schon sehr weiterhelfen
Danke

Hi Tobi,

vielleicht hilft dir diese Liste oder diese App weiter. Alternativ könntest du auch den Kontakt zum Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin suchen. Das Netzwerk t rifft sich regelmäßig in Berlin.

LG, Sascha [DHV]

Moin,

ich suche ein Arzt in Raum Lüneburg, bin seid paar Monaten Borreliose Schmerz Patient, Opium schreiben Sie mir auf, bringt aber nichts im Gegensatz zu Kräutern

Hallo,
darf eigentlich ein Arzt (hier Psychiater), bei dem ich austherapiert bin und der mir keine brauchbare Alternative benennen kann, Cannabis verweigern, obwohl ihm bekannt ist, dass es mir als einziges Mittel hilft? Darf er mich wissentlich zur Illegalität verurteilen, da mir sonst keine Handlungsalternative bleibt (er weiß, dass ich es auch bei keinem anderen arzt hier in der Stadt bekommen werde), wenn ich psychisch gesundbleiben will, mit allen damit verbundenen Risiken, obwohl er die Therapie ärztlich begleiten könnte? Und alles nicht etwa aus rechtlichen oder medizinischen Gründen, sondern nur, weil er "da nicht mitmacht", alles noch zu neu ist oder er Schiss vor seinem Chef hat...
Trifft das dann nicht eher den Tatbestand der "Unterlassenen Hilfeleistung"?

Jeder Arzt darf die Verschreibung von Cannbis verweigern. Da kann man nur einen neuen Arzt suchen, was natürlich oft sehr schwierig ist.

Hallo Georg,

danke dir für die Antwort.

Ja, das war klar, aber auch dann, wenn ihm keine anderen Alternativen zur Verfügung stehen, bzw. ausgereizt sind und er weiß, dass es bei anderen Ärzten auch nicht anders aussieht? Ihm ist bekannt, wie gut es mir hilft! Darf er mich dann einfach nach jahrelanger (wenn auch unbeabsichtigter)Fehlbehandlung einfach gar nicht mehr behandeln, weil er sonst ja (angeblich) nix hat - heimschicken und mir quasi sagen, dass ich eben illegal weiter machen muss?
Sehr, sehr eigenartige Auffassung von "Ärztlicher Fürsorge"...:(

Auch wenn das für Patienten übel ist, du kannst deinen Arzt unter keinen Umständen zwingen, dir Cannabis zu verschreiben. Wie dir ergeht es leider zur Zeit sehr vielen Patienten.

Hallo,
Ich habe in Ulm letzte Woche von einem Neurologen , eine Anwendung über 2x tgl 1g cannabis via vaporizer bekommen und auch ein privatrezept. Bei mir ist es adhs , depressionen , schlafstörungen......
Nun ist das alles ein privatrezept. Und die praxis wird definitiv KEINE stellungsnahme/empfehlung für eine kostenübernahme an die aok schreiben. wie weiter ? Wer macht das dann ? Ist ja schön dass ich ein rezept über 20g habe. Nur unschön ist,dass ich das nicht zahlen kann und der arzt angst vor regressforderungen der kassen hat.

Hi Lars,

so geht es leider momentan vielen Patienten. Da bleibt nur das Abklappern von Kassenärzten auf der Suche nach jemandem, der zum Stellen eines Kostenübernahmeantrags bereit ist. Das alleine kann ja noch nicht zu Regressforderungen führen.

Und nicht zu vergessen bleibt außerdem noch die Beschwerde bei Politik, Kassenärztlicher Vereinigung, Medien etc. pp.

Eine Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin kann auch sinnvoll sein, um sich mit anderen Patienten darüber auszutauschen:
http://www.cannabis-med.org/index.php?tpl=page&id=76&lng=de

Florian Rister
DHV

Hallo,
Mein Mann ist schwer an Darmkrebs mit vielen Metastasen in der Leber erkrankt. Die Chemo spricht nicht an, die Ärzte prognostizieren ihm in ein paar Monaten Tod durch Leberversagen. Bitte sagen Sie mir, ob sie Erfahrung mit Hanf in einem ähnlichen Fall haben, bzw. ob Hoffnung mit einer Hanfanwendung besteht. Bitte helfen Sie mir, WIE genau wir dies anwenden müssten. Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!

Per E-Mail beantwortet.

Sascha [DHV]

Hallo zusamman,
ich suche ein Arzt in Berlin der mir evtl. Cannabis verschreiben könnte. Ich hab seid ca. 15 Jahren starke Chronische Rückenschmerzen, bei denen mir Tabletten nur bis zu einem bestimmten Grad helfen. Danach bleibt mir nix anderes übrig als die Schmerzen zu ertragen. Mein Arzt hat mich damals zur Kur (Reha) geschickt, um den Schmerzen entgegen zu wirken (leider ohne erfolg). Dazu kommen noch Depressionen (teils durch die Schmerzen verursacht) und 2 Suizid Versuche, die ich irgendwie überlebt habe und ein paar andere sachen, die ich hier nicht näher erleutern möchte.
Vor ein paar Jahren bin ich über ein bekannten an Cannabis geraten und war total von der wirkung überrascht. Nach nur 1 Joint waren nicht nur meine Rückenschmerzen weg, sondern auch andere Körperliche beschwerden und ich hab wieder angefangen spaß am leben zu haben.
Wäre schön wenn ihr mir ein Arzt in Berlin empfehlem könntet, der mir zuhört und versteht was ich ihm sage und mir im besten fall sogar Cannabis verschreiben würde.
LG Markus

Hallo ich suche seit vielen Wochen einen Arzt in Berlin der mir Cannabis verschreibt,
ich war bestimmt schon bei über 20 Ärzten, jedoch scheint keiner Ahnung, bzw. informiert zu sein wie man Cannabis verschreibt. Ein Privatrezept würde für den Anfang auch ausreichen.
Ich habe mein Leben lang schon starken Heuschnupfen und Asthma und weitere Alergien. Habe gelesen, dass viele
Leute diesen, mit dem Vaporisieren von Blüten, in den Griff bekommen haben.
Liebe Grüße
Kennt jemand einen Arzt in Berlin ?

Hallo,
ich benötige auch einen Arzt in Berlin der mir Cannabis auf Kassenrezpt aufschreibt, bzw. den Antrag bei der Krankenkasse stellt.
Ich bin Schmerzpatient und werde seit Jahren mit Opioiden behandelt, welche aber keine ausreichende Linderung erzielen. Cannabis jedoch hilft.
Es wäre nett hier einen Arzt genannt zu bekommen.

Hallo,
Ich bin auf der Suche nach Ärzten in Berlin die Cannabis auf Rezept verschreiben und noch Patienten aufnehmen. Ich bitte um ehrliche und ernst gemeinte Antworten.
Ich habe seit Jahrzehnten schon nicht mehr aushalten de Rückenschmerzen und kein Arzt und kein Orthopäde konnte mir helfen, die Tabletten die ich verschrieben bekommen habe haben gar nicht geholfen, das Cannabis hilft total.
MFG Svenja

Hallo Sascha,

Gibt es Ärzte im Raum Essen/Bochum/Dortmund +50km die noch Patienten annehmen?

Vielen Dank!

wir haben zwar keine Ärzteliste, aber vielleicht helfen wir die Infos unseres Patientenleitfadens. Schreib mir doch noch mal an kontakt[at]hanfverband.de und ich sende dir die Infos. 

LG, Sascha  [DHV]

Ich suche einen Arzt in Berlin, der möglicherweise Cannabis gegen chronische Rückenschmerzen verschreibt. Ich hatte seit fast 7 Jahren chronische Rückenschmerzen von einer prallen L4-Scheibe, in der ich täglich Opioid-Tabletten eingenommen habe und einige ernsthafte Nebenwirkungen bei der Anwendung zu sehen waren, die ich glaube. Meistens Nierenprobleme.
Mein Neurologe-Arzt hatte mich zu 2, 6-wöchigen Reha-Sitzungen geschickt, um den Schmerzen ohne Erfolg entgegenzuwirken.
Es war bisher unmöglich, einen Arzt zu finden, der Cannabis in Berlin verschreibt.
Es wäre schön, wenn Sie in Berlin einen Arzt empfehlen könnten, der Cannabis als Alternative zu den Opioiden verschreiben kann, die ich nehmen musste.
Vielen Dank für Ihre Zeit und Antwort.
Freundliche Grüße,
Wille

Hallo, ich bin seit einem Unfall 1993 Schmerzp. Ich hab viele damals viele Medikamente probiert, Schmerzmittel, Psychopharmaka und ich hab viele verschiedene Therapien gemacht. Erg, Physiotherapie und und und. Alles hat nichts gebracht, deswegen bekomme ich seit 2005 Morphin. Leider habe ich auch Nerven Schäden z.B. an der rechten Hand. Bei diesen hilft das Morphin nicht, Cannabis jedoch hilf sehr gut. Mein Arzt und ich haben also einen Antrag gestellt der sogleich abgelehnt wurde. Ich müsse erst einmal das alles neu ausprobieren das es sehr lange her ist und die Medizin viel weiter ist als Früher. Also habe ich ein Jahr das selber bezahlt und alles nochmal Probiert. Unterlagen gesammelt. Ich bin sogar zum Therapeuten der mir aber leider auch nicht helfen konnte. Neuer Antrag und wieder eine Ablehnung, ich hätte die Therapien nicht lange genug gemacht, außerdem würde mein Schlaganfall gegen eine Verordnung sprechen, ich hatte nur noch nie einen Schlaganfall. Gibt es jemanden der mir helfen kann, ich habe eine Ärzten die mir helfen will aber nicht mehr weiß wie!?

https://www.lokalkompass.de/dortmund-city/c-ratgeber/cannabis-als-medizin-patientin-will-selbsthilfegruppe-gruenden_a1049292

Einfach anrufen sich austauschen falls es im Essen sowas nicht gibt.Austausch ist wichtig

hallo,

brauche bitte auch die adressen von ärzten aus berlin, die cannabis verschreiben. habe krebs und das hilft mir sehr gegen übelkeit, appetitlosigkeit und für die psyche ist es auch nicht schlecht. mein arzt verschreibt es leider nicht.
bitte um hilfe.
grüße!

Hallo!

Auch ich wohne in Berlin, habe seit 21 Jahren Schmerzen (ausgelöst durch Genickbruch) und seit 2 Jahren sind diese exorbitant gestiegen (durch Beginn Arbeit im Büro).
Medikamente haben wir alles durch, von Paracethamol Comp. über Ibuprofen, Tilidin, Spritzen bis hin zu hoch dosierten Opioiten, dass ich sogar in Lebensgefahr war (Serotoninsyndrom). Therapien auch alles durch inkl. 2 KH-Aufenthalte dieses Jahr zur multimodalen Schmerztherapie.
Meine Schmerzärztin sagte heute:
„Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll. Was würde Ihr Hausarzt am liebsten machen?“
Ich: „Er würde mir am Liebsten Cannabis geben.“
Sie: „Ich auch, aber die Krankenkasse wird es nicht genehmigen.“

Nun also die Frage:
Wie können wir (meine Ärztin und ich) Cannabis als schmerzlinderndes Medikament beantragen?

Oder wenn es einfacher ist:
Gibt es eine Liste von Ärzten in Berlin und Brandenburg, die Kassenpatienten aufnehmen und Kassenrezepte mit Cannabis ausstellen / beantragen und nicht dem Patienten das Geld aus der Tasche ziehen?

Danke für eure Hilfe.

Liebe Grüße
Katharina

hier ein paar Infos, die dir und deiner Ärztin bei der Beantragung einer Kostenübernahme helfen können:

Die Kostenübernahme für eine Therapie mit medizinischem Cannabis soll nur dann erreicht werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind

- Vorliegen einer schwerwiegenden Erkrankung

- nicht zur Verfügung stehende allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Therapie oder nicht anwendbare Therapieformen

- eine Aussicht auf positive Entwicklung gegeben ist


Vor der erstmaligen Verordnung ist ein Antrag nach § 31 Abs. 6 SGB V zu stellen, für den ein ausgefüllter Arztfragebogen der gesetzlichen Krankenkassen, die genaue Angabe/Verordnung des Arzneimittels, Angaben, ob eine Ausnahmeerlaubnis für den Cannabis-Erwerb vorlag und die ggf. benötigte Kennzeichnung bei Verordnung im Rahmen einer ambulanten Palliativversorgung nach § 37b SGB V eingereicht werden muss.

Was genau steht im Gesetz? --> https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl#__b...

Hier eine Verordnungshilfe für Ärzte:

https://www.kvno.de/downloads/newsletter/vin/VIN_04_2017.pdf

Wie wird ein Rezept ausgefüllt? --> http://www.kbv.de/media/sp/Cannabis_Hinweise_Rezept.pdf

Wie arbeitet der MDK? Anhand welcher Kriterien wird über einen Kostenübernahme entschieden? --> https://www.mds-ev.de/uploads/media/downloads/BGA_Cannabis_2017_08_29.pdf

Grundlegende Fragen von Patienten --> https://hanfverband.de/faq-neu/cannabis-als-medizin

Eine umfassende Übersicht bietet die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin: http://www.cannabis-med.org/index.php?tpl=page&id=167&lng=de

Die ausführliche Verordnungshilfe von Dr. Franjo Grotenhermen eignet sich für äußerst gut für einen fundierten und grundlegenden Einstieg in die konkrete Praxis --> http://hanfverband-shop.de/ (Kategorie Bücher) oder: http://www.wissenschaftliche-verlagsgesellschaft.de/titel/61118.html

Vielleicht zeigt er sich ja danach offener, weil ihm vielleicht einfach weitere Informationen gefehlt haben. Grundsätzlich empfehle ich allen Patienten, sich in die Infos der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin (ACM) und des Selbsthilfenetzwerks Cannabis Medizin (SCM) grundlegend einzulesen. Dort gibt Dr. Franjo Grotenhermen wichtige Tipps dazu, wie ein Arztbesuch zu gestalten ist, wie der Arztfragebogen auszufüllen ist (unheimlich wichtig, hier keine Fehler zu machen!) und wie die Kostenübernahme durch die Krankenkasse am besten anzugehen ist. Die Krankenkassen geben als Hauptablehnungsgrund oft an, dass Anträge formal falsch gestellt sind. Es ist also unheimlich wichtig, dass der Arzt hier nichts falsch macht. Die Infos der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin können hier behilflich sein.
 Hier die Links:

https://www.arbeitsgemeinschaft-cannabis-medizin.de/?page_id=101904

Hier der Musterantrag der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin: https://www.arbeitsgemeinschaft-cannabis-medizin.de/wp-content/uploads/2...

Hier der Arztfragebogen, den dein Arzt für die Kostenübernahme ausfüllen muss: https://www.kvno.de/downloads/verordnungen/arztfragebogen_cannabis.pdf

Im Arztfragebogen wird nach Studien verlangt. Wo bekomme ich diese her?

Studien zum Thema bietet die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin: http://cannabis-med.org/index.php?tpl=studylist&id=36&lng=de

http://selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de/

Hier eine Übersicht der verfügbaren Sorten und Produkte: https://www.cannabis-med.org/nis/data/file/cannabissorten_inhaltsstoffe.pdf

https://forum.arbeitsgemeinschaft-cannabis-medizin.de/showthread.php?157...


Wenn dein Arzt auch nach diesen Infos sich nicht offen zeigt, solltest du dir am besten einen anderen Arzt suchen. Du kannst durch das neue Gesetz prinzipiell zu jedem Arzt (außer Zahnärzten) gehen, und dir bei vorliegendem Krankheitsbild und bereits versuchter anderer Therapieformen zumindest ein Privatrezept verschreiben lassen.

Das Bundesversicherungsamt hat darauf hingewiesen, dass zeitliche Befristungen in Paragraph 31 SGB V nicht vorgesehen sind und nur Erstverordnungen genehmigungspflichtig sind, Folgeverordnungen hingegen der ärztlichen Therapiehoheit obliegen.

https://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/rezepte/article/970904/bu...

Was ist, wenn meine Krankenkasse die Kostenübernahme ablehnt?

Ich empfehle erst einmal das Einlegen eines formlosen Widerspruchs. Diesen solltest du unbedingt fristgerecht einreichen!

Ein Muster-Entwurf für einen formloses Widerspruchsschreiben findest du hier: http://www.widerspruch.org/widerspruch-krankenkasse-du-wissen-solltest/

Danach solltest du gemeinsam mit deinem Arzt einen begründeten Widerspruch an deine KK schicken. Wichtige Infos und Hilfestellung findest du hier: https://www.arbeitsgemeinschaft-cannabis-medizin.de/?page_id=101904

Falls du vor das Sozialgericht ziehen willst gibt es hier eine rechtliche Hilfestellung: https://www.menschenundrechte.de/img/user_upload/Handreichung_Cannabis_a...

 

Ich hoffe, dass euch die Infos hier helfen beim Stellen des Kostenübernahmeantrags!

LG, Sascha [DHV]

Hallo Sascha,

ich danke dir für deine ausführliche Antwort. Ich werde diese meiner Schmerzärztin und meinem Hausarzt zeigen. Vielleicht hilft es mir.

Liebe Grüße
Katharina

Hallo!
Ich bin Sebastian und bin 27 Jahre jung/alt je nachdem ;).

Kurz zu meinem Problem:
Seit nun mehr als 2 Jahren laufe ich täglich unter Schmerzen durchs Leben. Manchmal aushaltbar, manchmal so extrem, dass ich den halben Tag Zuhause bleibe(n muss).
Vor kurzem hatte ich endlich einen MRT-Termin, bei dem festgestellt wurde, dass ich einen Bandscheibenvorfall zwischen dem 5. und 6. Halswirbel habe, der mittlerweile schon extrem auf das Rückenmark drückt. Daher auch die starken Schmerzen und täglichen Ausfallerscheinungen in der linken Hand. An manchem Tagen kann ich nicht mal mehr meinen Maine Coon Kater auf den Arm nehmen. Sportarten wie Fußball, Tischtennis, Tennis oder Fahrradfahren, die ich seit meiner Kindheit mit Freude gemacht habe, sind für mich seit 2 Jahren vollkommen tabu, da es einfach nicht mehr geht.

Und nun zu meiner Frage:
Könnt ihr mir einen Neurochirurgen (oder einen anderen Arzt) nennen, der bei Bandscheibenvorfällen die zu chronischen Schmerzen geführt haben, med. Cannabis verschreibt anstatt auf die gängigen Opiate wie Tilidin oder Lidocain zu greifen? Denn solche stark abhängig machenden Medikamente möchte ich nicht zu mir nehmen. Illegal möchte ich mir meine Gras aber auch nicht mehr besorgen.
Im Optimalfall wäre der Arzt in Bayern bzw. Raum Oberfranken. Ich bin aber auch offen für einen Arzt in einem anderen Bundesland. Hauptsache mir wird geholfen und ich kann endlich wieder halbwegs normal durchs Leben springen ohne irgendwelche chemischen Medikamente.

PS.: Falls der Einwand einer Operation aufkommt, operieren lassen möchte ich mich nicht, da ein minimaler Fehler an der HWS dazu führen würde, dass ich Hals abwärts gelähmt wäre und eine 100%ige Heilung durch eine OP nicht gegeben ist.

Vielen lieben Dank & schöne Grüße aus Franken.

Deinen Hausarzt fragen ob er einen Antrag auf Kostenübernahme von Cannabis an die Krankenkasse stellt.
Wenn nicht den nächsten Arzt fragen.
Oder einfach googeln.
"Antrag auf Kostenübernahme von Cannabis"

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