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Gestrecktes Gras - Fordert Eingreifen von Schmidt!
Wir machen die Gesundheitsministerin auf die Ignoranz der Drogenbeauftragten aufmerksam und fordern sie auf, sich selbst mit der Gefahr durch verunreinigtes Cannabis zu befassen.
Sie möchten sich an der Aktion "Gestrecktes Gras - Fordert Eingreifen von Schmidt!" beteiligen. Leider ist die Aktion bereits beendet. Es ist deshalb nicht mehr möglich, mit einer Email an diesem Protestmailer teilzunehmen!
Wenn Sie wissen möchten, an welchen Aktionen des DHV- Protestmailers Sie sich derzeit beteiligen können, klicken Sie bitte auf "Aktuelle Aktionen"!
| Gestrecktes Gras - Fordert Eingreifen von Schmidt! | Gestartet 03.08.2007 |
Teilnehmer 408 |
Worum ging es?
Seit ca. einem Jahr erreichen den DHV Berichte aus ganz Deutschland, dass in erheblichem Umfang gestrecktes Marihuana auf dem deutschen Markt aufgetaucht ist. Seitdem gehen wir auf unterschiedlichen Wegen dagegen vor. Talkum, Sand, feine Glassplitter, Plastik und Zucker sind einige der in Proben aufgetauchten Streckmittel. Dass das eine erhebliche zusätzliche Gesundheitsgefährdung für Cannabiskonsumenten darstellen dürfte, liegt auf der Hand.Auch einige Medien haben das Thema aufgegriffen und sind bei ihren Recherchen ebenfalls auf das Phänomen des gestreckten Grases gestoßen.
Mit einer DHV-Protestmail haben mehr als 800 Teilnehmer die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing auf diesen Missstand aufmerksam gemacht. Sie haben gefordert, die Art der Verunreinigungen und deren gesundheitliche Auswirkungen aufzuklären und den Konsumenten eine Möglichkeit zu verschaffen, Cannabisproben testen zu lassen. Darüber hinaus forderten sie, den Anbau von Hanf im kleinen Rahmen für den privaten Verbrauch zu legalisieren.
Die Drogenbeauftragte hat bisher in keiner Weise auf diese Emails geantwortet und ist damit die erste Adressatin, die sich der Diskussion im Rahmen einer Protestmaileraktion entzieht. Trotz diverser Nachfragen hüllt sie sich in Schweigen. Dabei heißt es auf ihrer Homepage: "Melden Sie sich - ich freu mich drauf."

Bis vor ein paar Monaten war dort zu lesen: "Ob schriftlich oder mündlich - Kommunikation ist keine Einbahnstraße" Diesen Satz hat Bätzing konsequenterweise mittlerweile gelöscht.
Eine im Mai eingebrachte Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag zum Thema "gestrecktes Gras" wurde von der ehemaligen Drogenbeauftragten Marion Caspers- Merk beantwortet. Caspers-Merk lehnt es in ihrer Antwort grundsätzlich ab, sich überhaupt mit dem Thema zu befassen. Laut Bundeskriminalamt (BKA) sei das Phänomen "gestrecktes Gras" nicht bekannt. Dabei hat uns das BKA schon im Juli 2004 mitgeteilt, dass es für diese Frage gar nicht zuständig sei.
Außerdem argumentiert Caspers- Merk, Cannabis sei sowieso ungesund und man rate vom Konsum grundsätzlich ab. Wenn offiziell vor Verunreinigungen gewarnt werde, wäre das eine Art Konsumberatung und Verharmlosung von ungestrecktem Cannabis.
Diese Antwort ist ein Hohn für die 4 Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland, die größtenteils unproblematische Konsummuster und keine besonderen gesundheitlichen Auffälligkeiten aufweisen. Die von der Regierung beschworenen Gefahren des Cannabiskonsums betreffen nur einen relativ kleinen Teil der Konsumenten, die Streckmittel sind eine Gefahr für alle.
Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ist die Vorgesetzte von Bätzing und Caspers-Merk und soll mit dieser Protestaktion auf die Ignoranz ihrer zuständigen Mitarbeiterinnen aufmerksam gemacht werden.
Es macht auch Sinn, wenn Sie den Text des Protestmailers individuell abändern. Das sollte aber gleich am Anfang deutlich werden, denn wir können nicht von Schmidts Mitarbeitern verlangen, dass sie hunderte ähnlich aussehende Emails bis zum Schluss durchlesen.
Unser Vorschlag für die Protestmail
Sehr geehrte Frau Schmidt!Hiermit möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Ihre Mitarbeiterin, die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing, Hinweise und Fragen in Zusammenhang mit gestreckten Cannabisprodukten ignoriert und nicht beantwortet.
Über den Protestmailer des Deutschen Hanf Verbandes (DHV) hat Frau Bätzing seit Januar über 800 Emails erhalten. Darin bitten die Absender die Drogenbeauftragte, das Phänomen zur Kenntnis zu nehmen, dass seit Sommer letzten Jahres vermehrt gefährliche Beimischungen in Marihuana entdeckt wurden.
Sie fordern konkret:
* Cannabis auf Verunreinigungen und Beimengungen hin zu analysieren und das Gesundheitsrisiko zu ermitteln.
* dementsprechende sachliche Informationen für Konsumenten und Hilfeeinrichtungen zur Verfügung zu stellen.
* für die Konsumenten eine Möglichkeit der anonymen Analyse von Cannabis auf Fremdstoffe und Verunreinigungen hin (Drugchecking) zu schaffen.
* die Möglichkeit des legalen Eigenanbaus für Konsumenten zu schaffen.
Diese Emails wurden von besorgten Bürgern geschrieben. Ich gehe davon aus, dass die überwiegende Mehrheit der Absender in seriöser Absicht an der Aktion teilgenommen hat und ernsthaft besorgt ist über die massenhafte und mutwillige Verseuchung von Hanfprodukten. Frau Bätzing hat es trotz mehrfacher Nachfragen bis heute nicht für nötig gehalten, auf diese Anfragen zu antworten, obwohl die meisten Absender ausdrücklich um eine Stellungnahme gebeten haben und obwohl sie auf ihrer persönlichen Homepage vollmundig verspricht: "Melden Sie sich - ich freu mich drauf."
Es fördert nicht gerade das Vertrauen der Bürger in Demokratie und Politiker, wenn sie sich mit ihren Anliegen an die vermeintlich richtige Stelle wenden und dann vollkommen ignoriert werden. Das wiegt umso schwerer, weil bisher alle anderen Adressaten des DHV-Protestmailers auf die Kritik und Anregungen geantwortet haben!
Eine Kleine Anfrage zum Thema "gestrecktes Gras" wurde von Frau Marion Caspers- Merk beantwortet (Drucksache 16/5583). Ich weiß nicht, ob Sie die Antwort kennen, jedenfalls kann sie nur als in jeder Hinsicht ignorant bezeichnet werden. Frei nach dem Motto, Cannabis ist sowieso gefährlich, das sollte niemand konsumieren, bekunden ihre Mitarbeiter offensichtliches Desinteresse an gefährlichen Streckmitteln.
Frau Bätzing befasst sich bei ihren Aktivitäten in Zusammenhang mit Cannabis offensichtlich ausschließlich mit dem kleinen Anteil der Konsumenten, die ernsthafte Probleme bei ihrem Konsum entwickeln.
Die übergroße Mehrheit der 4 Millionen Cannabiskonsumenten, die unproblematische Konsummuster und kaum gesundheitliche Schwierigkeiten aufweisen, wird von ihr ausgeblendet, auch wenn sie durch Streckmittel akut in ihrer Gesundheit bedroht ist.
Ich bin der Meinung, dass eine Drogenbeauftragte und eine Gesundheitsministerin für alle Drogenkonsumenten zuständig sein sollte, egal ob legal, illegal, problematisch oder eben ganz normal.
Ich bitte Sie also,
* auf Ihre Drogenbeauftragte einzuwirken, dass Sie den besorgten Bürgern antwortet, die per Email mit ihr Kontakt aufgenommen haben.
* dafür zu sorgen, dass weitere Untersuchungen zu Beschaffenheit und Auswirkungen der diversen Streckmittel angestellt werden.
* um eine Antwort auf meine Email!
Freundliche Grüße

