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Stoppt den Chemiecocktail - Eigenanbau legalisieren!
Wir fordern die Drogenbeauftragte auf, aktiv gegen verunreinigtes Gras vorzugehen, anonyme Qualitätskontrollen zu ermöglichen, über die Risiken von Beimengungen zu informieren und den Eigenanbau zu legalisieren!
Sie möchten sich an der Aktion "Stoppt den Chemiecocktail - Eigenanbau legalisieren!" beteiligen. Leider ist die Aktion bereits beendet. Es ist deshalb nicht mehr möglich, mit einer Email an diesem Protestmailer teilzunehmen!
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| Stoppt den Chemiecocktail - Eigenanbau legalisieren! | Gestartet 17.01.2007 |
Teilnehmer 1431 |
Worum ging es?
In der letzten Zeit sind fast alle Kiffer, die auf den Schwarzmarkt angewiesen sind, mit qualitativ minderwertigem Gras in Berührung gekommen. Nicht nur Szenemagazine berichten über gestrecktes Gras, bedenkliche Verunreinigungen durch Pestizide und Fungizide sowie über die Belastung von Marijuana durch Schimmelpilze und Bakterien.Schnell wird aus dem für den menschlichen Organismus relativ unschädlichen Kraut ein mit verschiedensten Stoffen verseuchter Chemiecocktail, dessen Auswirkungen sich nur erahnen lassen. Besonders drastisch zeigt sich das am Beispiel der fast 100 Bleivergiftungen im Raum Leipzig, die auf den Konsum von verseuchtem Marihuana zurück zu führen sind.
Auf dem Schwarzmarkt haben Konsumenten kaum eine Chance, sich gegen schlechte Qualität und unnötige Gesundheitsgefahren zu wehren. Sie sind den skrupellosen Machenschaften der Produzenten und Händler fast schutzlos ausgeliefert.
Auch die Politik ignoriert die Gefahren weiter. Erst auf Druck des DHV, der sich in einer Mailaktion an die Gesundheitminiserin wandte, wurde eingeräumt, dass es in Deutschland verunreinigtes Cannabis gibt. Den nötigen Konsequenzen verweigert sich das BMG dennoch weiterhin.
Deshalb fordern wir in diesem Protestmailer die Drogenbeauftragte Bätzing auf:
- Analysieren Sie Cannabis auf Verunreinigungen und Beimengungen und ermitteln sie das Gesundheitsrisiko!
- Stellen Sie allen Konsumenten und Hilfseinrichtungen sachliche Informationen über die gefundenen Verunreinigungen zur Verfügung!
- Ermöglichen Sie Cannabis-Checking! Schaffen Sie eine Möglichkeit, Cannabisprodukte anonym auf Fremdstoffe und Verunreinigungen prüfen zu lassen.
- Legalisieren Sie den Eigenanbau durch Konsumenten! Der beste Schutz gegen Profitgier und Schwarzmarkt ist die Möglichkeit, Cannabis für den eigenen Bedarf selbst anzubauen.
Unser Vorschlag für die Protestmail
Sehr geehrte Frau Bätzing,Ich möchten Sie auf diesem Wege auf ein Problem aufmerksam machen, das mir sehr am Herzen liegt. Die Gesundheit des Einzelnen liegt im Interesse der gesamten Gesellschaft, jedoch sind für Einige die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen so gesteckt, dass sie einer gesunden Lebensweise entgegenstehen, bzw. einen Rahmen schaffen, der gesundheitsschädliche Produkte geradezu herausfordert, so auch beim Cannabis.
Seit dem Sommer 2006 versuchen Hersteller und Händler wieder verstärkt, durch Streckmittel aller Art ihren Profit zu steigern. Das geht so weit, dass sie wie zuletzt in Leipzig schwere Bleivergiftungen der Konsumenten hinnehmen. Beim Anbau kommen mitunter Pestizide zum Einsatz, die normalerweise nur bei Zierpflanzen zur Anwendung kommen und für Nutzpflanzen verboten sind. Sand und andere anorganische Stoffe werden mit Hilfe von synthetischen Substanzen wie Haarspray auf die Blüten aufgebracht. Es wird mit Zuckerlösungen und an der Luft aushärtendem Flüssigplastik gearbeitet. Darüber hinaus führt der Anbau unter künstlichen Bedingungen (Indoorzucht) zu einer verstärkten Belastung des Cannabis mit Bakterien und Schimmelpilzen. Leider wird dadurch aus einem für den menschlichen Organismus relativ unschädlichen Kraut ein mit verschiedensten Stoffen verseuchtes Kraut, dessen Auswirkungen auf den Menschen sich nur erahnen lassen, die mit Sicherheit aber gesundheitsschädlich sind.
Hier geht es also um einen Profit, der auf Kosten der Gesundheit der Konsumenten erwirtschaftet wird! Auf Grund der Tatsache, dass Cannabis im Betäubungsmittelgesetz als nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel eingestuft ist, ist der Konsument auf den Schwarzmarkt angewiesen und von den normalen Wegen der Qualitätskontrolle und des Verbraucherschutzes abgeschnitten.
Um die Gesundheit der Konsumenten vor diesen Machenschaften zu schützen, ist an dieser Stelle das Eingreifen des Staates erforderlich, um so mehr, als davon auszugehen ist, dass geschätzte 4 Millionen Kiffer nicht von einem Tag auf den anderen ihren Konsum einstellen, zumal sie das seit fast 80 Jahren Repression nicht tun.
Deshalb fordere ich Sie in Zusammenarbeit mit den geeigneten Institutionen auf:
- Cannabis auf Verunreinigungen und Beimengungen hin zu analysieren und das Gesundheitsrisiko zu ermitteln!
- dementsprechende sachliche Informationen für Konsumenten und Hilfeeinrichtungen zur Verfügung zu stellen!
- für die Konsumenten eine Möglichkeit der anonymen Analyse von Cannabis auf Fremdstoffe und Verunreinigungen hin (Drugchecking) zu schaffen!
- die Möglichkeit des legalen Eigenanbaus für Konsumenten zu schaffen!
Mit der Umsetzung dieser Forderungen versetzten Sie den Konsumenten in die Lage, eigenverantwortlich mit seiner Gesundheit umzugehen. Durch entsprechende Informationen und Analysemöglichkeiten könnte er eine persönliche Risikoabschätzung vornehmen und die Möglichkeit zum Eigenanbau ermöglicht es dem Konsumenten, die Qualität des Cannabis selbst in die Hand zu nehmen und weitestgehende Unabhängigkeit vom Schwarzmarkt und kriminellen Kreisen zu erlangen. Ganz im Sinne unserer Bundeskanzlerin würde damit die Eigenverantwortung des Einzelnen gestärkt und ein wichtiger Beitrag zur Gesundheitsprävention geleistet.
Warten Sie mit umfangreichen Informationen über das durch Verunreinigungen gestiegende Gesundheitsrisiko nicht, bis auch aus anderen Städten Deutschlands von Bleivergiftungen und Krankenhausaufenthalten berichtet wird. Die Gesundheit aller Menschen in diesem Staat sollte uns und Ihnen am Herzen liegen!
Ich bitte um eine Stellungnahme!
Mit freundlichen Grüßen

