Protestmailer

Feedback zur Aktion:
FDP soll Cannabiskonsumenten entkriminalisieren


Ein Ziel des DHV- Protestmailers ist es, Reaktionen der von Ihnen angeschriebenen Personen und Behörden zu erhalten. Das erhaltene Feedback dokumentieren wir auf dieser Seite. Auch Reaktionen von Teilnehmern auf die Antworten der Behörden werden dokumentiert.
Oft wird angesichts des eingegangenen Feedbacks der angebotene Protesttext von uns so angepasst, dass die Behörden nicht einfach Standartantworten verschicken können. Nebenbei bleibt die Protestaktion so stets aktuell und die Teilnahme lohnt sich bis zum Schluss!

Bild zur Protestaktion FDP soll Cannabiskonsumenten entkriminalisieren FDP soll Cannabiskonsumenten entkriminalisieren Gestartet
30.09.2009
Teilnehmer
1016

Worum geht es?

Fordert die Liberalen auf, bei den Koalitionsverhandlungen mit der Union ein Ende der Kifferverfolgung durchzusetzen.


Feedback auf die Protestmail

Es gibt 37 Antworten auf diesen Protestmailer.

Chronisch krank

Antwort Nr.1 vom 30.09.2009
Upload von:
uwe-kiara(et)gmx.net
Text der Antwort:
Ich bin unheilbar krank! Meine Ärzte sagen, dass THC sehr hilfreich ist für Leute wie mich! In fast jedem EU-Land ist der Konsum für chronisch Kranke erlaubt, nur Deutschland zwingt mir schwere Medikamente auf, weil ich sonst kriminell bin! Lächerlich und traurig genug!

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Antwort der FDP auf den Protestmailer

Antwort Nr.2 vom 30.09.2009
Absender:
fdp-point@fdp.de
Text der Antwort:
Sehr geehrte Frau H,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis. Die in der Öffentlichkeit oft geäußerte völlige Unbedenklichkeit des Hanfkonsums entspricht jedoch nicht den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Experten warnen insbesondere, dass Cannabis immer stärker und immer giftiger wird und nicht mehr vergleichbar ist mit der Substanz der so genannten Hippie-Droge der 70er Jahre. Der THC–Gehalt ist im Laufe der Jahre stetig gestiegen.

Beispielsweise weisen Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hin. Der Konsum von Cannabisprodukten ist eng mit dem Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalter verknüpft. Untersuchungen zeigen, dass fast jeder Zweite in der Altersgruppe der 18- bis 20jährigen Erfahrungen mit Hanf hat. Wenn auch der Großteil der Jugendlichen nur selten Cannabis raucht oder der Konsum später beendet wird, wächst die Zahl derjenigen, die exzessiv konsumieren. Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Gefahr von lebenslangen gesundheitlichen Schäden hoch. Nach aktuellem Forschungsstand kann davon ausgegangen werden, dass etwa 10 bis 15 % aller Konsumenten und Konsumentinnen nach internationalen Diagnosestandards einen abhängigen Cannabiskonsum aufweisen. Cannabiskonsumenten rauchen zudem häufiger Zigaretten und haben eine durchschnittlich größere Affinität zum exzessiven Alkoholkonsum. Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse wird eine Legalisierung der so genannten weichen Drogen abgelehnt.

Allerdings hält die FDP den Weg, den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, für richtig. Es gilt angemessen und verhältnismäßig auf die Tatsache zu reagieren, dass das gelegentliche Rauchen eines Joints ein gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht repressiv und mit aller Staatsmacht angegangen werden muss. Hier muss nach praktikablen Lösungen gesucht werden, die auch die Behörden und Gerichte so gering wie möglich belasten.

Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Gefahren, die entstehen, sobald aus dem gelegentlichen Konsum ein Dauerkonsum wird und die Konsumenten keine Erwachsenen sondern Kinder sind, verlangen eine Intensivierung der Aufklärungsarbeit. Vor allem in Zeiten, in denen der Cannabiskonsum gerade bei Kindern und Jugendlichen besorgniserregend ansteigt. Daher setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür ein, dass zudem bereits bestehende Präventionsmaßnahmen – beispielsweise der BzgA – und weitere effektive suchtspezifische Hilfsangebote und zielgruppenspezifische Präventionsansätze ausgebaut werden.

Eine liberale Sucht- und Drogenpolitik setzt stärker auf Prävention als auf Repression. Das gilt auch für Cannabis.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Scholl
FDP-Info-Point

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Grenzwert im Straßenverkehr

Antwort Nr.3 vom 30.09.2009
Absender:
fdp-point@fdp.de
Text der Antwort:
Hallo,
ich habe exakt die gleiche Nachricht bekommen. Könnt Ihr evtl. einen Mailer erstellen, der sich mehr um eine Art Grenzwert im Straßenverkehr bemüht.

Und das Argument, Cannabis wäre vergiftet, ist doch völliger Blödsinn! Evtl. ist es ja vergiftet, aber an dem Tag an dem Cannabis legal würde, wird auch das letzte vergiftete Cannabistütchen aus Deutschland verschwinden.

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War ja klar...

Antwort Nr.4 vom 30.09.2009
Upload von:
manuhksnow(et)aol.de
Absender:
FDP
Text der Antwort:
Servus,
ich wollt nur mal erwähnen, dass auch mich der FDP-Standardbrief erreicht hat.

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DHV-Statement zur FDP-Antwort

Antwort Nr.5 vom 01.10.2009
Absender:
DHV / Georg Wurth
Text der Antwort:
Immerhin mal eine schnelle Antwort auf den DHV-Protestmailer, scheinbar an alle Absender. Schonmal besser als viele andere.

Die Antwort scheint der übliche Textbaustein zum Thema Cannabis aus dem Wahlkampf zu sein. Die FDP hat wohl noch nicht begriffen, dass der Wahlkampf mit blumigen Aussagen vorbei ist und sie jetzt beweisen muss, wie ernst sie ihre Aussagen meint. Genau da soll der Protestmailer die Partei ja packen.

(Übrigens haben sich einige beschwert, dass wir hier nur die Entkriminalisierung fordern. Die Legalisierung hatten wir aber schon in einer der letzten Aktionen von der FDP gefordert - sie sollte das in ihr Wahlprogramm schreiben. Die FDP blieb aber dabei, dass sie nur entkriminalisieren will. Genau an dieser Aussage wollen wir sie nun erinnern und messen.)

Wenn man mal die Teile aus der Antwort weglässt, die irgendwas erzählen und gar nicht auf den Text des Protestmailers eingehen, bleibt übrig:

"Allerdings hält die FDP den Weg, den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, für richtig. Es gilt angemessen und verhältnismäßig auf die Tatsache zu reagieren, dass das gelegentliche Rauchen eines Joints ein gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht repressiv und mit aller Staatsmacht angegangen werden muss. Hier muss nach praktikablen Lösungen gesucht werden, die auch die Behörden und Gerichte so gering wie möglich belasten."

Das ist doch eine gute Vorlage. Protestmailer-Teilnehmer, die diese Antwort erhalten haben, können sich nun darauf beziehen und in einer individuellen Antwort darauf hinweisen, dass es im Moment genau darum geht. Dass das ein gutes und wichtiges Ansinnen der Liberalen ist und umgesetzt werden sollte.

Wer will, kann ja dann noch auf die Frage der hohen THC-Gehalte und der Schizophrenie eingehen, s. dazu Genetisch verändertes Cannabis? Hanf jetzt als genmanipulierte THC-Bombe? bzw. Medizin: Kein höheres Schizophrenierisiko durch Cannabiskonsum

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Beispiel für eine Antwort an die FDP

Antwort Nr.6 vom 01.10.2009
Absender:
Georg Wurth
Text der Antwort:
Kürze ist hier Würze, die FDP wird gerade kaum Zeit haben, lange Emails zu lesen:

Lieber Herr Scholl!
> Zitat s.o.

Genau darum geht es mir. Diese Forderung der FDP ist richtig und wichtig und noch lange nicht Realität.

Ich bitte Sie, dieses Thema nicht nur nebenbei im Wahlkampf zu erwähnen, sondern nun auch in der praktischen Politik dafür einzustehen.

freundliche Grüße
Georg Wurth

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Dieser dämliche Scholl von der FDP

Antwort Nr.7 vom 01.10.2009
Upload von:
ganralf55(et)hotmail.de
Absender:
Ralf Heinrich
Text der Antwort:
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, hier wird eine ganze Bevölkerungsgruppe kriminalisiert, die Menschenrechte massiv mit Füßen getreten, weil sogenannte "Experten" befürchten, nicht wissen, noch viel weniger beweisen können, daß Canabis evtl. psychosen auslösen kann.

Konkret, wer diese sog. Experten sind, geschweige denn Beweise in Form von seriösen Studien, hat der natürlich nicht zu bieten. Seit 30 Jahren müssen wir uns jetzt "Befürchtungen" wie Lungenkrebs, Einstiegsdroge, Paranoia- und andere wilde Psychospekulationen anhören, während sich diese Leute gerade wieder auf dem Oktoberfest das letzt bisschen Verstand wegsaufen.

Der Oberhammer ist diese Kampagne mit dem erhöhten THC-Gehalt Einen größeren Blödsinn habe ich noch nie gehört, denn es gibt nach wie vor keinen einzigen Menschen der nachweislich an den Folgen von Canabis gestorben ist, wird es auch nie geben. Außerdem gibt es auch Studien die beweisen daß es auch schon in den 70er Jahren THC-Gehalte von 20% gab, ich konnte es mir in 40 Jahren, in denen ich Canabis konsumiere, leisten, nie etwas anderes zu rauchen, habe in der Zeit ein allgemeines Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt und ein komplettes Geologiestudium absolviert.
Ich habe kiffende Freunde die Ärzte sind und sich mit Canabis den Alkohol entzogen haben, Professoren an der ETA Zürich sind.

Wir wissen schon lange daß in der Politik nur die dümmsten, primitivsten skrupellosesten Lügner gwinnen, das ist auch diesmal wieder der Fall. Beweis, die Aussage dieses dämlichen FDP-lers.

Ich hab keine Hoffnung daß sich in diesem NAZI-Land jemals etwas ändert, deswegen werde ich jetzt gierig und skrupellos und BÄNKER, denn ganze Staaten abzocken, sich mal schnell ne´halbe Billion unter den Nagel reißen ist ja jetzt legal. Auch 20 Millione Steuern hinterziehen(Zumwinkel) ist nicht so schlimm und wird weniger (Bewährung) bestraft als kiffen.

Gute Nacht Deutschland.

mit freundlichen Grüßen an alle diskriminierten dieser Welt
Ralf Heinrich

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Es ist an der Zeit

Antwort Nr.8 vom 01.10.2009
Absender:
Dirk
Text der Antwort:
Die Legalisierung und Verbesserung, also Entkriminalisierung der Kiffer ist längst fällig. Alles andere ist Jagd auf kleine Fische, Oppurtunismus, nicht mehr und nicht weniger.

Das klingt zwar derb, aber diesen Vergleich erlaube ich mir jetzt: es ist wie der Überfall auf Polen - feige, billig und grausam.

Ist das alles, was ihr könnt: immer auf die Kleinen FIsche loszugehen? Ich finde es dermaßen billig und lächerlich, das ist nur mit oben genanntem Beispiel deutschlich zu machen. Ich bin enttäuscht von unserem feigen, paranoiden Land und der Politik!

Denke mir aber auf der Sonnenseite, dass wir zu mehr fähig sind - LEGALIZE Cannabis!
Stoppt die Verfolgung der Cannakiffer und integriert sie - und macht Millionen nebenbei!

grüne Aussichten!

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Diese dämlichen Politiker

Antwort Nr.9 vom 03.10.2009
Text der Antwort:
Hallo,

ich schliesse mich den Ausführungen von Herrn Heinrich an. Die Argumente sind absolut lächerlich und unzutreffend. Wenn das Zeug potenter ist, umso besser. Dann mache ich einfach weniger rein. Und wenn ich genug geraucht habe, dann schlafe ich friedlich wie ein Baby ein. Hat irgendjemand in der gesamten Geschichte schon mal von einer Überdosis Hanf gehört?

Es ist himmelschreiende Blödheit die Gefahren des Alkohols zu ignorieren. Lasst unsere Kinder doch mal einen Joint rauchen, dann würden sie mit Sicherheit weniger Amok laufen. Dann gäbe es weniger Tote an unseren Schulen und auch das Oktoberfest würde friedlicher ablaufen.

in diesem Sinne

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Meine Meinung zur Antwort der FDP

Antwort Nr.10 vom 04.10.2009
Text der Antwort:
Liebe Freunde,

solange hier sogenannte Experten mit ihren "wissenschaftlichen Erkenntnissen" die Gesellschaft vergiften (und gerade hierin liegt eine wesentlich größere Gefahr für das Volk, als durch den Cannabiskonsum einer Minderheit), ist jede Diskussion zu diesem Thema sinnlos.

Seit über 40 Jahren musste ich mich mehr oder weniger mit dem sogenannten Betäubungsmittelgesetz beschäftigen und wenn ich zurückblicke wird es mir immer noch richtig schlecht, bei dem was man hier so unter "Recht und Ordnung" versteht! Pfui Teufel Deutschland!

Unsere Kanzlerin hat am Tag der Deutschen-Einheit die Bevölkerung aufgerufen, sich an den Ostdeutschen ein Bespiel zu nehmen und für Veränderung und Gerechtigkeit zu kämpfen.
Doch wo sind die ganzen Kiffer der Republik wenn z.B. bei der Hanfparade für Bürgerrechte demonstriert wird? Wo sind die Künstler? Wo die Intellektuellen? Wo sind die Erfolgreichen?

Naja: nur nicht zeigen, man könnte ja angegriffen werden und das nicht mal mit Gesetzen sondern einfach hintenrum wird ein Bein gestellt oder bestenfalls wird man verleumdet. Es gibt ja so viele Ämter die Schwierigkeiten machen können und genau da sind Gesetze dann teilweise scheißegal!

Ich jedenfalls habe überhaupt keine Lust mehr mit Wortverdrehern, die auch noch die Medien hinter sich haben zu diskutieren. Für mich hat sich dieser Staat als Unrechtstaat zu erkennen gegeben und dabei wollte ich nur als Bürger über Gesetze reden und gerechtfertigte Veränderungen in einer demokratischen Gesellschaft erreichen!
Zwischenzeitlich fehlt mir halt jedes Vertrauen an unsere Volks-Vertreter (-Verdummer)!

Euch allen das Beste
Günter

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Reaktion auf die FDP-Antwort

Antwort Nr.11 vom 05.10.2009
Absender:
FDP-Info-Point
Text der Antwort:
Ich habe heute morgen die Standard-Anwort der FDP erhalten und bin über folgenden Satz (u.A.) gestolpert:
"Cannabiskonsumenten rauchen zudem häufiger Zigaretten und haben eine durchschnittlich größere Affinität zum exzessiven Alkoholkonsum."

Vielleicht mag das mit den Zigaretten im europäischen / deutschsprachigen Raum stimmen, aber eine höhere Alkoholaffinität ist ein absoluter Witz. Jeder Jugendliche der schonmal öfters einen Joint geraucht hat, weiß um die (negative) Wechselwirkung der beiden Substanzen.

Solche Argumentationen zeugen von Unwissenheit des Verfassers. Hätten wir den Protestmailer ja auch an die Mainzelmännchen, oder die Wettervorhersage schicken können. Vielleicht gäbe es dann eine nicht-lobbyisierte Antwort und Sicht der Dinge.

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Diskriminiert, verfolgt, kriminalisiert...

Antwort Nr.12 vom 05.10.2009
Absender:
FfiKer
Text der Antwort:
Drastische Worte zur spekulativen rhethorischen Frage, ob denn die Entkriminalisierung von Kiffern notwendig sei - Doch faktisch sind Kiffer weder hilfsbedürftige noch bemitleidete Personen willkürlicher Polizisten, noch respektiert im Sinne von "halb so schlimm", im Vergleich mit chemischen Konsumenten, da Kiffer schließlich eine Pflanze der Mutter Erde zu Nutzen ziehen, wie es bei vielen Kulturen und Völkern der Erde Tradition war, ist und immer sein wird.

Ich denke eher es ist die morbide Leistungsgesellschaft, die nebenbei angemerkt, was ich hiermit unmissverständlich klarstellen möchte, nicht Leistung fördert und respektiert, sondern missbraucht und Wachstum zu ihren Gunsten stilisiert, wobei es doch an vielen Ecken und Enden der Gesellschaft Wachstum unmöglich macht.

Fazit ist, Kiffer sind tatsächlich "Ficker" des Staates und allem was bürgerlich erscheint. Ich bin jedoch sicher und anhand eigener Erfahrung das lebendige Beispiel, dass Rechtschaffenheit und Kiffen nicht unvereinbar ist. Im Gegenteil gibt es viele meiner Freunde, die auch mehr oder weniger häufig kiffen (und auch mit hoooochpotentem Gras, was widerrum zur Panikmache medial stilisiert wird) und alles andere als elend oder weiß Gott wie unmoralische und eben unrechtschaffend zu sein. Hiermit wird klargestellt, dass tatsächlich eher einige Andere, vielleicht von Reichtum und Wachstum besessene Personen, vom Sittenverfall betroffen sind.

Es wird leider allgemein so aufgefasst, dass Kiffen träge und faul mache, dabei ist dies nur die Abkehr von einer Welt die von Hektik, Stress, und im weitesten Sinne auch Gewalt, betroffen ist, und man kann nicht behaupten, dass wir im letzten Eck dieses Planeten wohnen. Ich halte es aus diesem Grund für legitim und rechtens, wenn Personen sich selbst berauschen möchten.

Der Staat könnte Eckdaten liefern und die Leute unterstützen, insofern er diese Rauschmittel bereitstellt und ein Handel möglich ist, der besser ist wie Schwarzmarkt! Nach langen empirischen und wissenschaftlichen Untersuchen hat sich herausgestellt, dass der "War on Drugs" gescheitert ist. Es ist an der Zeit nicht vom Besonderen aufs Allgemeine zu schließen und z.B. Kiffer und Alkohlkonsumenten nicht beide als "krank" zu behandeln, sondern als "normal, mit der Einschränkung einer spezifischen Leidenschaft", die wie wir wissen, gute und schlechte Konsequenzen ziehen kann.

Bestes Beispiel ist ein spirituell aktiver Kiffer, der mit Recht behaupten kann durch den Konsum von Marihuana eine Horizonterweiterung zu besitzen. Dass übermäßiger Konsum schädlich ist weiß nahezu jeder, der mal im Biounterricht saß, und braucht nicht ständig von der Politik ermahnt zu werden. Die Erfahrung zeigt eher, dass durch "Panikmache von oben" gewisse Trotzreaktionen erzeugt werden. Derjenige, dem die Erfahrung des Rauschs von Cannabis fehlt, hat eigentlich gar kein Recht in dieser Diskussion Handlungen zu erteilen (er müsste statt dessen Fragen stellen), stattdessen müssen Kiffer Belehrungen akzeptieren, die in Wahrheit gar keine Belehrungen sein können, da die Tugend, die sich auf genau das bezieht (der Einschätzung ob Konsum nun gut oder schlecht ist) erst hergestellt werden kann durch die Erfahrung mit derselben. So ist es lediglich "Moral" und wird auch nur als das ankommen.

Die aktuelle Drogenpolitik ist gescheitert.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Mit hanfigen Grüßen

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Zum obigen Bericht

Antwort Nr.13 vom 05.10.2009
Absender:
LeX
Text der Antwort:
Nur ein Satz - Du sprichst uns allen aus der Seele.

Viele Leute meinen Hanf, LSD, etc. wären etwas komplett brutales, obwohl sie eigentlich keinen blassen Schimmer haben.
Ich halte zwar nicht viel von härteren Drogen wie LSD, Kokain etc. - Aber eben auch nur weil es zum einen illegal und zum anderen nachgewiesen süchtig macht. Und das ist bei Cannabis oder Hanf eben nicht der Fall.

Frei nach dem Motto: Bild dir deine Meinung. Moral ist Ehrensache.

Mfg Alex

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Meine Gedanken zur Antwort der FDP

Antwort Nr.14 vom 05.10.2009
Text der Antwort:
Wie folgt nicht nur das Feedback, sondern auch meine Antwort an die FDP.

Werte Frau Schulze,

ich zerlege an dieser Stelle Ihre Argumentation.

Falls Ihnen die einen oder anderen Fakten nicht bekannt sind: In dieser eMail sind Weblinks hinterlegt, die gerne genutzt werden können und mit Quellen belegt sind. Nur für den Fall, dass die Drogenbeauftragte es versäumt hat, sie darüber zu informieren, ähnlich wie den WHO-Kokainreport, der vor über 13 Jahre durch Erpressung durch die USA geheimgehalten wurde.

Ich freue mich darüber, mit den Drogenexperten Ihrer Partei darüber reden zu können - bei den Grünen und Linken gibt es eine AG Drogen. Gibt es diese auch bei der FDP?

Sie schreiben, dass die Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hinweisen. Leider ist die FDP da anscheinend nicht auf dem neuesten Stand.

Denn diese These ist durch neuere Forschungsergebnisse bei einer Langzeitstudie über 10 Jahre mit über 600.000 Personen wiederlegt. Folgende Information habe ich auch der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing, per Abgeordnetenwatch am 16.8.2009, zukommen lassen.
"Langzeitstudie: Kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie
Eine Ende Juni in Großbritannien veröffentlichte Langzeitstudie mit rund 600.000 Teilnehmern kommt zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem Risiko gibt, an Schizophrenie zu erkranken.
Die Forscher verglichen das Konsumverhalten der Briten mit den Schizophrenie- und Psychosedaten der Patienten von 183 Arztpraxen (2,3 Prozent der Bevölkerung). Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die ursächlichen Modelle, die Cannabis mit Schizophrenie/Psychosen verbinden, durch diese Studie nicht unterstützt werden.
Quelle: Frisher M, Crome I, o O, Croft P. Assessing the impact of cannabis use on trends in diagnosed schizophrenia in the United Kingdom from 1996 to 2005. Schizophr Res, 26. Juni 2009"

Sie schreiben weiterhin, dass das Cannabis immer stärker werden würde, und nicht mehr die "Hippie"-Droge von einst sei. Mal abgesehen davon, dass Cannabiskonsum durch sämtliche Gesellschaftsschichten geht und nicht ausschliesslich auf die Blumenkinder, die es in diesem Land eh nicht gab, beschärnkt ist, ist das schonmal eine substanzistische und damit diskriminierende Aussage.
Weiterhin ist diese Aussage auch faktisch nicht wahr: Die Behauptung vom steilen Anstieg des Wirkstoffgehalts widerspricht einer Studie der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA), die "keine Hinweise auf einen bedeutenden Anstieg des Wirkstoffgehalts" in den meisten europäischen Cannabismärkten feststellen konnte.

Sie schreiben, dass fast jeder zweite in der Altersgruppe 18 bis 20 Erfahrungen mit Hanf hätte. Dass damit sozusagen die Hälfte der Jugendlichen schonmal kriminalisiert worden sind, spricht wohl Bände für sich. Bände darüber, wie Menschenverachtend die Politik der (Drogen-)Prohibition ist. 170.000 Strafanzeigen wegen Cannabis jedes Jahr sprechen für sich.

Hingegen kann ich Ihnen mal einen neuen Fakt nennen: Die Gesellschaft ist nämlich anderer Meinung als die FDP, was Schäden von Cannabis und Alkohol angeht.
Die Bundesweite Umfrage zur Wahl 2009 des Forschungsinstitutes INEIDFO bringt es auf den Punkt. In einer Umfrage unter 2500 Personen sind 89 Prozent der Befragten der Meinung, dass von Alkohol ein mittleres oder hohes Risiko ausgehe. Begründet wird das Ergebnis der Umfrage damit, dass die Risiken bei dem Konsum von Cannabis deutlich geringer seien als bei der legal erhältlichen Droge Alkohol. Sie befinden sich damit in guter Gesellschaft: Auch in den USA ist eine ähnliche Meinung zu beobachten.

Und damit hat die Öffentlichkeit Recht - es sind die Gesetze, die falsch sind!

Die Ansichten der Umfragenteilnehmer decken sich damit auch den wissenschaftichen Erkentnissen. In einer Vergleichsstudie, publiziert u.a. in der britischen Zeitschrift "The Lancet", rangierte Alkohol in Bezug auf die Risiken für die persönliche Gesundheit und die Gesellschaft nach Heroin und Kokain (Ränge 1 und 2) auf Rang 5 deutlich vor Cannabis mit Rang 11 (SPIEGEL Online am 23.03.07 ).

Über Kinder müssen wir an diese Stelle wohl kaum reden, denn auch die legale Droge Alkohol ist nicht für Kinder und Jugendliche per se zugänglich. Aber auch denen Hilft ein legaler Umgang mit Drogen: Verbotene Früchte machen nämlich neugierig. So ist keine ehrliche Aufklärung möglich.

Und auch die Statistik zeigt, dass ein anderer Umgang als in Deutschland mit der Totalprohibition besser ist:

"Weltdrogenbericht der UNO unterstützt Entkriminalisierung
Am Mittwoch, den 24. Juni 2009, erschien der Drogenbericht der Vereinten Nationen (UNO, VN) welcher die Drogenentkriminalisierung hervorhebt. In den letzten Jahren hat der UN Drogenzar seinen Skeptizismus gegenüber der Entkriminalisierung von Drogen in Portugal hervortreten lassen. Portugal hatte 2001 die Strafen für Drogenbesitz wegfallen lassen und dafür Behandlung betont. Die UN schrie auf, dass diese Politik nicht mit den internationalen Verträgen vereinbar wäre und "Drogentourismus” fördere. (Quelle: Glenn Greenwald Whitepaper: Drug Decriminilization in Portugal - Lessons for Creating Fair and Successful Drug Policies)

Und die Legalisierung?

Zum ersten mal wird in dem Weltdrogenbericht "Legalisierung” angesprochen - aber gleichzeitig wiedersprochen: "Warum sollte man in den Entwicklungsländern eine Drogenepidemie auslösen, nur für die libertären Argumente der Pro-Drogenlobby, welche den Luxus des Zugangs zu Drogentherapien hat?
Es ist einfach nur lachhaft, zu behaupten eine Legalisierung nur von Marihuana würde eine Drogenepidemie auslösen. Wenn man bedenkt, dass in den USA 47 Prozent der wegen Drogen verurteilenten Gefängnisinsassen wegen Cannabis sitzen. Auch ein Grossteil der Gelder die in der Drogenprohibition weltweit genutzt werden, sind für die Cannabisausrottung und -prohibition bestimmt. Mit den freiwerdenen Geldern könnten die Drogenkontrollbehörden sich viel besser auf wirklich problematische Drogen konzentrieren, welche die wahren Drogenepidemien in den Entwicklungsländern auslösen (Anmerk. d. Üb. - aktuelles Beispiel: 1 Mio. Heroinabhängige im Iran)."

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Meine Antwort auf die "Antwort"

Antwort Nr.15 vom 05.10.2009
Text der Antwort:
Ich könnte nich an mir halten und habe natürlich sofort geantwortet, noch bevor ich hier nachschauen konnte... Hier also meine Antwort-Mail (hoffe die Quotes kommen einigermassen rüber):

Sehr geehrte FDP,

danke, dass Sie antworten. Leider ist es bei Ihren "Konkurrenz"-Parteien durchaus üblich nicht zu antworten. Für die Antwort gebührt Ihnen erst einmal Respekt!

Leider musste ich aber feststellen, dass Ihre Antwort viele Dinge enthält, die nicht unkommentiert stehen bleiben können. Deshalb möchte ich Ihre (Standard-)Antwort zitieren und meine Anmerkungen im Kontext dazusetzen. Bitte entschuldigen Sie die manchmal etwas "derbe" Ausdrucksweise, aber anders konnte ich mir nicht die "Luft verschaffen", die mit beim Lesen manchmal wegblieb... ;-)

Ich weiss, es ist nicht unbedingt Ihre Schuld. Teilweise müssen Sie wohl so einen Mist verzapfen, um der "Großen Agenda" gerecht zu werden. Bestimmte großpolitische Dinge mussen Sie leider beachten und können sich nicht einfach frei von äusseren Einflüssen machen... schade, aber so funktioniert Drogenpolitik nunmal seit den 1930er Jahren...

Aber nun zur Sache:

Vielen Dank für Ihre Zuschrift. In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis. Die in der Öffentlichkeit oft geäußerte völlige Unbedenklichkeit des Hanfkonsums entspricht jedoch nicht den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Von Unbedenklichkeit spricht ja auch niemand... nur wenn man schon von Bedenklichkeit spricht, dann sollte man in die allgemeinen Lebensrisiken und vor allem die anderen Drogen in die Gesamtrechnung mit einbeziehen. Und dann steht die Aussage "Hanf ist relativ unbedenklich" absolut unbestritten im Raum!

Die größte Gefahr für das eigene Leben beim Umgang mit Hanf ist der, in die Mühlen der Staatsgewalt zu geraten. Die Lebensumstände können sich sehr schnell dramatisch ändern. Führerschein- und Arbeitsplatzverlust liegen oft nahe bei einander. Von der Stigmatisierung als "Verbrecher" mal ganz abgesehen!

Experten warnen insbesondere, dass Cannabis immer stärker und immer giftiger wird und nicht mehr vergleichbar ist mit der Substanz der so genannten Hippie-Droge der 70er Jahre. Der THC–Gehalt ist im Laufe der Jahre stetig gestiegen.

Bullshit! - Belege?

Die aktuellste Studie aus Grossbritannien, die mir bekannt ist, geht wieder von sinkenden THC-Gehalten aus.

Die steigenden Zahlen waren vor allem den Messverfahren geschuldet. Damals wurde halt "der ganze Mist", den man requriert hatte in den Massenspektrometer gesteckt und analysiert. Heute ist man weiter und es hat sich wohl mitlerweile auch zu den "Wissenschaftlern" herumgesprochen, dass nur die Hanfblüten interessant sind, also wird nur das analysiert... et voila... steigende Gehaltszahlen! Seitdem sinken die Zahlen wieder... komisch.

Von einer "Giftigkeit" zu spechen ist aber echte Verarschung! Da können Sie vielleicht Omi und Mutti hinterm Ofen hervorlocken, aber niemand, der sich auch nur annähernd mit den körpereigenen Cannabinoid-System auskennt, würde von Gift sprechen... Überdosierung praktisch ausgeschlossen! (es sei denn, Sie schaffen es einen Großteil Ihres Blutes mit THC zu ersetzen, so dass Ihr Kreislauf zusammenbricht. Mehr als alle Cannabinoid-Rezeptoren können einfach nicht besetzt werden und deshalb wird ein mehr an THC halt einfach so abgebaut bzw. ausgeschieden - bevor es einen Rezeptor erreichen kann... Fragen Sie einen Arzt oder Apotheker! Da sollten sich in der FDP doch einige finden lassen)

Nochmal zu den Giften: Nikotin ist Gift, Ethyl-Alkohol ist Gift, Koffein ist Gift, Petersilie bitte nicht als Salat sonst: Tod (Gift) - diese Liste ließe sich beliebig verlängern.

Beispielsweise weisen Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hin.

Bullshit! Die neueste (und auch für den Laien verständliche) epidemiologische Studie aus Grossbritannien zeigt eindeutig keinen Zusammenhang von Hanf und Psychosen. Da ich Ihnen nicht zumuten will, selber zu recherchieren, fasse ich kurz zusammen:
GB: Anstieg des Cannabis-Konsums in den letzen X Jahren um Y Prozent; gleichzeitig ist die Anzahl der Schizophrenien nicht gestiegen... (wie passt das zusammen, wenn Hanf doch direkt zur Schizophrenie führt?)

(Anmerkung: Diese "Experten" sind wohl doch keine richtigen Experten)

Der Konsum von Cannabisprodukten ist eng mit dem Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalter verknüpft. Untersuchungen zeigen, dass fast jeder Zweite in der Altersgruppe der 18- bis 20jährigen Erfahrungen mit Hanf hat. Wenn auch der Großteil der Jugendlichen nur selten Cannabis raucht oder der Konsum später beendet wird, wächst die Zahl derjenigen, die exzessiv konsumieren. Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Gefahr von lebenslangen gesundheitlichen Schäden hoch.
Nach aktuellem Forschungsstand kann davon ausgegangen werden, dass etwa 10 bis 15 Prozent aller Konsumenten und Konsumentinnen nach internationalen Diagnosestandards einen abhängigen Cannabiskonsum aufweisen. Cannabiskonsumenten rauchen zudem häufiger Zigaretten und haben eine durchschnittlich größere Affinität zum exzessiven Alkoholkonsum. Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse wird eine Legalisierung der so genannten weichen Drogen abgelehnt.

Unsere Kinder und Jugendlichen sollen auch nicht gezielt mit Drogen gefüttert werden! Wer macht denn sowas?

Ach ja, ich vergaß... Die Zigarettenindustrie brauch jeden Tag ein paar neue Raucher um die Toten auszugleichen, deshalb werben sie ja gezielt bei den Jugendlichen... ach so! Ja - alles klar...! Beim Alkohol ist es vermutlich auch was anderes... ich weiss! ... Ritalin...?! Ach nein, das ist was ganz anderes!

Allerdings hält die FDP den Weg, den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, für richtig. Es gilt angemessen und verhältnismäßig auf die Tatsache zu reagieren, dass das gelegentliche Rauchen eines Joints ein gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht repressiv und mit aller Staatsmacht angegangen werden muss. Hier muss nach praktikablen Lösungen gesucht werden, die auch die Behörden und Gerichte so gering wie möglich belasten.

Die kranken Menschen bitte nicht vergessen, für die Hanf oft eine bessere Medizin ist, als alles was Sie aus der Apotheke kriegen können!

Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Gefahren, die entstehen, sobald aus dem gelegentlichen Konsum ein Dauerkonsum wird und die Konsumenten keine Erwachsenen sondern Kinder sind, verlangen eine Intensivierung der Aufklärungsarbeit. Vor allem in Zeiten, in denen der Cannabiskonsum gerade bei Kindern und Jugendlichen besorgniserregend ansteigt. Daher setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür ein, dass zudem bereits bestehende Präventionsmaßnahmen – beispielsweise der BzgA – und weitere effektive suchtspezifische Hilfsangebote und zielgruppenspezifische Präventionsansätze ausgebaut werden.

Ja, bitte tun Sie das! Und bitte auch schnell! Denken Sie dabei aber auch an den Auftrag des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 1994!

Eine liberale Sucht- und Drogenpolitik setzt stärker auf Prävention als auf Repression. Das gilt auch für Cannabis.

Nur zu! Bei den Koalitionsverhandlungen morgen bitte gleich anführen! ;-)


Mit freudlichem Gruß
Torsten Hergesell

P.S.: Ich werde diese Mail auf der Seite des Deutschen Hanfverbandes veröffentlichen.

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Standardbrief

Antwort Nr.16 vom 06.10.2009
Absender:
FDP
Text der Antwort:
Hey!

Ich habe auch den Standard-Antwort Brief bekommen. Eigentlich mnüsste man doch jetzt nochmal einen Brief erstellen mit den ganzen Fakten drinne...Und denen damit beweisen das deren Wissen zu 70 Prozent auf Klischee aufbaut...

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Meine Antwort auf die FDP-Antwort

Antwort Nr.17 vom 05.10.2009
Absender:
fdp-point@fdp.de
Text der Antwort:
Sehr geehrte Frau Schulze,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich finde es sehr gut das die FDP Gelegenheitskonsumenten Entkriminalisieren will. Noch besser wäre es allerdings Kranken Menschen die Hanfprodukte als Medizin benötigen ihnen das auch zu ermöglichen und das leichter als es Heutzutage praktiziert wird.

Ich gehe konform damit das unsere Jugend geschützt gehört und nicht nur vor Cannabis, sondern vor allem auch vor legalen Substanzen. Allen vor an Alkohol und Nikotin.
Womit ich auch sofort beim Thema bin. Hasch und Alkohol passen überhaupt nicht zusammen und eine "größere Affinität" kann nur daher kommen das THC illegal ist und viele daher Alkohol als Ersatz ansehen.

Für meinen Teil kann ich es auch nicht akzeptieren wenn jemand behauptet dass das heutige Cannabis stärker wäre als vor 20 Jahren. Das stimmt so nicht. Ich habe vor über 20 Jahren gekifft, dann über 10 Jahre nicht mehr und es mal wieder probiert. Es war kein bisschen stärker, nur eines war da. Die Angst Blei vergiftetes Grass zu rauchen. Dagegen würde nur eines Helfen, staatliche Abgabe stellen.

Mittlerweile sollte auch die FDP ihre Augen den medizinischen Nutzern öffnen. Es gibt Beweise dafür das THC Krebspatienten geholfen haben, sogar Kalifornien erlaubt den medizinischen Gebrauch.

Ich hoffe ihre Partei schafft es endlich die CDU/CSU zu überzeugen. Entweder Alkohol verbieten, oder Hanf Produkte für den Konsum frei zu geben. Natürlich immer mit dem Augenmerk auf Jugendschutz.
Leider haben sich schon so einige Jugendliche tot gesoffen. Noch kein einziger hat sich tot gekifft.

Mit freundlichen Grüßen

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Meine Protestmail und Reaktion auf die FDP-Antwort

Antwort Nr.18 vom 07.10.2009
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robrung(et)web.de
Text der Antwort:
Hi, ich habe auch die Standardantwort erhalten. Für die, die es interessiert bringe ich hier meine persönliche Erweiterung der Protestmail sowie meine Antwort auf die Antwort sowie die Ergänzung dazu, sorry, is viel zu lesen.

Meine Ergänzung der Protestmail
Das reicht mir natürlich nicht, ich will auch, dass der Eigenanbau zur Selbstversorgung mit einer Menge von ca. 300 Gramm straffrei wird, die man in einem Durchgang erwirtschaften kann, um dann ein Jahr lang versorgt zu sein.
Auch das würde mir nicht reichen aber mehr ist von euch wohl (noch) nichtzu erwarten.

Aber wenn es Sie interessiert: Ich bin sogar für die Legalisierung aller Drogen unter erschwerten Zugang für harte Drogen. (ärztlich bescheinigte Abhängigkeit würde Notwendigkeit zur legalen Versorgung vorsehen, ohne diese Bescheinigung würde man keinen Stoff erhalten können.)
Das ist mir aber nicht so wichtig. Wichtig ist für mich als einer der vielen Kriminalisierten (Der sich sonst aber immer an Recht und Ordnung hält), dass Cannabis komplett legalisiert wird, so dass ich es gewerblich anbauen, handeln und erwerben kann - in Fachstellen für Cannabis und das unter zumutbaren, dass heist einfach erfüllbaren, Auflagen. (Ich will keinen Minengürtel legen müssen um anbauen zu dürfen, ich will keinen Banktresor und keine spezielle Ausbildung zum Vertrieb von Cannabis. Das kann ich nicht erfüllen, dann würde mir die Legaliseirung nur als Konsument nutzen.)

Ich hoffe, dass Sie ganz allgemein in Ihrer Politik auch nach Links sehen, denn Arbeit soll sich lohnen, auch für den, der die Scheisse von euch wegmachen muss, 10 Euro Mindestlohn für alle!

Meine Antwort auf die Standardmail der FDP
Ich möchte mich wirklich sehr bei Ihnen Bedanken, Frau Schulze, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, auf meine Mail zu antworten. Sas ist nicht immer so, meistens nicht.

Aber ich kann die Behauptung, dass Cannabis Psychosen auslösen soll, so nicht stehen lassen, nicht generell (siehe IACM-Informationen vom 04.07.2009). In Einzelfällen mag es bei bestehenden oder auch inaktiven Psychosen zum Problem werden, wenn gekifft wird, aber sogar das Getenteil wird von einer Studie aus den USA berichtet (siehe "Cannabis und Schizophrenie: eine zwiespältige Beziehung")

Die Situation ist aber auch wirklich dumm, es gibt so viele Forscher und die sagen zu Cannabis regelmässig das genau Gegenteilige, was soll man da noch glauben? Der Studie mit einigen 100 Probanden oder einer statistischen Erhebung anhand von 600000 Leuten? Mir fällt die Entscheidung nicht schwer.

Aber auch dass der Wirkstoffgehalt bei Cannabis stetig steige, stimmt so nicht generell. Dieses ist in Einzelfällen der Fall, in den letzten 30 Jahren mag dieses bei Marihuana so sein. Wenn dieses heute 15 Prozent THC Gehalt hat so gab es vor 30 Jahren aber schon Haschisch, dass diesen Gehalt locker hatte und was soll daran heute schlimmer sein als damals? Das ist alles eine Medienkampangne, eine Hexenjagd. Aber sehen Sie mal, wäre es schädlich zu trinken, dann wäre es gesünder Schnaps zu trinken. Es ist aber schädlich zu rauchen, also ist es deutlich gesünder, starkes Cannabis zu rauchen als weniger Potentes, von dem man das dreifach oder mehr raucht um das gewünschte Level zu erreichen. Somit ist hochpotentes Cannabis nicht gefährlich sondern unschädlicher, da davon automatisch weniger geraucht wird. (Sie werden ja auch nicht literweise Schnaps trinken.)

Aber Cannabis ist wirklich nicht völlig unbedenklich. Es ist eine Droge, wie es Alkohol und Nikotin auch ist, nur, dass davon niemand stirbt. Aber es ist ein Rauschmittel und kann sich negativ auswirken. Aber Sie meinen, dass es immer giftiger wird zu kiffen? Ich gebe Ihnen recht. Neuerdings ist nicht mehr nur Haschisch verstreckt sondern auch Marihuana, mit Sand, Glasstaub, Talg, Brix (Zucker Plastik Gemisch) und sogar zum Glück nur in Einzelfällen mit Blei. Muss das sein? Ja, denn es wird kriminalisiert. Wäre es legal gäbe es Kontrollen und das kiffen wäre deutlich weniger schädlich. (Gut, wir sind alle selber schuld das zu machen, aber das hindert uns Millionen Konsumenten auch nicht, nicht einmal das Gesetz tut dieses)

Unbedenklichkeit? Trifft das auf eine Droge zu die Zehntausende dahinrafft wie Alkohol oder Tabak? Es ist immerhin vertretbar, es ist unsere Kultur. Aber ist Hanf nicht auch einmal unsere Kultur gewesen? Ist es das im verborgenen nicht immer noch für viele Menschen? Das Oktoberfest (drei Tote!) ist ein kulturelles Eregnis, unsere Vorbilder, Politiker stechen die Fässer an. Kann man nun von Hanf erwarten, dass es wirklich unbedenklich sein muss um es zu legalisieren? Viele Menschen denken das nicht.

Und es ist ein Problem das verstärkt in der Jugend auftritt? Sollte man es deswegen den Erwachsenen verbieten? Die meisten Kiffer haben erst getrunken und geraucht, erst dann gekifft. Wäre es nicht besser, es zu erlauben, damit man den Vertrieb kontrolieren kann, damit Jugendliche nicht mehr zum nächstbesten Dealer gehen, dem das nämlich egal ist, da er selber mit 14 gekifft hat? (Es gäbe keine jugendlichen Dealer mehr sondern Fachhändler, denen man die Lizenz auch entziehen kann, halten sie sich nicht an die Gesetze.)

Und zum Glück zeigen nur 10 bis 15 Prozent der Kiffer ein abhängiges Verhalten, es gibt sogar Berichte mit geringeren Zahlen. Das ist nicht zu leugnen aber soll man dafür alle anderen gleich kriminalisieren? Nicht einmal die Abhängigen sollten kriminalisiert werden, da sie ja höchstens sich selber schaden und Sucht eine Krankheit ist, man bestraft doch keine Kranken, man hilft ihnen, soweit dieses Sinn macht oder lindert ihr Leiden. Und natürlich rauchen deutsche Kiffer oft, sie verwenden meist Tabak zum Kiffen und dieser macht süchtig, ist eine Droge, da bleibt das nicht aus. Das liegt aber am Konsum, ist gewohnheitssache. In den USA wird meist pur geraucht, da sind die Kiffer oft keine Raucher. Und in der Tat trinkt ein Teil der Kiffer gerne Alkohol. Viele Kiffer machen dieses nicht. Aber wo ist das Problem? Auf dem Oktoberfest gibt es Tote aber kein Problem, oder? Alles nur Kultur. Wer mit seinem Alkoholkonsum umgehen kann, beteiligt sich doch nur an der Kultur und ist kein Problem. Wie viele Leute ich kenne, die trinken, kiffen und dann sogar ein geregeltes Leben haben. Sie haben einen moderaten Mischkonsum und gehen damit verantwortungsbewusst um. (Das dass bei jungen Menschen oft eine Zeitlang ausartet wird nicht für Cannabis oder Alkohl bestritten und gehört für viele zum Werdegang dazu.)

Ich freue mich aber sehr, dass Sie wenigstens schon einmal den gewöhnlichen Konsumenten entkriminalisieren wollen aber geht das wirklich, wenn dieser zu einem Dealer gehen muss? Wäre es nicht besser für diese Konsumenten auch einen Zugang zu schaffen, damit sich mit sogenannten Drogenkriminellen, die vielleicht auch andere Drogen anbieten nicht mehr in Verbindung kommen? (Man bedenke den Jugendschutz)

Aber immer Schritt für Schritt in die richtige Richtung, damit es vorwärts geht.

Und fröhliches Danke aus Münster, NRW

P.S. Ich bin es nochmal, habe gerade erfahren, dass Sie diese Antwort jedem geschrieben haben. Lesen Sie denn die Antworten zu Ihrer Antwort oder verdrängen Sie die Wahrheit lieber, wie es unter vielen Politikern üblich ist?

Ich will noch was anhängen: Es wird nicht klar, was Sie denn nun konkret machen, damit Sie Ihre Interessen der Entkriminalisierung von Cannabis gegenüber der CDU vertreten, machen Sie das überhaupt oder warten sie mit der Verwirklichung der Entkriminalisierung solange, bis Sie die absolute Mehrheit haben, lach! (Sie haben somit auf unsere Frage gar nicht geantwortet sondern nur irgendwie Fantasiert, so kommt es einem informierten Menschen vor.)

Und was ist mit den Autofahrern, die sich mal bekiffen, aber nie bekifft Auto fahren? THC baut sich innerhalb von vier Stunden im Körper zu einem nichtmehr wirkenden Stoff um aber dieser Stoff dient als Nachweis des Konsums. Die Polizei beweist lediglich, dass gekifft wurde aber nicht wann und ob unter Rauschwirkung gefahren wurde. Deswegen brauchen wir Grenzwerte, wie beim Alkohol, damit auch Kiffer, die nie bekifft fahren weiter hin fahren können. Wenn einer fünf mal in der Woche Alkohl trinkt und nie angetrunken fährt geht man ja auch nicht von einer Fahruntüchtigkeit aus, wie man es aber bei Kiffern machen würde. Warum sollte nun die für die Fahrtauglichkeit harmlosere Substanz stäker kontrolliert werden? (Oder haben Sie Statistiken, dass Kiffer häufiger in Unfälle verwickelt sind? Die gibt es nämlich nicht aus gutem Grund. Bei moderatem Konsum fahren Kiffer sogar sicherer als nicht Kiffer und das oft sogar bekifft (was aber natürlich nicht sein soll).)

Was ist mit unseren dahinsichenden Kranken, deren Leid durch Cannabis gemindert werden kann oder deren Leben sich sogar verlängern läst? Ist das keine Handlungsnotwendigkeit? Unsere Kranken brauchen und wollen vielfach (zehntausende oder mehr) Cannabis als Medizin verwenden. Sie wollen nicht kriminell sein, nur weil sie ihre Leiden lindern möchten, mit Cannabis. Mit welchem Recht wird das in unserer Welt, in der Opiate als Medikamente gelten verweigert? Opiate gehen über Krankenkasse aber die ersten 7 Hanfpatienten in Deutschland müssen ihr Medikament selber bezahlen, das ist Unrecht. Hanf auf Rezept für kranke und leidende Leute bezahlt von der Krankenkasse, das fordere nicht nur ich. Was machen Sie gegen das Elend unserer Gesetzgebung? Wie setzen Sie sich für diese Kranken Menschen ein?

So, dass wars aber schon, was mich interessieren würde, antworten Sie doch bitte, es würde mich sehr interessieren.

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Reaktion auf die FDP-Antwort

Antwort Nr.19 vom 06.10.2009
Text der Antwort:
Auch ich hab die bereits bekannte "Standardantwort" bekommen, hier meine Reaktion darauf:

Geehrte Frau Schulze

zuerst bedanke ich mich für die Antwort, da dies bei ihren Partner und oder Konkurenzparteien nicht unbedingt die Regel ist. Ich kann zwar nicht behaupten, all ihre Argumente für bestätigungswürdig zu erachten, dennoch bin ich sehr erfreut, Ansätze in die richtige Richtung zu entdecken. Noch erfeulicher wäre es, wenn nun ihre Partei den großen Worten Taten folgen lassen würde, der Zeitpunkt ist vermutlich besser denn je.

Mfg
Patrick Daniel

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Entkriminalisieren und keine Randgruppeneigenschaften aufdrängen

Antwort Nr.20 vom 08.10.2009
Absender:
Tonya Kuhn (fdp-point)
Text der Antwort:
Schönen guten tag,

habe dieselbe Antwortmail der FDP bekommen. Bis auf das Statement zum "Weg der Entkriminalisierung" ist das Antwortschreiben sehr, ich sag mal "durchwachsen". Aussagen wie Hanfraucher hätten einen starken Hang viel zu trinken und viele Zigaretten zu rauchen.
Ich möchte darauf garnicht weiter eingehen, es handelt sich für mich um eine Standardantwort, welche wenig Sachwissen zeigt.

ich hoffe dennoch, dass sich viele Leute beteiligen werden an der Protestmail-Aktion!

Mit freundlichen Grüßen

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Alternative Antwort der FDP

Antwort Nr.22 vom 08.10.2009
Upload von:
Christian.Grau(et)gmx.de
Absender:
fdp-point@fdp.de
Text der Antwort:
Sehr geehrter Herr Grau,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich bitte aufgrund der vielen Anfragen um Verständnis für die verspätete Rückmeldung.

Sucht ist eine Krankheit. Diese Erkenntnis ist Grundlage für die liberale Sucht- und Drogenpolitik. Repressive Maßnahmen sind zum Schutz der Allgemeinheit notwendig. Im Vordergrund aber steht das Bestreben, durch geeignete Präventionsmaßnahmen das Entstehen von Sucht gleich welcher Art schon im Ansatz zu verhindern. Dabei gilt die besondere Verantwortung den Kindern und Jugendlichen. Prävention heißt für uns: Aufklärung auch durch die Medien, Beratungsstellen, Fortbildung von Berufszweigen, die mit gefährdeten Gruppen zu tun haben, Stärkung der Selbsthilfe, Präventionsprogramme in Schulen und Kindergärten, spezielle Programme für gefährdete Kinder, z.B. aus Suchtfamilien, Schaffung von Lebenschancen durch Bildung und akzeptable Lebensverhältnisse. Neben der Prävention geht es darum, den Menschen, die dennoch in Abhängigkeit geraten sind, möglichst gut zu helfen durch: die schnelle Verfügbarkeit auf den Individualfall zugeschnittener Therapieangebote; Überlebenshilfen, wie z.B. Konsumräume, Substitutionsbehandlung mit Methadon, Abgabe von Heroin (sofern die Modellvorhaben erfolgreich sind) und Integrationshilfen.

Die Basis einer effizienten und erfolgreichen Suchtpolitik ist die Erforschung der Ursachen und Auswirkungen dieser Erkrankungsformen, da stimmen wir absolut überein. Die FDP setzt sich deshalb zunächst für eine Verbesserung der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung ein. Wir setzen auf Prävention und eine Erweiterung der Therapiemöglichkeiten Suchtkranker. Wenn nach einer aktuellen Studie 20 Prozent der Studierenden an psychischen Erkrankungen leiden und viele Zuflucht bei Drogen suchen, ist das ein Alarmsignal, andere Hilfsangebote zu entwickeln als den Zugang zu weichen Drogen zu erleichtern. Dazu gehört vor allem mehr Aufklärung bei Jugendlichen über die Wechselwirkung von illegalen aber auch von legalen Drogen und Suchtmitteln auf das körperliche und seelische Leistungsvermögen einerseits und die Gefahren einer schleichenden Abhängigkeit andererseits.

Alle staatlichen Aufklärungsaktionen finden ihre Grenze dort, wo die Unterstützung durch die nähere Umgebung, insbesondere durch die Eltern fehlt. Die Lebensumstände erschweren häufig den verantwortungsbewussten Umgang mit Suchtmitteln. Eine Politik, die gute Startchancen für unsere Kinder schafft, ist deshalb der beste Garant für einen Rückgang des Drogenmissbrauchs.

Für die trotz dieser Bemühungen in die Abhängigkeit geratenen Menschen sind genügend Therapieplätze und Therapiemöglichkeiten statt staatlicher Repressalien zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören auch kontrollierte Drogenkonsumräume, für deren Arbeitsweise die erforderliche Rechtssicherheit gewährleistet sein muss.

Damit die FDP dieses Konzept politisch umsetzen kann, wollen wir bei der kommenden Bundestagswahl ein gutes Ergebnis erzielen. Denn um unsere Inhalte durchsetzen zu können, brauchen wir Rückendeckung durch ein deutliches Votum der Bürger. Die Freien Demokraten werben deshalb um jede Stimme. Wenn wir bei diesem Unterfangen auf Ihre Unterstützung zählen könnten, würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Tonja Kuhn
FDP-Info-Point

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Standardantwort

Antwort Nr.21 vom 30.09.2009
Absender:
Christian
Text der Antwort:
Wie alle habe auch ich die Standardantwort der FDP erhalten. Ich frage mich nur, ob die Politiker diesen Unfug wirklich selber glauben?

Sind die führenden Politiker unserer Nation nicht in der Lage sich mit den tatsächlichen Fakten zu beschäftigen? Wollen die das überhaupt? Vermutlich ist es das Einfachste mit der Anti- Hanf- Propaganda der Lobbys konform zu sein, anstelle die Bedürfnisse vieler Bürger ernst zu nehmen und sich mit den wahren Fakten zu befassen. So ist das eben in einer Marionettenpolitik!

Ich fühle mich verarscht und bin froh nicht gewählt zu haben! Diese Leute haben keine Unterstützung verdient.

Christian

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Protestmailer = Flaschenpost

Antwort Nr.23 vom 11.10.2009
Upload von:
tobias.lieblein(et)t-online.de
Absender:
Protestbrief
Text der Antwort:
Sind diese Protestmailer nicht ein Riesenwitz?

Hat man das Gefühl, ein politisches Statement abgegeben zu haben, dann war das aber auch schon alles. Genauso gut könnte man eine Flaschenpost ins Meer werfen und darauf warten, dass Mr. Obama die findet.

Lächerlich. Als ob man dadurch ernsthaft geführte Auseinandersetzungen in Gang setzen würde - eine Farce.

Bitte nicht schon wieder wegen der paar Textbaustein-Antworten auch noch dem Irrtum verfallen, politisch aktiv gewesen zu sein. Die vorangegangenen Mailer haben gezeigt, dass es keinen wesentlichen Unterschied macht, ob 100 oder 10 000 Leute schreiben oder gar niemand.

Wirklich, es bewirkt rein garnichts!

Dass mit dem Cannabis ist für Politiker, gerade wenn sie an der Macht sind, die unwichtigste Sache der Welt - lästig und nicht relevant. Da ist kein Handlungsbedarf vorhanden, wozu denn auch? Die paar doofen Kiffer stellt man mit paar Textbausteinen ruhig, fertig.

Wenn es um Petitionen ginge könnte man wenigstens das Gefühl haben, den amtlich erforderlichen Weg gegangen zu sein, aber selbst da ist ja kein Blatt zu holen, da die Antworten genauso standardisiert ausfallen. Wie unwirksam sind dagegen erst recht die Protestmailer.

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Zur FDP - Frage

Antwort Nr.24 vom 11.10.2009
Absender:
Kritiker
Text der Antwort:
Das Argument, dass nicht genügend Eltern die Entkriminalisierung von Cannabis fordern und für gut bewerten, mag zwar stimmen. Dies ist Fakt und eine soziologisch auf die richtige Moral pochende Haltung der Eltern. Alles gut. Aber es wird dabei im wahrsten Sinne des Wortes die staatliche Justiz - "Justitia" - als Symbol der Gesetzlichkeit und Rechtmäßigkeit komplett ignoriert. Warum?

Gesetze bedeuten ein objektiv notwendiges und subjektiv benötigtes Faktum, eine aus Erfahrung und Logik gewonnene Erkenntnis, die durch Vernunft gesteuert werden. Praktische Vernunft widerrum ist ausschlaggebend und entscheidend. Diese sagt im Falle Cannabis, dass die Entkriminalisierung und die Möglichkeit der Schaffung von Cannabisverkaufsstellen der angemessene Weg ist und zu sozial zu weniger unsittlichen Folgen führt, als der Drogenring.
Was allerdings in der Politik die Diskussion um Cannabis kennzeichnet ist lediglich reine Vernunft, und keine praktische.
So kann man zwar behaupten, und auch mit Recht (hier: aus Sicht der FDP), dass Eltern es nicht für gut heißen, wenn Cannabis legalisiert wird, doch es trifft nur zu für eine unkritische Betrachtung des Falls Cannabis. Wenn man die ganze Tiefe des Phänomens unter die Lupe nimmt wird man feststellen, dass Meinungen vieler Eltern eben nur Meinungen sind, und keine wahre Bildung, die sich objektiv mit den Tatsachen auseinander setzt, sondern aus der Erfahrung heraus eine Stellungnahme abgeben, die zwar richtig ist, aber eben unkritisch ist, weil praktisch gesehen die meisten Eltern sich nicht wirklich mit diesem Thema beschäftigen (wollen).

Es ist zu bedauern und es reicht von "schade" bis "Schande", dass Eltern und Politiker (im Gegensatz zu denjenigen Berufsgruppen, die sich aktiv mit der Problematik "Cannabis in der Gesellschaft" auseinandersetzen müssen, wie z.B. Polizisten, Anwälte und Ärzte) eine derart sophistische, weismacherische Haltung annehmen und daran festhalten, die doch höchstens den Eltern der Betroffenen und natürlich den dezidierten Feinden von Cannabis selbst, zu einer Art Nutzen verhilft. Wobei Prävention und Zynismus ineinanderlaufen und Repression nicht der Unterdrückung des Konsums an sich dient, sondern offensichtlich und das ist Fakt:
Es dient dem Ausschluss der Betroffenen aus der Gesellschaft. Faktisch ist es so, denn genauso wie eine Blume mit zuviel Düngemittel und Wasser kaputt geht, verliert ein Betroffener in diesem Fall seine soziale Stellung.

Warum ist das so?

Weil die für Cannabis gemachten "Gesetze" statisch sind. Es ist in jedem dieser Gesetze eine Wahrheit verankert, die allerdings zu maßloser Autorität überführt wird. Der Autorität des faktischen Verbots. Gesetze, die gut gemeint waren und der Gesundheit des Betroffenen dienen sollten, sind zu schwammigen Maximen einzelner Politiker und Hardliner geworden, da die Wirklichkeit den Gesetzen keine Rechtfertigung gibt. Man kann nämlich die Utopie einer drogenfreien Gesellschaft zwar anstreben, aber genauso wie ein Sysyphos vergebens Berge klettert, ist es für Politiker ein hoffnungsloses Unterfangen Drogenkonsum zu verbieten. Mit einem Unterschied: Dass ein Sysyphos den Idealismus nicht aufgegeben hat gegen einen Zynismus, um nicht zu sagen klischeebeladenen Hass. Dazu kommt die deutsch geprägte Engstirnigkeit, die meiner Einsicht nach nicht nur in diesem Thema ihren Stellenplatz verdient: Es schlägt sich neben der oben genannten Autorität eine Drohung an die Stelle der Gesetzmäßigkeit und ursprünglich gut gedachten Moralität. Diese Engstirnigkeit wird immer zu Warnungen führen und nicht zu Hilfsbereitschaft und natürlich Prävention. Somit wird es auch für alle Betroffenen keine Hilfestellung sein, und genau dies hat man aus Erfahrung auch herausgefunden.

An dieser Stelle möchte ich die Gruppen von Betroffenen aufführen, die durch Präventionsmaßnahmen tatsächlich "geheilt" wurden und nun drogenfrei sind:
Fakt bleibt vorerst, dass der Konsum hätte gänzlich verhindert werden können (ich spreche nun von den eher jüngeren Kosumenten, die mitunter Psychosen u.Ä. entwickeln) wenn kontrollierte Verkaufsstellen da wären. Wenn Politiker diesen Fakt nicht sehen, dann stimmt irgendwas überhaupt nicht :)

Außerdem ist es so, dass die meisten dieser Betroffenen weder eine gesicherte Stellung haben noch charakterlich gereift sind. Somit ist neben der sowieso schon schwierigen und demütigenden Situation für einen Jugendlichen in einer "Heilanstalt" (psychosoziale Maßnahmen und dergleichen) die Tatsache der Kriminalisierung seiner Person tatsächlich in vielen Fällen ausschlaggebender für sämtliche Formen der Desintegration oder im schlimmste Fall Psychose u.Ä. als das Thema Drogen, genauer Cannabis!

Viele Betroffenen haben zudem widerrum Problem im Familienhaus und das kommt nicht von ungefähr: Panikartige Machenschaften der Politiker nach dem Motto "Cannabis führt zur Kriminalität" werden von den Eltern oftmals unkritisch angenommen und es ist auch der leichteste Weg.

Aber der leichteste Weg führ auch oftmals zu den meisten Opfern - Diese Opfer leiden unter der Oberflächlichkeit der Betrachtungen sowohl über Cannabis als auch über seine eigene Person, das geht innerhalb des Falles einher. Wenn man sich statt dessen kritisch mit dem Problem auseinander setzt, Cannabis ein für alle mal legal und kontrolliert behandelt, also ohne irgendwelche "dunklen Punkte", die nur für Missverständnisse und Klischees sorgen, dann wäre in unserem Fall das Opfer lediglich einer wie alle anderen auch: ein Mensch mit Ecken und Kanten, aber kein Krimineller!

Das Argument seitens der FDP dass zwar Cannabiskonsumenten entkriminalisiert werden sollten, gleichzeitig dafür zu sorgen mehr Aufwand für die Prävention zu machen, ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung der Legalisierung. Skeptisch bleibt nur die subjektive Vernunft der Delegierten, die aufgrund des Brisanz des Themas keine individuelle Niederlage mit einer wohlmöglichen Stimme PRO LEGALISIERUNG hinnehmen zu tendieren. Dass der kritische, wahrheitsgetreue Standpunkt sich durchsetzt, der die Legalisierung gerechtfertigt - aufgrund juristischer Rechtmäßigkeit/Legitimität - wird sich in naher Zukunft zeigen. Legitim heißt abwägen zwischen gut und schlecht, und genauso wie vieles auf der Welt schlecht ist, ist Cannabis noch lange nicht schlecht:
Es wird nur schlecht gemacht! Von einzelnen, "contrasüchtigen" Personen, die weder Erfahrung noch Objektivität dazu haben. Diese Sucht wäre auch zu kritisieren. Es ist allerding im Gegensatz zum Gegenstand der Betrachtung in diesem Falle, nämlich der in naher Zukunft sich durchsetzenden Legalisierung des Eigengebrauchs, sinnlos.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Tatsache, dass Kontrollierbarkeit und Vertrauen erst mit der Legalisierung umgesetzt wird.

Im jetzigen Falle, schlagen beide Begriffe ins Extrem und Gegenteil um: Kontrollierbarkeit wird Wahn/Utopie einer drogenfreien Gesellschaft. Vertrauen wird missbraucht und was aus Misstrauen wird, kann sich jeder selbst ausmalen. Die Situtation der Betroffenen ist im Endeffekt alles andere als gut, eher befriedigend. Ich denke dabei allerdings an den Staat - der Betroffene wird doch in Wahrheit ignoriert ist meine Aussage.

MfG

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Analytik der Begrifflichkeiten

Antwort Nr.25 vom 13.10.2009
Absender:
Hobbychillosoph
Text der Antwort:
Hier einige Zitate aus der "Kritik der reinen Vernunft" von Kant. Das Ganze angewendet auf die Cannabisproblematik:

"Die Bedingungen, unter denen der Mensch sich seiner selbst als in der Zeit identisches Subjekt bewusst werden kann, und die Bedingungen, unter denen er von Gegenständen Erfahrung haben kann, verweisen aufeinander. Ohne durchgängiges Selbstbewusstsein keine Erfahrung"
Die Festhaltung an der Kriminalisierung als ein aus politischer Überzeugung erzwungenes Selbsbewusstsein all derer, die meinen zu glauben die aktuelle Situation der Kriminalisierung rechtfertigen zu können. In Wahrheit jedoch, da die Rezeptivität der Warnehmungen - notwendig für wahrheitsgetreue Erfahrung - bei den Besagten willkürlich herabgesetzt ist, ist die gewonnene Erfahrung des Gegenstands (Cannabis) dementsprechend zweideutig und scheinhaft.

"Die Kategorien bestimmen die Gesetzmäßigkeit der Gegenstände. Gesetze existieren nicht in den Erscheinungen, sondern nur in deren Bezug auf das Subjekt"
Hier ist bemerkenswert, dass die Kategorien der Utopievorstellung von einer drogenfreien Gesellschaft unterlegen und somit der Wahrheitsanspruch von vorneweg wegfällt. Beispiele wäre die Kategorie der Modalität, der Art und Weise wie etwas ausgeführt wird. Die Notwendigkeit und Wahrheit innerhalb dieser Art und Weise wie z.B. ärztliche Untersuchungen von Cannabiskonsumenten durchgeführt werden sind nicht einheitlich und eine allgemeingültige Aussage bleibt fehl am Platz. Die Notwendigkeit zu Erkenntnissen ist in bestimmten Bereichen höher(z.B. Prävention, Repression) als in anderen (z.B.Legalisierung). Das Gesetz der Kriminalisierung ist somit zumindest teilweise als Erscheinung entlarvt. Eine Beziehung zum Subjekt, als Konsumenten, ist gesetzlich positiv, als Solidarität, nicht vorhanden, nur negativ, als Bestrafung: Das Gesetz ist autoritäres und nicht vernünftig. Dahingegen ist eine Beziehung zum Subjekt, als Betroffener, übermäßig vorhanden: als Patient, als Krimineller etc. Hier spielt die Furcht eine nicht unbedeutende Rolle. Diese widerrum tritt allerdings nicht aus Cannabis, sondern aus der Kriminalisierung hervor.

"Unterschieden wird in (1.) Axiome der Anschauung, (2.) Antizipationen der Wahrnehmung, (3.) Analogien der Erfahrung und (4.) Postulate des empirischen Denkens."
Durch die ersten beiden wird Cannabis als ein gesellschaftliches Phänomen betrachtet, dass vielen nicht geläufig ist. Geläufig widerrum bezieht sich auf die notwendige Erfahrung. Da diese fehlt ist die Einschätzung nicht ausreichend und das Wissen unbegründet. Man hat folglich keine richtige Größenvorstellung und das wirkt sich auf die beiden anderen Punkte aus, insofern, als ein Verhältnis zu anderen gesellschaftlichen Phänomenen, wie z.B. Diebstahl, gemacht wird und als möglicherweise moralisch gleichwertig verwerflich hingestellt wird. Der vierte Punkt bezieht sich darauf wie die Erscheinung Cannabis auf Einzelne wirkt und was daraus gewonnen wird. Das dies nicht der Wahrheit entspricht hat seine Ursache widderum in den ersten beiden Punkten.

"Die gegenständliche Welt stellt sich dem Menschen als Erscheinung, als Phänomenon, dar. Um sich in der Welt zu orientieren, strebt die Vernunft nach immer weiter gehender Erkenntnis. Es ist die Frage, ob man jenseits der sinnlichen Welt auch eine unabhängige Welt des reinen Verstandes mit reinen Gedankendingen, Noumena, erkennen kann. Dies ist abgelehnt. Rein aus dem Verstand kann man keine zusätzliche Anschauung gewinnen."
Das gesellschaftliche Phänomen Cannabis ist einerseits Nutznießer dessen, andererseits Gescholtener. Ersteres in Hinsicht auf wissenschaftliche Untersuchungen oder z.B. MS-Patienten. Letzteres im Bereich der Politik - nicht des Diskurses, da hierzu keine Bereitschaft besteht. Die Politik also, die auf den Pfaden einer tieferen Erkenntnis gegenüber Cannabis tappt, und das in scheinbar selbstsicherem und ruhigem Schritt, hat im Laufe ihres langen Kampfes für eine kifffreie Nation jene unabhängige Welt aufgefasst und praktiziert. Hier erhoffen sie sich einen reinen Verstand zu finden, der reines THC-freies Blut gewährt bei jedem, der mit Dreadlocks durch die Straßen läuft. Doch diese Welt ist unerreichbar und es dient nur dem Zweck zu reden über das, was sowieso nie erreicht werden kann, da es jeglichen Verstand überschreitet. Leere Phrasen und wahnhaftes Festhalten an Überzeugungen liegen somit auf einer Ebene.

"der Versuch, über das Unbedingte Erkenntnisse erlangen zu wollen, wird sich notwendig in Widersprüche verwickeln müssen. Seele, Welt und Gott sind reine Gedankendinge, die keine Grundlage in einer sinnlichen Anschauung haben. Wenn diese Gedankendinge - Vernunftideen - als reale Gegenstände aufgefasst werden, entsteht lediglich ein transzendentaler Schein. Dieses zu zeigen ist Hauptaufgabe der transzendentalen Dialektik. Sie ist insofern eine ausführliche Kritik der klassischen Metaphysik."
Metaphysik als alles das, was hinter der physikalischen Welt der Natur, hevortritt wurde im klassichen Sinne widerlegt. Doch genau dies wird praktiziert in der Debatte um Cannabis. Das Unbedingte, was oft mit Phrasen wie "Prävention ist notwendig und Repression schon so gut wie aufgegeben", gedacht wird stößt unüberwindbar auf Widersprüche, da einer der drei reinen Gedankendinge Seele, Welt und Gott den Konsumenten als reale Gegenstände vorgehalten wird, erstens im Sinne von Psychologie (psychosoziale Rehabilitationsmaßnahmen und dgl.) , zweitens im Sinne von Freiheit (nach dem Motto, wenn alle Kiffer aufhören zu kiffen, sind sie auch freier) oder Gott. Diese Gegenstände werden als reale Dinge propagiert obwohl sie nicht sinnlich wahrnehmbar sind. Somit ist in den Phrasen um Cannabis, im jahrelangen Kampf, nicht ein einziges vernünftiges Wort aus den Reihen der Politik gekommen, da sich dies von vornherein ausschließt, weil Gesetzlichkeit widerrum, worauf sie Anspruch nimmt, nur Geltung bekommt innerhalb einer Beziehung zum Subjekt; die Beziehung ist nicht vorhanden: Es entsteht nur ein transzendentaler Schein. Es äußert sich in der Scheinheiligkeit der Drogenpolitik, die trotz dem Wissen um die Möglichkeiten einer Legalisierung, die einen aufgeklärten Umgang erst ermöglichen kann, an alten, dogmatischen Vorgaben festhält. Erst der offene Umgang und die Gewissheit, dass man Freiheit und Seelenfrieden nicht als Material verkaufen kann und das dies zudem noch unverantwortlich ist, weil nicht fassbare Dinge als gut zu bezeichnen einem schwarzen Loch im Universum ähnelt. Man wird nie erfahren, ob die Ergebnisse auch eingetroffen sind. Was Bedingung für einen vernünftigen Umgang wäre - Wir müssen deswegen in erster Linie die Bevormundung der Konsumenten abschaffen durch die Schaffung der Legalisierung. Alles andere - dazwischen - stößt wieder auf das Problem, dass Unbedingte erkennen zu wollen und endet mit Scheinvorstellungen: Man kann nur Erkenntnis aus Begriffen gewinnen, aber die Politik schafft neue Begriffe, um den alten zu entgehen. Bestes Beispiel: hochprozentiges Marihuana. Das Wissen wird nur abgehobener, nicht fundierter.

Vernunft in der Cannabispolitik ist Mangelware: Ungenügend!

schönen Tach noch

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Man gönnt niemandem etwas, was man selber ablehnt

Antwort Nr.26 vom 13.10.2009
Text der Antwort:
Hier ist sie schon wieder, die gebetsmühlenartige Wiederholung - auch von der FDP - man beachte, das geht jetzt schon seit Jahrzehnten so - Es werden Bausteine unreflektiert heruntergebetet, hier zuletzt z.B. dass Sucht ein Problem darstellt und sobald genügend Therapieplätze für die Süchtigen vorhanden wären (nachdem man 80 Jahre darum kämpfte o.ä.!) würde man dazu übergehen, die Drogenpolitik etwas weniger restriktiv zu gestalten, denn im Moment müsse man die Allgemeinheit vor solchen schweren Folgen der Sucht schützen, daher sei die Prohibition angemessen...

Wie lange muss man sich das anhören? Wann hört das auf, dass man Cannabis automatisch mit Missbrauch und Schwerstabhängigkeit in Verbindung bringt und bei Alkohol maßvollen Umgang voraussetzt?
Ich weiß es ganz genau: Es wird nie aufhören.

Wie oben bei der Flaschenpost: eher noch wird man auf eine solche eine Antwort bekommen nachdem sie ins Meer geworfen wurde.

Und überhaupt: "FDP soll Cannabiskonsumenten entkriminalisieren" - so ein Schwachsinn - selbst wenn sie es mit allen Mitteln versuchen würde, wäre niemals eine Mehrheit dafür vorhanden, also bitte, hört doch endlich auf damit, diese Flaschenpost ins Meer zu werfen - es ist so an der Realität vorbei.

Man gönnt niemandem etwas, was man selber ablehnt - denn dafür wäre eine ungeahnte Tolerant nötig, die noch nicht einmal geboren ist. Das ist der eigentliche Teufelskreis.

Man kann bis zum Äußersten gehen ohne damit ein Umdenken herbeizuführen!

Man bedenke z.B. die Ausführungen des Herrn Prof. Dr. Lorenz Böllinger (bitte Googeln, auf www.cannabislegal.de sein Statement), der schon 2001 feststellte, dass die Drogenpolitik -hier am Beispiel der Fahrerlaubnis-Thematik- verfassungswidrig ist. Wen interessierts?

Liebe Freunde, es gibt weitaus unbedeutendere Schlagzeilen, die aber trotzdem einen öffentlichen Aufschrei hervorrufen. Aber eine kleine Verfassungswidrigkeit? Halbwahrheiten- Textbausteine- Halbwahrheiten- Textbausteine- seit Jahren dasselbe.

Fazit - bevor ein Umdenken stattfindet wird eher das Frauenwahlrecht aufgehoben...

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Reaktion des Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin (SCM)

Antwort Nr.27 vom 14.10.2009
Upload von:
markus(et)selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de
Absender:
Tonja Kuhn
Text der Antwort:
Auch wir haben am Protestmailer teilgenommen, und eine gleichlautende Antwort wie alle erhalten. Unsere Reaktion darauf im Folgenden:

Sehr geehrte Frau Kuhn,

vielen Dank für Ihre prompte Antwort.

Als langjähriger Patient und Cannabisnutzer - inzwischen legal in Form des halbsynthetisch hergestellten, aber für viele unerschwinglich teuren Rezepturarzneimittels "Dronabinol" - und als ein Sprecher des Selbsthilfenetzwerks Cannabis Medizin (SCM) stehen für mich die medizinischen Belange hinsichtlich Cannabis klar im Vordergrund. Da wir jedoch auch immer wieder mit all den Argumenten wie Jugendschutz etc. gegen eine medizinische (!) Cannabisnutzung konfrontiert werden, möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, auch bzgl. Cannabis im Allgemeinen einige Punkte aufzugreifen. Denn einerseits teile ich durchaus Ihre Bedenken bzgl. des Trugbildes einer völligen Unbedenklichkeit des Hanfkonsums, insbesondere unter Jugendlichen, sehe aber andererseits anhand Ihrer Antwort auch erheblichen Aufklärungsbedarf in den Reihen der FDP.

Sie schreiben, Cannabis werde "immer giftiger", obwohl gerade Cannabinoide als nicht toxisch gelten. Die insb. von populistichen Medien gerne gewählte Bezeichnung "Rauschgift" für Cannabis ist daher völlig unangebracht, und erzeugt möglicherweise auch in Ihrer Partei ein völlig falsches Bild. Eine Toxizität ist bei Cannabis allenfalls dadurch gegeben, dass in den letzten Jahren durch profitgierige Händler vermehrt Cannabis mit Fremdstoffen gestreckt wird, darunter feinste Glassplitter, Blei und Kunststoff - Gefahren, die durch die Erlaubnis zum Eigenanbau weniger Pflanzen für den Eigenbedarf völlig eliminiert werden könnte. Ein echtes Rausch- und Nervengift wurde dagegen völlig ungestraft bis vor wenigen Tagen in Großmengen unter Erzielung hoher Gewinne auf dem Münchner Oktoberfest ausgeschenkt!

Auch das Zerrbild vom "immer stärker werdenden Gras" kann ich nicht so stehen lassen. Wie in jedem Bereich der Wirtschaft - gerade hier besitzt ja die FDP besondere Kompetenz - wird selbstverständlich eine Rationalisierung und eine damit verbundene Gewinnmaximierung angestrebt, so dass bzgl. Cannabis mitunter ertragreiche Sorten und ausgeklügelte Anbaumethoden zum Einsatz kommen. Abgesehen davon, dass Cannabis mit einem THC-Gehalt von 20% in der Praxis so gut wie nicht erhältlich ist, und der Steigerung des Wirkstoffgehalts natürliche Grenzen gesetzt sind - schließlich beansprucht die eigentliche Pflanze einen erheblichen Anteil an Biomasse, ohne die sie nicht existieren kann - sollte Ihnen doch klar sein, dass der Rationalisierungsvorteil NICHT an den Konsumenten weitergereicht wird: Cannabis mit hohem Gehalt wird selbstverständlich zu entsprechend hohen Schwarzmarktpreisen gehandelt. Konsumenten dosieren "gutes" Cannabis entsprechend niedriger - allein schon aus Kostengründen. Cannabis von heute bleibt daher durchaus vergleichbar mit Cannabis aus den 70er-Jahren!

Einen klaren, wissenschaftlichen Beleg für den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem Auftreten von Psychosen kann ich nicht finden. Sie schreiben selbst, dass fast jeder zweite Jugendliche Erfahrung mit Cannabis hat. Würde ein signifikantes Risiko einer Psychose durch Cannabiskonsum bestehen, müsste sich dies an einem überaus signifikanten Anteil von Jugendlichen, die eine Psychose erleiden, widerspiegeln. Und selbst dann stellt sich die Frage nach der Henne und dem Ei: wer war zuerst da, die Veranlagung zur Psychose, oder der Cannabiskonsum?

Im Übrigen: gerade wenn Sie um den Schutz der Jugend bemüht sind: bitte sehen sie sich an, welche Dimensionen der Alkoholmissbrauch während der letzten Jahre gerade unter Jugendlichen angenommen hat! Sicher ist Ihnen der Begriff der Alkoholpsychose nicht unbekannt. Warum wird dieses Risiko bei Alkohol ignoriert, bei Cannabis dagegen hochgespielt?

Keine Droge ist frei von Risiken, auch Cannabis nicht, aber mit Verlaub: mit scheint, dass die gefürchtete "Cannabispsychose" viel mehr als Scheinargument benutzt wird, wenn alle anderen logischen Argumente versagen.

Ihr Bestreben der Entkriminalisierung gelegentlichen Cannabiskonsums begrüße ich, würde jedoch gerne mehr über Ihren Weg dorthin erfahren.
Gegenwärtig wird Erwachsenen wie Jugendlichen dadurch "geholfen", dass sie wie Verbrecher behandelt und zu Geld- und/oder Freiheitsstrafen verurteilt werden:

* Sie verlieren Ihren Führerschein oder erhalten eine Führerscheinsperre, und zwar unabhängig davon, ob überhaupt jemals unter Cannabiseinfluss gefahren wurde.
* Durch die Verurteilung als Verbrecher verlieren sie ihren Job, bzw. verlieren durch die eingetragene Vorstrafe jede Chance, jemals einem vernünftigen Job nachgehen zu können.
* Selbst Patienten, die Cannabis aus medizinischen Gründen verwenden MÜSSEN, bleiben nicht vor Strafverfolgung verschont, sondern werden ohne Rücksicht auf Verluste in entwürdigender Weise durch die Justiz gequält und kaputt gemacht.

Und dies alles "im Namen des Volkes"?! Langsam schäme ich mich, Bürger dieses Landes zu sein. Wir reagieren empört darauf, wenn sich Frau Ramelow weigert, die ehemalige DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen, und kehren dabei einfach unter den Teppich, mit welcher Willkür und Unverhältnismäßigkeit sich unser sogenannter "Rechtsstaat" an einem nicht unerheblichen Teil der eigenen Bürger austobt?!

Dies kann weder im Interesse des Staates noch Ihrer Partei liegen!

Bitte teilen Sie mir mehr über Ihre konkreten Maßnahmen mit, die zur angestrebten Entkriminalisierung führen sollen, insbesondere auch hinsichtlich des medizinischen Gebrauchs durch Patienten.

Diese e-mail wird auf unserem Internet-Blog http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de veröffentlicht. Gerne stehe wir Ihnen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung, und verbleiben


mit freundlichen Grüßen
i.A. Markus Einsle
Sprecher Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin

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Protestmailer mehr als Flaschenpost

Antwort Nr.28 vom 15.10.09
Upload von:
Georg.Wurth(et)hanfverband.de
Absender:
Georg Wurth / DHV
Text der Antwort:
Zu den Zweifeln am Sinn der Protestmails, insbesondere Antwort Nr. 23 - Protestmailer = Flaschenpost - ein paar Erläuterungen.

> Hat man das Gefühl, ein politisches Statement abgegeben zu haben, dann war das aber auch schon alles.
Das ist doch schonmal was. Viel mehr kann man von einer Protestmail tatsächlich nicht erwarten. Es geht ja gerade darum, dass möglichst viele Menschen Statements Pro Legalisierung an die richtigen Stellen bringen.

> Lächerlich. Als ob man dadurch ernsthaft geführte Auseinandersetzungen in Gang setzen würde - eine Farce.
Abgesehen davon, dass ich mittlerweile sehr viele gute Antworten auf die Antwort der FDP gelesen habe, was dort zumindest zur Kenntnis genommen werden dürfte: Du weißt doch gar nicht, ob und welche Diskussionen die Aktion innerhalb der FDP auslöst.

> Bitte nicht schon wieder wegen der paar Textbaustein-Antworten auch noch dem Irrtum verfallen, politisch aktiv gewesen zu sein. Die vorangegangenen Mailer haben gezeigt, dass es keinen wesentlichen Unterschied macht, ob 100 oder 10 000 Leute schreiben oder gar niemand. Wirklich, es bewirkt rein garnichts!
Was erwartest du? Klar ist es nicht so, dass 1.000 Leute über die DHV-webseite eine Mail abschicken und schon wird ein Gesetz oder ein Parteiprogramm geändert. Klar wird da erstmal - wenn überhaupt - mit Textbausteinen geantwortet. Das finde ich auch ok. Schließlich haben ja auch die meisten Nutzer des Protestmailers unsere Textbausteine genutzt.

Letztendlich geht es beim Protestmailer darum, ein Zeichen zu setzen, einen Impuls in dieser Frage zu setzten...

> Dass mit dem Cannabis ist für Politiker, gerade wenn sie an der Macht sind, die unwichtigste Sache der Welt - lästig und nicht relevant.
Für Politiker sind Themen relevant, die den Wähler potentiell interessieren. Deshalb glaube ich schon, dass es einen Unterschied macht, wie viele Leute mitmachen und dass es die Aktionen überhaupt gibt. Bisher waren die Kiffer imm viel zu ruhig. Das habe ich auch schon mehrfach von Parteienvertretern gehört: Es rührt sich ja niemand, es gibt keinen gesellschaftlichen Druck. Zur letzten Wahl hat die FDP vielleicht 5 solche mails bekommen, dieses Jahr sind es zusammen weit über tausend. Klar macht das einen Unterschied, auch wenn er nicht sofort sichtbar wird.

Wir werden noch viele solche kleinen Impulse setzten müssen, aber sie haben ihren Sinn. Ich bin davon überzeugt, dass jede Mail, die jemand an Politiker oder Medien schickt, eine Auswirkung hat und ein kleiner Beitrag zur Legalisierung sein wird. Und insbesondere der DHV-Protestmailer hat dazu geführt, dass viele Menschen sich zum ersten mal getraut haben, sich überhaupt zu dem Thema zu äußern.

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Reaktion auf Feedback Nr. 23 und 28

Antwort Nr.29 vom 16.102009
Absender:
Logain
Text der Antwort:
Zu Beginn möchte ich mitteilen, dass ich der Antwort 28 zustimme und diese noch weiter ausführen möchte.

Wenn man bedenkt, dass ich gestern erst meine Protestmail geschrieben habe und seit dem 20 Leute mehr eine E-Mail verschickt haben, kann man sagen dass die Anzahl an den "Kiffern" (hier in Anführungsstriche gesetzt, da ich bezug auf die eher herablassend erscheinende Benutzung des Wortes in der Antwort 23 nehme) weit aus höher ist als man denkt. Hier werden augenscheinlich nur eine kleine Anzahl der Canabiskonsumenten aus Deutschland vertreten. Ich selber komme aus Nord-Rhein-Westfalen und habe erst vor 4 Monaten von dieser Seite erfahren. Zu erst denkt man sich nichts dabei, eine Kleine Zusammenkunft mehr nicht. Doch dann kommen immer mehr Leute dazu, weil manche Aktionen zumindest ein Anfang sind.

Ohne einen Anfang, wie soll sich da etwas ändern?

Klar ändert es sich nicht sofort, aber dadurch, dass ich diese Aktion ziemlich gut fand, bin ich auf die Idee gekommen vielen meiner Freunde diese Seite zu empfehlen. Selbst wenn nur ein kleiner Teil dieser Leute auf diese Seite geht, sind es doch mehr Leute geworden die sich daran beteiligen etwas ändern zu wollen.

Ich habe einen Bekannten der der Meinung ist, dass sich eh nichts ändern wird, na klar, wie denn auch, wenn solche Aktionen von vorn herein nicht unterstützt. Logisch passiert dann nichts. Und später wird dann von den Leuten die sich nicht beteiligt haben gesagt, "ich habe es euch doch gesagt dass sich nichts ändern wird".
Er ist der Meinung, dass nur die Grünen das ändern könnten, aber warum sich immer auf die anderen verlassen? Selber mal etwas in die Hand nehmen.

Das Problem ist, dass die vielen Canabiskonsumenten sich nicht trauen, ihre Meinung zu veröffentlichen und dafür einzustehen. Weil der Arbeitsgeber es herausfinden könnte, weil eventuell mit Sanktionen seitens öffentlicher Organe zu rechnen ist oder dergleichen. Aber es ändert sich nur was und der Canabiskonsument wird nur dann entkriminalisiert, wenn er sich selber dafür einsetzt, dass etwas geändert werden soll.

Natürlich ist offensichtlich kein Bedarf da etwas zu ändern, weil sich niemand beschwert. Aber so ist es nicht, man beschwert sich und die Anzahl der Canabiskonsumenten in Deutschland ist nicht so gering wie alle meinen, noch ist es ein Jugenddroge wie behauptet wird und es sei nur ein Phänomen. Es gibt Konsumenten in allen Alterstufen, von 15-65 Jahren. Nur die die es betrifft können was daran ändern, das kann kein anderer und durch so eine Einstellung wie die Person in Antwort 23 an den Tag legt, ändert sich eh nichts!

Mit freundlichen Grüssen
Ein Canabiskonsument

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Standardantwort

Antwort Nr.30 vom 05.10.2009
Absender:
Anna Maria Schulze
Text der Antwort:
Huhu!

Ich habe auch die Standardantwort im Postfächlein (Obwohl ich den Protestmailer etwas gekürzt habe, weil unwürdig bin ich zum Glück von der Polizei noch nicht behandelt worden) und finde es schon mal lieb, das überhaupt eine Antwort kommt. Dann weiß man ja wenigstens, das die meine Nachricht auch erhalten haben.
Jetzt nicht so, das ich die ganzen Tage bekifft in der Ecke lag, ich schaue einfach nicht so oft in mein Postfächlein.

Jo, das war´s. Eigentlich wollte ich hier ja auch noch einiges Schreiben, aber das meißte ist schon gesagt.

Nur an #7: Rege Dich nicht weiter auf, das bringt nichts. Landest du höchstens in der Klapse und dann war es bestimmt wieder der schlimme Haschischkonsum, der Dich dahin gebracht hat. Rauche Dir einen und beruhige Dich und lächel über die anderen, auch wenn es manchmal schwer fällt, das alles noch mit Humor zu nehmen :)

Na und das keine Droge etwas für Kinder oder Jugendliche ist, erst recht kein schlecht gebrannter Schnaps oder verseuchtes Hasch oder Marihuana. Teilweise treffen die Argumente der Legalisierungsgegner ja zu, aber dann müßte man z.B. wegen der Verkehrstoten auch das KFZ verbieten. So ungefähr jedenfalls.

Also ich möchte fast wetten, das der Haschichkonsum nach einer kurzen Anfangsphase nicht steigt, sondern eher abnimmt nach einer Legalisierung. Alleine weil dann hoffentlich die Qualität so wie in den Niederlanden wäre.

Haltet alle die Ohren steif !
NRj_66

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Talk Talk Talk

Antwort Nr.31 vom 19.10.2009
Absender:
Kritiker
Text der Antwort:
Guten Tag,

lange möchte ich mich nicht mit der Diskussion aufhalten - die Legalisierung ist das Maß der Dinge und wartet nur auf die Politiker. Ärzte, Väter, Polizisten, Proletarier und natürlich Advokaten sehen dieses Factum auch.

Was mir bleibt, ist etwas zu philosophieren in dieser wunderbaren Runde, die uns das gibt, was wir benötigen: Teamgeist.

Eine lamentierende Haltung ist in allen Sphären des Lebens dem Frohmut zuwider. Stück für Stück kann ein Haus nur gebaut werden. Jeder, der das anders sieht, hat meiner Einsicht nach eine gewisse Form von Größenwahn und unbegründeten Dünkel. Ich finde es jedoch weniger schlimm, wenn einer mal tranfunzelig-hochmütig ist, als die Tatsache, dass manche gerne kriminell sind und es cool finden, Shit in einer Society zu dampfen, die diese Qualmwolken verachtet.

An dieser Stelle möcht ich erzählen, wie es dazu kam, dass ich mich gern bereit erkläre, gelegentlich zu kiffen: Als ich über ein bekannte Online Community mit drei Buchstäbelchen Freunden mein Plädoyer "pro Legalisierung" geschickt habe und dabei gutes Echo bekommen habe von Nichtkiffern und schlechtes von Kiffern. Hm, fragt man sich, was das soll, aber es ist wirklich so, dass die Vernunft, sozusagen als Sprachrohr der Gesellschaft, sagt, "macht es legal", aber das schlechte Verhalten von manchen, die nur lamentieren können, dem ganzen im Weg steht.

Allerdings ist bemerkenswert, dass noch zu wenig Werbung gemacht worden ist, dass auch alle Kiffer der Nation wirklich überzeugt (in einem common sense) und auch die lamentierenden Vettern von ihrem veralteten Weltbild wegzubewegen vermag. Das geht natürlich mit den Medien einher. Wie deren Haltung im Detail ist kann man erahnen. Viva würde es wahrscheinlich mehr bewegen, denn die Öffentlichen, obwohl gerade die Legalisierung auf öffentlich-rechtliches und nicht privates Interesse stößt. Dass hier aber eher die Sensationslust und Panikgier gemeint ist, tut nichts zur Sache, dass die Vernunft öffentlich-rechtlich ist.

Der Kiffer, der nur stumm daheim rumsitzt kann auch das zu Wort bringen, dann sieht man die Unfreiheit und jeder kann helfen, dass es sich bessert. Ich habe lange Zeit in der Öffentlichkeit ein ungutes Gefühl mitgetragen, wenn ich mit mehr wie fünf Gramm herumgelaufen bin (weil diese "geringen Menge" Instanzen ja meistens eingestellt werden). Egal wo.
Heute ist es mir noch genauso ungut, aber das schlechte Gefühl ist weg, weil ich im Falle, dass ich erwischt werde weiß, dass ich sagen kann, warum ich kiffe und weshalb. Weil das sowohl mit meinen vernunftorientierten und spirituellen Überzeugungen im Einklang ist, ist es kein Problem mehr. Ich habe mein Schicksal so gut es geht in der Hand und alles andere ist das Risiko, dass ich gerne auf mich nehme, weil ich weiß dass die Tat, die ich tue keinem anderen Schaden zufügt. Die Tilgung des schlechten Gefühls hat so lange gedauert bis zu Zeitpunkt, als ich über das Web angefangen habe mich mit anderen auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Auch das engagieren für die Sache spielt eine Rolle.

Warum der Kiffer kein Druck auf die Politik ausübt, ist genauso, warum der Skatspieler den Gegner kontriert: Es gehört sich so. Nur leider ist Skat nicht illegal, nein soweit wollen wir nicht gehen, eher ist es schade, dass Cannabis so hochpotentiert oppositionalisiert wird. Scheinbar haben es die Fixer da leichter.
Jedoch ist es erstaunlich, wieviel mögliche Gegenentwürfe auf Aktionen "pro Cannabis" schon in die Geschichte eingegangen sind. Dabei sind Emails gratis und der Gegenentwurf kommt den Konsumenten teuer zu stehen, abgesehen davon, dass sie aus Sicht der Politik sowieso Unmächtige sind. Trotzdem ist die Politik in der Ohnmacht hat man den Eindruck. Mann frägt sich, welche Mythen dort aufgekocht wurden und ob sie von Göttern oder nicht doch von Hexen stammen. Krampfhafte Antworten in einer Sprache, die sophistisch argumentiert und das nicht einmal wervoll, wie es dem Namen nach gerecht wäre, deuten eher auf Letzteres. Liebe zur Pedanterie zeichnet dabei nicht einmal den einzelnen Drogenminister aus, dem wir es leid haben gerade mal wieder unsere Anliegen aufzudrücken, wie im aktuellen Stadium SPD-Mitglied Frau Bätzing, sondern die öffentliche Meinung, die gerne sich umstimmen lässt, wenn andere Argumente mehr Sexappeal haben. Die Nation lechzt danach wie ein Hund, der rein instinktiv entscheidet, ob er lieber Fresschen will - in momento - oder Gassi. Diese Irrationalität macht es nicht leicht, aber es ist kein Problem, dass zu ändern, wenn man rationale Herangehensweisen vorzieht.

Wir fragen uns also, warum die Medien, das Thema meiden. Weil der Gesellschaft das Wohl der Kiffer egal ist. Das wäre aber nur die nihilisitsche Sicht. Im Großen und Ganzen kann und möchte ich davon ausgehen und es wäre auch nicht dem bürgerlichen-humanistischen Ideal entsprechend, der keinem Menschen etwas schlechtes wünscht außer dem Proletariat. Ich denke eher es sind zwei Faktoren, die erklären, warum es noch nicht zum Gipfeltreffen gekommen ist.

1.) Evolution wird mit Revolution verwechselt. Die epochale Stufe in der Geschichte der Drogenpolitik Deutschlands, die richterliche Freisprechung wegen geringer Menge, spricht wieder für die Evolution. Wobei die Justiz schon immer weiter war als das gemeine Volk betreffs Verstand. Aber gerade die Vernunft ist es die nur scheinbar revolutionistisch ist, in Wahrheit zeigt sich, dass es nur evolutionistisch ist. Im Endeffekt spielt es auch keine Rolle wie es ist, es zählt nur ob es logisch und gut ist oder verworren, wie aktuell.

2.) Der Nutzen. Man muss der breiten Masse erst mal klarmachen, welchen Nutzen das Ganze (für sie individuell) hat und das ist genauso unklar und zweideutig wie die Gegenargumente der Politik auf Protestaktionen. Die Regierung hat vielleicht mehr Interesse an den Kriminellen und deren Strafgeldern, als an Steuergeldern von Cannabisprodukten. Fragt man sich letztlich, was politisch besser ist - von moralisch ganz zu schweigen - und mehr Macht einbringt: Das Geld schön einsacken und sicher um die eigene S-Klasse sein oder seine Mitbürger aus Justiz und Polizei zu erleichtern in ihrem Alltag, die sich womöglich nicht mit solchen Fällen identifiziert. Wohl eher das Letztere.

Außerdem ist der Nutzen der Diskurses um Cannabis, solange er unter der Schirmherrschaft der Illegalität steht, nicht aufklärerisch genug um die Prävention zu bewirken, die die Politiker anstreben. Wenn man den Nutzen erst mal genießen möchte, muss man die ganze sinnlose Hin- und Herschieberei einzelner Lippenbekenntnisse unterlassen, das heisst praktisch legalisieren und den alles entartenden Faktor, die dogmatischen Ansprüche, das von Bätzing in SternTv bezeichnete "Hase-und-Igel-Spiel", Vergangenheit sein lassen.

Vielleicht findet es die Politik auch untugendhaft. Dass ein Kiffer andere Tugenden als ein Säufer aufweist wird dabei vergessen. Es wird garnicht öffentlich verglichen, sondern nur psychologisch gemessen. Statistiken halten dann her. Statistiken sind jedoch schon immer ein sehr oberflächliches Bild von etwas. Zwar äußerst genau, aber zu detailliert. Darum ist es ebenso fragwürdig ob es tugendhaft ist, sich auf diesen Pfad begeben zu haben. Solange es wenigstens der Machterhaltung dient mag es sein, doch da lasse ich anderen den Vortritt.

Eine persönlich Erfahrung mit der vermeindlichen Untugend der Kiffer hatte ich, als ich vom Zug von Aachen aus nach Köln fuhr. Kaum eingestiegen kamen Beamten in Zivil und fingen an mit dem üblichen Programm. Als sich allerdings trotz eines extremen Rauschs herausgestellt hat, dass ich nichts besessen hatte war die Freude der Beamten dahin, es wurde sogar unterstellt, dass ich "doch was besäße" und es jetzt herausrücken soll, aber ausziehen wollten sie mich dann doch nicht. Jedenfalls war mein Reisenachbar positiv überrascht, über die Tatsache, dass nichts gefunden wurde oder da die Beamten nun vondannen waren, bleibt ungewiss, wir begannen zu plaudern und hatten eine angenehme Unterhaltung.

Viele Kiffer sind trotz ihrem Hass auf die Umstände nicht bereit etwas zu ändern, das ist schade, aber ok, schließlich will nicht jeder sein Gesicht zeigen. Es ist aber auch schade für die Politik, die sich Prävention erhofft, aber einsehen muss, dass sie es nur über Totalität womöglich schafft und nicht über Freiheit. Der potentielle Kiffer würde es begrüßen, wenn er nicht auf eine Schlucht gucken muss, wenn er sich vor die Entscheidung stellt, sondern auf eine grüne Wiese :)

MfG

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Meine Erfahrungen mit Cannabis

Antwort Nr.32 vom 20.10.2009
Absender:
Weedhelm
Text der Antwort:
Hallo,

Ich möchte eine Kleine Geschichte über jenes Kraut erzählen,
Das so gescholten wird in unserm herzlich schönen Lande,
Wir Quarzdampfer haltens damit nicht mehr aufrecht ohne zu Gähnen,
Es ist mittlerweile gar gestreckt mit ostfriesischem Sande
Und trotzdem wird auf Uns rumgehackt als wären wir Bretter.

Gesetztlich ist Das auf keinen Fall und noch dazu kontraproduktiv,
Als ich zum ersten Mal einen Joint sah war ich ganze Fünfzehn,
Mittlerweile 20 damit strafbar - Somit interessierts nicht ob ich kiff,
Aber Geld könnte man bei mir ja noch finden für jene Industrie der Seelen.
Ich sage legal ab 21! Dann kommen Kiffkinder auf keinen Fall in Kontakt,
Und Cannabis-Psychotherapie-Pubertät-Stellen werden endlich wieder abgeschafft!

Es ist wie mit Allem, was zählt ist das richtige Auge und Mäßigung,
Bei Cannabis fliegt man eine Runde, vergisst des Erdes Pracht und Ruhm.
Doch Illegal sind die Vorurteile wie Eis und die Wahrheit bleibt stumm,
Durch den Verbot des Besitzes und der Erlaubnis des Konsums,
Wir verlangen diesen idiotischen Quatsch endlich zu umgehen
Und durch eine Gesetzesänderung die Legalität des Besitzes zu regeln!

Der Kampf ist ein langer, aber er ist friedlich und sozial,
Wie ein Zyniker und Kifffeind nicht recht behält mit seinem Hass,
Macht es doch nichts um die Wahrheit, dass wir gerne kiffen, halt mal,
Nicht jeden Tag wie Du gerne annimmst, Du bist ja was!
Die Tage der Unfreiheit des Kiffens in Deutschland werden enden
Und jeder kann sich vertrauensvoll an seinen Nachbar wenden.

Ohne auf dem Schwarzmarkt zu lungern ist unser Ziel und die Vorgabe,
Denn der nasse Asphalt bebt und die Kommunikation zum Nachbar fehlt,
Mit meinem Kifffreund zu reden ist lediglich was ich will und die Gabe,
Legalität heißt mehr als bloß kiffen und ist was zählt,
Weil Illegalität schon seit Menschen Gedenken quält und nicht vermählt.

Das Kraut das wir so lieben ist geschieden mit Vater Staat,
Ich hoffe er erhört die Bitten zur Gesetzesänderung mit Verständnis,
Jedoch Ich rauche jetzt meinen Feierabendjoint, Feuer: eben grad.
Mein Richter ist auf meiner Seite - und das ohne Hirnriss.
Die schizophrene Gesetzeslage hat mehr psychotisches Gedankengut,
Als ein Jugendlicher in Pubertären Krisen, was nichts zur Sache tut,

Dass das veraltete Weltbild umgewälzt wird und Kiffer legal sind!

Vielen Dank

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Meine Analyse der Antwort der FDP

Antwort Nr.33 vom 21.10.2009
Absender:
cake
Text der Antwort:
Sehr geehrte Damen und Herren, der Antwortbrief der F.D.P. muss näher erläutert werden anhand von dekonstruktivistischen Methoden. Der Sinn der Begrifflichkeiten scheint unklar. Darum die folgende Analyse.

1. "In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis"
Es gibt in Deutschland nur eine einzige Diskussion um die Legalisierung, die seit langer Zeit schon praktiziert wird. Der Terminus "Cannabislegalisierung" steht nur für eine einzigen Bedeutungsinhalt im Gegensatz zu "Diskussionen".

2. "Die in der Öffentlichkeit oft geäußerte völlige Unbedenklichkeit des Hanfkonsums entspricht jedoch nicht den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen"
Die völlige Unbedenklichkeit von Hanfkonsums ist unzureichend in zweierlei Hinsicht. Zur Begriffserläuterung; Hanf steht nicht für den Konsum, sondern für die botanische Bezeichnung der Cannabispflanze im Deutschen. Für den Konsum stehen dagegen in erster Linie "Marihuana" und "Haschisch". Desweiteren zur Sinnerläuterung; es ist von der Öffentlichkeit gerade nicht die von Ihnen genannte "völlige Unbedenklichkeit" geäußert worden, sondern eher die Scheu und das Unwissen der Öffentlichkeit. Befragungen zeigen tendenziell, dass die Öffentlichkeit eine oberflächliche "Meinung" zum Thema Cannabis hat. Worauf sie hingegen ansprechen ist, dass die Hanflobby als solche eine völlige Unbedenklichkeit propagiert, was jedoch eine grobe Unterstellung ist, wenn man diejenigen Gruppen betrachtet, die sich ernsthaft mit dem Thema Legalisierung auseinandersetzen. Gerade diese Gruppen haben, neben parteilosen Gruppen, eine breite Aufklärung zu diesem Thema geleistet, was Sie allerdings als belanglos betrachten im Zuge Ihres Argumentes, dass die wissenschaftlichen Studien Ergebnisse hervorgebracht haben, die allerdings, und hierauf kommt es letztlich an, nicht gegen die Hanflobby spricht, wie Sie es gewünscht hätten, sondern eine objektive Aufklärung zum Thema Cannabis gebracht haben, was z.B. die in dieser Protestaktion gezeigten neueren Studien bzgl. "kein Verhältnis zwischen Cannabiskonsum und Psychosen" belegen.

3. "Experten warnen insbesondere, dass Cannabis immer stärker und immer giftiger wird"
Experten warnen nicht, sondern weisen darauf hin. Wer warnt, ist ganz alleine die Politik, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Cannabis als gesetzeswidrig einzustufen. Experten, also Wissenschaftler hingegen haben genaue Befunde und dementsprechend Erfahrungen zum Material Cannabis als solches, was letztlich zu einer objektiven Einschätzung bezüglich der Gefährlichkeit von Cannabis führt und zu keiner irrationalen Warnung. Dazu ist zu sagen, dass die einerseits die von Ihnen sogenannte Giftigkeit ein neumodischer Begriff zur subjektiven Abwertung von Drogen im Allgemeinen ist und vom objektiven Begriff "Potential" abstammt. Experten werden die Unterschiede erkennen. Andererseits ist paradoxerweise die zunehmende Giftigkeit des Cannabis nicht cannabisinhärent sondern von Außen zugefügt durch Streckmittel wie Brixx. Die Legalisierung spricht genau gegen ihr Argument, denn mit der Legalisierung fällt die Giftigkeit weg.

4. "Beispielsweise weisen Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hin."
siehe Antwort Nr.14

5. "Der Konsum von Cannabisprodukten ist eng mit dem Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalter verknüpft. Untersuchungen zeigen, dass fast jeder Zweite in der Altersgruppe der 18- bis 20jährigen Erfahrungen mit Hanf hat"
Die Legalisierung steht gleichermaßen für das Ende der Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalterkifferei, als auch für einen nicht zu unterschätzenden Appell zum Verantwortungsbewusstsein all jener potentiellen Konsumenten im Alter von über, modellhaft, 21 Jahren.

6. "Wenn auch der Großteil der Jugendlichen nur selten Cannabis raucht oder der Konsum später beendet wird, wächst die Zahl derjenigen, die exzessiv konsumieren"
Exzessiver Konsum ist kein notwendiger und angemessener Betrachtungsgegenstand für politische Erwägungen gegen die Legalisierung zu argumentieren. Statt dessen ein ernst zu nehmender Faktor für gesellschaftliche. Die Politik tut nichts zur Sache. Die Gründe für "exzessiven Konsum" von der "Zahl derjeniger" ist darauf zurückzuführen, dass es illegal ist und die einzelnen Konsumenten dementsprechend diskriminiert sind und zu solchen Verhaltensmustern greifen. Psychologische Untersuchungen einzelner Fälle von ambulanten oder ganztägigen Psychotherapeutie-Stationen speziell für Cannabis könnten Ihnen darüber, bei Bedarf, Gewissheit geben.

7. "Nach aktuellem Forschungsstand kann davon ausgegangen werden, dass etwa 10 bis 15 % aller Konsumenten und Konsumentinnen nach internationalen Diagnosestandards einen abhängigen Cannabiskonsum aufweisen"
Mit legalen Mitteln wäre diese Zahl, bei entsprechender ökonomischer Umstrukturierung und Anpassung, mit Sicherheit geringer. Der Sinn der Legalisierung ist kein konsumverherrlichender

8. "Cannabiskonsumenten rauchen zudem häufiger Zigaretten und haben eine durchschnittlich größere Affinität zum exzessiven Alkoholkonsum"
Die Wesensverwandschaft zum exzessiven Alkoholkonsum steht für eine Hyperbel im Sinne von "exzessiv" (extrem hoch). Außerdem ist herausgefunden worden, dass bei Befragungen zum Thema "Alkohol oder Cannabis" eine geradeze hervorstechende Differenzierungsbereitschaft besteht und die Befragten sehr wohl zwischen beiden Substanzen zu trennen vermöchten. Die "Affinität" beider Substanzen ist darauf zurückzuführen, dass das eine legal, das andere jedoch illegal ist. Trotz dieser Tatsache sind beide Substanzen, neben Nikotin, die zwei "Kultdrogen" schlechthin. Mit der Legalisierung würde diese Affinität wegfallen, da die Differenzierung von legal und illegal zu erst das Bewusstsein ergreift und dann erst die Substanz an sich. Der Vergleich mit Nikotin zeigt dass zwischen Alkohol und Nikotin eine Affinität besteht, die jedoch nicht vom Widerspruch der Gesetztlichkeit steht wie bei Alkohol und Cannabis. Die Affinität ist somit auf die Kriminalisierung zurückzuführen.

9. "Allerdings hält die FDP den Weg, den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, für richtig"
Erst durch die Legalisierung an und für sich hält die F.D.P. es für richtig den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, da die sogenannten "Gelegenheitskonsumenten" von Besitz- und Handelskriminalisierung befreit werden müssen, um in der Praxis auch gelegentlich konsumieren zu können. Der sogenannte "Weg" ist nur gelaufen ein Weg und nicht betrachtet-

10. "Es gilt angemessen und verhältnismäßig auf die Tatsache zu reagieren, dass das gelegentliche Rauchen eines Joints ein gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht repressiv und mit aller Staatsmacht angegangen werden muss"
Aller Staatsmacht?! Wer glauben sie eigentlich bedroht sie von den 4 Mio. Kiffern in Deutschland? Antwort: niemand. Somit bedarf es keines Militärs oder dergleichen. Zweitens: Ein gesellschaftliches Phänomen ist das Rauchen eines Joints doch schon lange nicht mehr oder glauben sie ehrlich, dass es noch jemand erfahrungsfrei so richtig verwundert, wenn man über "Joints" redet. Ich denke nicht, dass sie mit dieser Behauptung die Wahrheit treffen. "Verhätnismäßiges Angehen" an jenes Phänomen ist ein interessanter Terminus. Die exzessiven Jugendlichen im Hintergrund verweisen eher darauf, dass ein verhältnismäßiges Angehen Mangelware ist, da verhältnismäßig sich auf rechtmäßig und damit gerecht bezieht, aber ein Mensch, dem Gerechtes wiederfährt neigt in der Regel nicht zu einem derartigen Konsummuster.

11. "Hier muss nach praktikablen Lösungen gesucht werden, die auch die Behörden und Gerichte so gering wie möglich belasten."
Die einzig "praktikable Lösung" ist die Legalisierung, weil sie mit der Freistellung des Umgangs mit Cannabis für ein praktisches Verhalten steht, das nicht gekennzeichnet ist von politischen Dikussionen und Erwägungen zum Wohl der sowieso illegitimen Konsumenten, sondern von dem schonungslosen Umgang damit, der die Tatsachen offen ans Licht bringt und nicht hinter verschlossenen Türen ein "hätte, wenn und aber" praktiziert. Man muss differenzieren zwischen Aufwand und Nutzen. Die Kriminalisierung steht für viel Aufwand und wenig Nutzen. Die praktikablere Lösung ist somit die Legalisierung mit weniger Aufwand und mehr Nutzen.

12. "Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Gefahren, die entstehen, sobald aus dem gelegentlichen Konsum ein Dauerkonsum wird und die Konsumenten keine Erwachsenen sondern Kinder sind, verlangen eine Intensivierung der Aufklärungsarbeit"
Die Aufklärungsarbeit ist mit sämtlichen wissenschaftlich exakten Studien bereits an einem hohen Level angekommen und es ist entweder Größenwahn oder Ausweichmanöver wenn man eine "Intensivierung" dergleichen fordert. Solange die ein Kind die Möglichkeiten hat an Cannabis zu kommen wird er sie auch nutzen, wenn er will und sie stehen hier und sagen scheinhaft, dass gesellschaftliche Gefahren davon ausgehen. Dann möchte ich an ihre Einsicht appellieren und die Tatsache hervorheben, dass just in diesem Moment ein Kind die Folgen, wie Sie sie nennen, für sein späteres Leben auf sich nimmt, weil der Staat BRD mit der Möglichkeit eines Drogenmarktes solche Handlungen zur Verfügung stellt. Aber, abstrakt gesehen, werden die Folgen auch andere tragen müssen. Sei es im Bereich "Gesundheit" oder "Gesellschaft".

13. "Vor allem in Zeiten, in denen der Cannabiskonsum gerade bei Kindern und Jugendlichen besorgniserregend ansteigt"
Wenn es wirklich so "besorgniserregend" ist: Warum waren Sie, und ich meine die ganze Politik, einschließlich natürlich der Regierung, beim Thema "Blei in Cannabis/Leipzig" derart zögerlich mit der Aufklärungsarbeit? Ich sehe keine Verbindung

14. "Daher setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür ein, dass zudem bereits bestehende Präventionsmaßnahmen – beispielsweise der BzgA – und weitere effektive suchtspezifische Hilfsangebote und zielgruppenspezifische Präventionsansätze ausgebaut werden"
Gut gemeint, aber wenn sie moralisch wirklich gewissenhaft handeln möchten, setzen sie sich erst einmal mit der Grundlage auseinander und verzichten auf derart erhabene sich dünkende Maßnahmen wie "effektive suchtspezifische Hilfsangebote". Es ist wahrlich hilflos, was sie von sich geben, im Sinne von den einfachen Grundlagen zu diesem spezifischen Thema Cannabis. Politik ist nicht dazu da, sich lobend damit preiszugeben, dass immer höhere Maßnahmen für immer kränkere Menschen geschaffen werden. Statt dessen würde ich mir jedoch eine bodenständige Einstellung wünschen, die die Tatsachen nicht ignoriert, sondern sie ausräumt.

15. "Eine liberale Sucht- und Drogenpolitik setzt stärker auf Prävention als auf Repression. Das gilt auch für Cannabis"
Passender Schlusssatz zu einem rhetorisch dominierenden Brief. Liberal steht im Normalfall für eine dialektische Methode zwischen Prävention und Repression und damit für eine übergeordnete, vernünftige neue Lösung um das Scheinhafte aus dem Weg zu räumen, doch was sie machen ist nichts dergleichen. Im Gegenteil, der Schein wird immer größer. Auch durch immer höhere "Technologien"

Vielen Dank

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Schuld und Unschuld in der Cannabisproblematik

Antwort Nr.34 vom 25.10.2009
Absender:
cake
Text der Antwort:
Anhand von Ausschnitten des Buchs "Begriff der Angst" von S. Kierkegaard möchte ich eine kritische Beleuchtung vornehmen und Parallelen aufzeigen:

1. "Nun ist es unethisch zu sagen, die Unschuld/Unwissenheit müsse aufgehoben werden; denn selbst selbst wennn sie schon im Moment ihrer Mitteilung aufgehoben wäre, verbietet die Ethik zu vergessen, dass sie nur durch Schuld aufgehoben werden kann. Wenn man also von der Unschuld wie von der Unmittelbarkeit redet und so logisch zudringlich und grob ist, dass man dieses Flüchtigste von allem verschwunden sein lässt, oder sich zu dem, was es gewesen ist ästhetisch-empfindsam verhält, dann ist man nur geistreich und vergisst die Pointe".
Cannabislegalisierungsfeindschaften, die sich auf der wankelmutigen Seite der geistreich empfindsamen Ästhetik mit unschuldigen Glaubenssätzen einer verkrusteten Dogmatik die Unmittelbarkeit zu Eigen halten vergessen, dass die Unschuld gleich Unwissenheit ist. Die sich als unschuldig Preisenden sehen somit im Zuge ihrer Ignoranz nicht, dass durch die Mitteilung einer Unschuld diese aufgehoben wurde. Die Argumente sind somit wertlos, da die Pointe um Cannabis keine logische, sondern eine ethische Angelegenheit ist und eine Grobheit im Umgang damit zu keinem Ergebnis führen kann, dass die spekulative Illegitimität oder Legitimität von Cannbais beweist.

2. "Wie Adam die Unschuld durch die Schuld verlor, so verliert sie ein jeder Mensch.[...] Was nun Adams Unschuld betrifft, so hat es an allerhand phantastischen Vorstellungen nicht gefehlt - [...] Je phantastischer das Kleid war, in das man Adam steckte, um so unerklärlicher wurde, dass er sündigen könnte, um so entsetzlicher wurde seine Sünde. Indessen hatte er doch die ganze Herrlichkeit verscherzt, und darauf reagierte man sentimental oder witzig, schwermütig oder leichtfertig, mit historischer Zerknirschung oder phantastischer Munterkeit; doch die Pointe darin wurde nicht ethisch erfasst"
Sinnbildlich genauso für Unseren Fall: Unschuld bzgl. Cannabis, d.h. Unwissenheit, dürfte im Bereich der Erwachsenenwelt ein Phänomen darstellen- hingegen bei Kindern/Jugendlichen in häufigen Fällen nicht, was später noch eingehender erläutert wird. Genauso wie Adam einer dogmatischen Debatte zum Opfer fällt, die sich über seine vermeintlich außergewöhnlich prähumane Unschuld hermacht, ist es fernab von jeder ethischen Gesinnung, leichtfertig zu behaupten, dass diese oder jene Eigenschaft an Cannabis "besonders schlimm" sei oder auch mit phantasievoller Einsicht die "hochpotente" Indoorzüchtungsvariante, die sich doch nur als Evolution und nicht Revolution der Cannabiszucht herauskristallisiert hat, an den Pranger zu stellen. Eher Zeichen von Größenwahn, denn detaillierter Auseinandersetzung mit den Fakten zeigen sich in jenem "Kleid", dass man den Konsumenten im Deutschen Lande anlegt, damit sie doch ja nicht in die Gefahr kommen könnten eine bei Zeiten weniger schlimme Sünde im gesellschaftlichen Kontext zu begehen, wobei die Gesellschaft im Gegensatz zur Politik nicht zwangsläufig vom Einzelinteresse auf jenes Gesamtinteresse schließt, was sich an der Differenz der internationalen und nationalen Gesetze zeigt. Dass dieses Kleid gepflegt werden muss versteht sich von selbst, doch je mehr es auf diese Art gereinigt wird, desto allergischer wird die eigentliche ethische Rechtmäßigkeit auf diese Umgangsformen, da sie sich in diesem sterilen Umfeld nicht zu Hause weiß.

3. "Der ethische Rigorismus übersah die Grenze des Ethischen und war redlich genug, den Menschen nicht zuzutrauen, dass sie die Gelegenheit nutzen und dem Ganzen entschlüpfen könnten, wenn ihnen der Ausflug so leicht gemacht würde"
Der Duktus der Feinde einer legalen Handhabung beschwichtigt sich auf die lang gestaffelten Argumentationsfolge mehrerer Ergebnisse aus Wissenschaft und Medizin, was Ihnen nicht zu unterstellen ist, da sie ja der Kleidpflege der Konsumenten dienen müssen. Doch im Sinne der politischen Verantwortlichkeit ist es fragwürdig, ob es Vorbildcharakter zeigt, wenn jene rigorosen Formen die wissenschaftlichen Fakten rhetorisch verformen und damit die ethische Forderung, die einen vernünftigen Umgang verlangt, in Mitleidenschaft ziehen und tendenziell aufgrund von Machtzwecken ignorieren. Der vernünftige Umgang wäre nicht Mangelware, wenn nicht Drogenberichte im Nachhinein mit gut oder schlecht für dieses Jahr im Vergleich zum letzten beurteilt werden. Die Politik, die scheinbar nicht zutraut, dass "wenn es uns so einfach gemacht würde", eine Befreiung eintritt, hat hier garkeine Notwendigkeit, da sich der Konsum primär auf Individuen bezieht und nicht Gesellschaften, es sei denn man möchte unschuldig, im Sinne von unwissend bleiben, was jedoch unvereinbar mit der politischen Forderung ist, nämlich einen vernünftigen Umgang zu erreichen/gewähren. Die Politik möchte jedoch unwissend bleiben hat es den Anschein und hier herrscht eine Angst vor. Die durch die Unwissenheit der Gesellschaft stabilisiert wird und somit fragliche Würdigkeit besitzt. Die Angst scheint heraufbeschworen zu sein, und nicht objektiv. Der Verdacht auf ein Dogma der Politik contra Legalisierung bestätigt sich.

4. "Doch nur durch Schuld wird die Unschuld verloren, jeder Mensch verliert sie wesentlich auf dieselbe Weise, wie sie Adam verlor und es ist ebensowenig im Interesse der Ethik allen Zuschauern der Schuldigkeit klar, nicht aber zu Schuldigen zu machen, wie es im Interesse der Dogmatik ist, der Versöhnung, nicht aber zu Versöhnten zu machen"
Ähnlich ist es in diesem Falle auch. Da das politische Dogma contra Cannabis auch nicht zu Versöhnten machen könnte, selbst wenn es wollte, da die Versöhnung mit dem Antwortbrief nach dem Motto verfährt, dass Klassenunterschiede zwischen Konsumenten und Nichtkonsumenten von vorneweg bestehen. Aber die Ethik, auf die die Cannabislegalisierungslobby abzielt, verfährt nach dem Motto der spekulativen Schuldigkeit und weiß, dass die individuelle Schuldigkeit nichts mit Klassenverhältnissen zu tun haben kann, sondern allgemein ist. Deswegen ist es auch nicht von Vorteil für das Drogenministerium überhaupt ethische Forderungen nach dem Motto "gut oder schlecht" zu stellen. Die Verfahrensweise des Dogmas schließt dies aus. Die Legalisierung hat zum Ziel aufzuklären und nicht fest zu halten.

5. "Die Gattung (Gemeinschaft) hat ihre Geschichte, darin hat die Sündigkeit ihre kontinuierliche, quantitative Bestimmtheit, doch die Unschuld geht immer nur durch den qualitativen Sprung des Individuums verloren. Es ist zwar richtig, das die Sündigkeit, die der Progress der Gattung ist, bei dem Einzelnen, der sie in seinen Akt übernimmt, als größere oder kleinere Disposition erweisen kann, doch ist dies ein Mehr oder Weniger, ein quantitatives Bestimmen, das nicht den Begriff der Schuld konstituiert."
Es ist eindeutig worauf man hinauswill: Es ist genauso eine Sündigkeit, wie ein falscher Parkplatz eine Bagatelle ist und ein Loch im Strumpf eine Straftat - Man kann nicht abwägen wider der Schuld die Sündigkeit als ein qualitätives Maß zu prädisponieren, was im Streit um die Legalisierung allerdings Gang und Gäbe ist, da sich eine objektive Feindschaft "contra Cannabis" evoluiert hat, wo sie doch garkeine Notwendigkeit dazu hat, wenn sie sich von vorneweg als unschuldig meint. Jede noch so kleine Sündigkeit fällt dann in ihrem Blickwinkel der Schuld gleich und man dürfe sich fragen ob nicht die bloße Existenz eines Konsumenten gleich der Schuld für sie ist. Die Dispositionen kommen mit der Tatsache des Konsums einher ohne den Menschen in seiner ganzen Schuld wahrzunehmen. Ob Konsumenten damit schuldig sind bleibt mehr als zweifelhaft, da es nicht in diesen Bereich fällt. Theologisch anmutende Gegenargumentargumentationsstränge als Wurstketten in diesem Fall politisch contra Cannabis zu verkaufen beweisen dies leider heute wie damals, denn es heiße bezüglich einer psychologischen Erklärung des Begriffs des Sündenfalls von Usteris "Entwicklung des Paulinischen Lehrbegriffs"...

6. "Heutzutage ist die Theologie so spekulativ geworden, daß sie sich über dergleichen lustig macht, und es ist ja auch viel leichter zu erklären, daß das Unmittelbare ("Kiffer"/A.d.A.) aufzuheben sei, und noch bequemer ist es, was die Theologie gelegentlich tut, im entscheidenden Augenblick der Erklärung vor den Augen der spekulativen Anbeter zu verschwinden. Usteris Entwicklung läuft darauf hinaus, daß durch das Verbot selbst, vom Baum der Erkenntnis zu essen, die Sünde in Adam geboren wurde. Sie übersieht das Ethische keinesfalls..."
Ob man sich lustig mache über Konsumenten von Cannabis bleibt gesamtpolitisch fraglich, wobei das nicht auszuschließen ist in einigen Fällen der hiesigen Parlamentsarbeit. Dagegen sprechen eher jene transzendent superlativ daherkommenden modernen Extraeinrichtungen für suchtspezifischfetischistische Präventionsgegenmaßnahmen, die doch eher der Verdummung der Grundlagen dienen, denn eines ausgewogenen Basiswissens in Bezug auf Breitenwirkungen oder Gefahren im Mindesten. Die Aufhebung des Umittelbaren scheint sich in sofern zu bewahrheiten, dass Antworten aus der Politik gerne nicht von dem kontaktierten Beauftragten beantwortet werden, statt dessen muss El Consumente Vorlieb nehmen mit schnell ausgeführten Standardantworten, die sich überhaupt nicht mit dem Thema befassen haben/wollten und somit weder Anspruch auf ethische, geschweige denn gesetztliche Rechtmäßigkeit haben. Noch dazu ist anderes Beispiel des Verschwindens der Theologie vor den spekulativen Anbetern ein wunderbarer Vergleich zu den mit Blei verseuchten Cannabisvorfällen im ostdeutschen Raum. Sowohl als dass Warnungen vermisst wurden, ist auch die Folgezeit mit einem Verschwinden der Verantwortungsbereitschaft vergangen. Niemand Mündiges mehr nahm Anspruch auf eine Erklärung hierzu. In Großbritannien beispielsweise wurde Aufklärung betrieben. Daran kann es aber nicht liegen.

7. "Der Mangel dieser Erklärung besteht darin, dass sie nicht recht psychologisch sein will. Natürlich ist sie nicht dafür zu tadeln, denn sie hat es selbst nicht gewollt, sondern hat sich eine andere Aufgabe gestellt[...]Man hat sich zu Beginn einer Überlegung bestimmte klassische Stellen fest in den Kopf gesetz und anstatt sich um Erklärungen und Wissen zu bemühen, arrangiert man nun diese Stellen, als wäre einem das Ganze vollkommen fremd. Je natürlicher, umso besser[...] Auf solche Art kommt man weder in die verkehrte Position, dass man eine Erklärung verstehen muss, bevor man verstanden hat was sie erklären soll, noch in die hinterlistige Position, dass man klassische Stellen gebraucht, wie der persische König gegen die Ägypter deren heilige Tiere einsetzte, um sich zu schützen".
Te Deum

8. "Wenn man das Verbot den Sündenfall bedingen lässt, dann lässt man es eine concupiscentia (=Begierde/A.d.A.) erwecken. Damit hat die Psychologie ihre Kompetenz schon überschritten. Eine concupiscentia ist eine Bestimmung von Schuld und Sünde vor Schuld und Sünde, die doch nicht Schuld und Sünde sind, d.h. durch diese gesetzt. Der qualitative Sprung wird entkräftet, der Sündenfall wird etwas Sukzessives. Man stellte auch keine Vermutung darüber an, auf welche Weise das Verbot die concupiscentia erweckt, obgleich sowohl durch heidnische wie auch durch christliche Erfahrung bestätigt wird, dass die Begierde des Menschen auf das Verbotene gerichtet ist[...] Den stärksten, eigentlich den positivsten Ausdruck dafür, dass die Erbsünde im Menschen vorhanden ist, gebraucht die protestantische Kriche gerade, wenn sie sagt, er werde mit concupiscentia geboren (Omnes homines secundum naturam propogati nascuntur cum peccato h.e. sine metu dei, sine fiducia erga deum et cum concupiscentia= Alle auf natürliche Weise gezeugten Menschen werden mit der Sünde, d.h. ohne Gottesfurcht, ohne Vertrauen zu Gott und mit Begierde geboren). Und doch macht die protestantische Lehre einen wesentlichen Unterschied zwischen der Unschuld des späteren Menschen (wenn von einer solchen die Rede sein kann) und Adams Unschuld.
Die psychologische Erklärung darf die Pointe nicht beschwatzen, sie muss in ihrer elastischen Zweideutigkeit bleiben, aus der die Schuld im qualitativen Sprung hervorbricht."

Es bleibt fraglich ob der spekulative Konsument durch die Kriminalisierung an einer Enthaltsamkeit gebunden bleibt. Eher hat sich herauskristallisiert, dass durch rigide Maßnahmen politischer Gewalt im Einvernehmen mit justizieller Rechtschaffenheit eine Abkehr der Justiz von der Bereitschaft zu aktiver Zusammenarbeit besteht. Die Gesetztlichkeit des Cannabisverbots wird durch die Kriminalisierung untergraben. Individuelle Kriminalisierung rechtfertigt weder allgemeine noch spezielle, ganz zu schweigen von ökonomischer. Die Begierde zeigt sich im dialektischen Prozess zwischen Schuld und Sünde, die Negation dergleichen bewirkt sich durch kontinuierliche Konstituierung einer weder schuldigen noch sündigen Begierde, die durch die Kriminalisierung hervorgerufen wird und ein wichtiger Faktor ist, um genau zu verstehen, dass die Kriminalisierung eines jedweden Gegenstandes nicht zwangsläufig eine Beschaffenheit darstellt, sondern stufenweise sein kann. Die Kriminalisierung erweckt somit nur eine zusätzliche Begierde zu der sowieso schon seienden. Die Quantität macht keine Qualität und ohne jene elastische Zweideutigkeit, die mit der Legalisierung erst hervortreten kann, bleibt die qualitative Bemessenheit des Verbots mehr als fraglich. Es ist ein Tappen im Dunklen mit Blickrichtung auf einen See.

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FDP und Jugendschutz

Antwort Nr.35 vom 27.10.2009
Absender:
Freiheitskaempfer5@fdp.de
Text der Antwort:
Hey,
habe auch den Standardbrief bekommen und ähnlich gereizt reagiert wie viele die ihre Briefe hier veröffentlicht haben. Ich habe meine Reaktion vor allem auf die Jugendarbeit bezogen und folgende Antwort bekommen:

"Sehr geehrter Herr M.,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 5. Oktober 2008. Wegen der Fülle von Anfragen war es uns bisher leider nicht möglich, Ihnen zu antworten. Ich bitte Sie, dies zu entschuldigen. Wir haben Ihre Anregungen zum Thema "Cannabis" zur Kenntnis genommen und werden sie in unsere künftigen Überlegungen einfließen lassen.

Das liberale Menschenbild, das auf freier Selbstbestimmung beruht, verlangt Freiheit von Sucht und Abhängigkeit. Abhängigkeit ist keine Wahl, die auf freier Entscheidung beruht. Vielmehr nimmt sie einem sogar die freie Entscheidungsmöglichkeit, die eigene körperliche und seelische Verfassung selbstbestimmt zu beeinflussen. Liberale Drogen- und Suchtpolitik setzt daher auf die drei Säulen Prävention, Therapie und, wo notwendig, Repression. Der Suchtmittelkonsum in Deutschland führt zu einer großen Zahl vorzeitiger Sterbefälle, zu erheblichen Krankheitshäufungen, großem persönlichen Leid, sozialen Schäden und hohen Kosten für die Gesellschaft. Repressive Maßnahmen zum Schutz der Allgemeinheit sind zwar notwendig. Im Vordergrund aber steht das Bestreben, durch geeignete, zielgruppenspezifische Präventionsmaßnahmen das Entstehen von Sucht gleich welcher Art schon im Ansatz zu verhindern. Dabei gilt die besondere Verantwortung den Kindern und Jugendlichen.

Prävention heißt für uns: Aufklärung auch durch die Medien, Beratungsstellen, Fortbildung von Berufszweigen, die mit gefährdeten Gruppen zu tun haben, Stärkung der Selbsthilfe, Präventionsprogramme insbesondere auch in Schulen und Kindertagesstätten, spezielle Programme für gefährdete Kinder, z. B. aus Suchtfamilien, Schaffung von Lebenschancen durch Bildung und akzeptable Lebensverhältnisse. Neben der Prävention geht es darum, den Menschen, die dennoch in Abhängigkeit geraten sind, möglichst gut zu helfen, durch die schnelle Verfügbarkeit auf den Individualfall zugeschnittener Therapieangebote. Es ist nicht unser Wunsch, die individuellen Rechte der Bürger zu beschneiden. In diesem besonderen Fall jedoch ist es nach unserer Ansicht leider notwendig, um die Freiheit der eigenen Entscheidungen, auch und vor allem der zukünftigen Entscheidungsmöglichkeiten, vor den Auswirkungen des heutigen Handelns zu schützen.

Mit freundlichen Grüßen

Julian Schwiderski
Team Westerwelle"

Naja, habe jetzt nochmal zurückgeschrieben und werde eine weitere Antwort gegebenenfalls posten.

Bis denne...

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Totalitarismus ist aktueller denn je...

Antwort Nr.36 vom 29.10.2009
Absender:
ftj481
Text der Antwort:
Hallo,
ich denke der Umgang mit Cannabis - generell mit allen Drogen - ist faktisch eine reine Diktatur. Sie stützen sich auf wissenschaftliche Manipulationen, die sie im Detail und in der Feinheit zu ihren Gunsten, also Machtausübung, abändern und eigen interpretieren. Außerdem utopische Fürsorglichkeit und dumme Scheinmoral. Es ist verhärtetes Denken, was nicht der Wahrheit entspricht. Die Moral in diesem Bereich ist auf dem selben Level wie vor rund 60Jahren in diesem Land. Die Gleichgültigkeit und Willkürlichkeit der Interpretation der Begrifflichkeit, also in erster Linie Prävention und Repression ist erstaunlich: In Wahrheit wird doch mit der rhethorischen und manipulativen Sprachvergewaltigung anstatt der erzwungenen Prävention eine hintergründige Repression erreicht. Prävention kann doch nur unter legalen Umständen seines Bezugsgegenstandes seine Berechtigung erreichen. In Fakt ist es so, dass Prävention total unnötig ist, wenn illegal. Reine Repression würde mehr Erfolg versprechen. Die Politiker haben im Laufe des "war on drugs" ein Widerspruch in ihre Philosophie der Macht aufgenommen, den man nicht mehr braucht, wenn man die Diktatur mit Cannabis sein lassen will, wie sie drum werben. Der Totalitarismus zeigt sich ganz einfach begrifflich: Total heißt allumfassend. Insofern ist es folgerichtig, dass die Politik PRävention und Repression zu Einem vereinen.

Genauso wie ein Nazideutschland mit Sowjetrussland einen Friedensvertrag vor dem 2.WK geschlossen hat, nur um eigene Vorteile daraus zu ziehen und ihn im Anschluss dementsprechend zu brechen, ist der Totalitarismus in unserem Fall ein sinnloses Unterfangen, dass nicht Humanismus, sondern Fundamentalismus entspricht. Nicht Aufklärung, sonder Dogma. Nicht Einigkeit, sondern sinnloser Streit. Nicht Recht, sondern Diskriminierung. Nicht Freiheit, sondern deutsche Engstirnigkeit und Kleinbürgertum!
Der Weltbürger braucht keine Macht. Die Welt ist mächtig genug.

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Drogenpolitik im Koalitionsvertrag

Antwort Nr.37 vom 11.11.2009
Upload von:
Georg.Wurth(et)hanfverband.de
Absender:
Georg Wurth
Text der Antwort:
Mit Abschluss des Koalitionsvertrages hat sich dieser Protestmailer erledigt, wir werden ihn nun beenden.

Im folgenden finden Sie, was FDP und Union im Koalitionsvertrag zu Drogenpolitik vereinbart haben:

Verantwortungsbewusste Drogen- und Suchtpolitik

Unsere Drogen- und Suchtpolitik stellt Prävention, Therapie, Hilfe zum Ausstieg und die Bekämpfung der Drogenkriminalität in den Mittelpunkt. Drogenabhängige sind kranke Menschen, die umfassende medizinische Hilfe und Unterstützung brauchen.
Mit besonderer Besorgnis sehen wir die Zunahme des exzessiven Alkoholkonsums bei einzelnen Kindern und Jugendlichen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen werden wir die bestehenden Präventionsstrategien überprüfen und Programme entwickeln, die auch die Eltern in ihrer Verantwortung mit einbeziehen. In gleicher Weise sind auch die Konzepte und Maßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weiterzuentwickeln.

...

Wir erwarten dabei, dass die afghanische Regierung ihre Verpflichtung zu guter Regierungsführung, zum Schutz der Menschenrechte und zur Bekämpfung der Drogen-Kriminalität sowie der Korruption bekräftigt und den Worten Taten folgen lässt.


Diese Aussagen sind recht nichtssagend, außer dass es einen vagen positiven Bezug auf Repression gibt. Keine Spur von Entkriminalisierung. Wenn die FDP sich selbst ernst nimmt, müsste sie das als Niederlage ansehen, da sie sich ja klar für eine Entkriminalisierung der Konsumenten ausgesprochen hat.

Dass mehr dabei herauskommt und die FDP mit diesem Thema engagiert in die Verhandlungen geht, war allerdings auch nicht zu erwarten. Dass die FDP die Entkriminalisierung gut findet, sagt sie seit 10 Jahren, aber nur wenn sie danach gefragt wird. Ansonsten herrscht bei den Liberalen cannabispolitisch Totenstille. Abgesehen vom Thema Cannabis als Medizin hat die Partei keinen Finger krumm gemacht.

Nach den beiden letzten Protestmailern und dem Ergebnis der Verhandlungen wissen Hanffreund nun wieder genau, was sie von den Liberalen zu erwarten haben. Gar nichts. Außer dass die Gelben vielleicht ein bisschen bremsen, wenn die Union noch härtere Kifferverfolgung durchsetzen will. Nur beim Thema Cannabis als Medizin dürfte es weitere Fortschritte geben.

Aber ich habe die FDP nicht aufgegeben. Dieser Protestmailer hat der Partei einen kleinen Impuls gegeben, dass das Thema da draußen viele Menschen interessiert und dass diese unter dem Schlagwort "liberal" auch eine liberale Cannabispolitik verstehen. Mal sehen, was die nächsten Jahre in der Partei bringen, wenn sich immer mehr junge Politiker dort etablieren.

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