Protestmailer 16 - Inhalt und Feedback PDF Drucken E-Mail

FDP soll Cannabiskonsumenten entkriminalisieren


Fordert die Liberalen auf, bei den Koalitionsverhandlungen mit der Union ein Ende der Kifferverfolgung durchzusetzen.

Wir danken den 1016 Teilnehmern für ihren Einsatz ! Diese Aktion ist beendet, aktuell laufende Aktionen finden sie hier. Das Feedback auf diese Aktion findest du am Ende der Seite.

Worum ging es?

Bild der Protestaktion FDP soll Cannabiskonsumenten entkriminalisieren Die Weichen stehen nach der Bundestagswahl auf Schwarz/Gelb.

Während die Union als Hardliner in Sachen Cannabis auftritt, steht die FDP zumindest zur Entkriminalisierung der Konsumenten.

Faktisch ist es immer noch so, dass Kiffer in Deutschland massiv verfolgt werden.

Fordern Sie die FDP auf, in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU eine echte Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten einzufordern und durchzusetzen!

 

Unser Vorschlag für die Protestmail

Sehr geehrter Herr Westerwelle, sehr geehrte Damen und Herren!

Nach Ihrem großen Wahlerfolg möchte ich Sie darum bitten, liberale Grundsätze auch bezüglich Cannabis in die Koalitionsverhandlungen einzubringen.

Mir ist bewusst, dass sich die FDP in ihrem Wahlprogramm nicht für die Legalisierung von Cannabis ausgesprochen hat. Allerdings haben Sie in vielen Statements klar gemacht, dass Sie eine Entkriminalisierung der Konsumenten wollen, so z.B. Sie, Herr Westerwelle, auf abgeordnetenwatch.de:
"Wir halten an unserem Kurs der Entkriminalisierung und Straffreiheit des Besitzes geringer Mengen Cannabis zum Eigenkonsum fest."

Leider ist Deutschland von einer solchen Entkriminalisierung der Konsumenten noch immer weit entfernt. Es gibt zwar seit vielen Jahren die Möglichkeit für Staatsanwälte, Strafverfahren bei geringen Mengen einzustellen. In der Realität ist es aber so, dass immer noch etwa 100.000 Strafverfahren wegen Cannabis eröffnet werden, die sich ausschließlich um konsumvorbereitende Handlungen drehen, vor allem um den Besitz geringer Mengen.

Ein großer Teil dieser Verfahren wird zwar eingestellt. Aber selbst dann fühlt sich ein Konsument, der niemand anderem etwas getan hat, nicht gerade entkriminalisiert, wenn er nach einer unwürdigen Behandlung durch die Polizei und eventuell einer Hausdurchsuchung, die ihn in der Nachbarschaft stigmatisiert, eine Strafanzeige erhält.
Abgesehen davon bedeutet das einen massiven Aufwand für Polizei und Staatsanwälte, der sich wohl kaum mit dem liberalen Ideal vom schlanken Staat vereinbaren lässt.

Dazu kommt, dass die Einstellung eines Verfahrens auch bei geringen Cannabismengen nur unter bestimmten Bedingungen bzw. in einzelnen Regionen Deutschlands wahrscheinlich ist. Wer z.B. zum zweiten Mal mit einer kleinen Menge erwischt wird, noch nicht volljährig ist oder sich früher ein anderes Vergehen zuschulden kommen ließ, kann nicht mit einer Einstellung rechnen.

Auch fällt die Definition der "Geringen Menge" mittlerweile bundesweit so "gering" aus, dass viele Endkonsumenten verurteilt werden, weil ihr bescheidener Vorrat über diese Menge hinaus geht.

Bitte setzen Sie sich für eine Regelung auf Bundesebene ein, dass der Besitz einer kleinen Menge Cannabis nicht mehr zu einer Strafanzeige führt!

Mit freundlichen Grüßen

 


Ein Ziel des DHV- Protestmailers ist es, Reaktionen der von Ihnen angeschriebenen Personen und Behörden zu erhalten. Das erhaltene Feedback dokumentieren wir auf dieser Seite. Auch Reaktionen von Teilnehmern auf die Antworten der Behörden werden dokumentiert.
Oft wird angesichts des eingegangenen Feedbacks der angebotene Protesttext von uns so angepasst, dass die Behörden nicht einfach Standartantworten verschicken können. Nebenbei bleibt die Protestaktion so stets aktuell und die Teilnahme lohnt sich bis zum Schluss!

Es gibt 37 Antworten auf diesen Protestmailer.


Chronisch krank

Antwort Nr.1 vom 30.09.2009

Upload von:
uwe-kiara(et)gmx.net
Text der Antwort:
Ich bin unheilbar krank! Meine Ärzte sagen, dass THC sehr hilfreich ist für Leute wie mich! In fast jedem EU-Land ist der Konsum für chronisch Kranke erlaubt, nur Deutschland zwingt mir schwere Medikamente auf, weil ich sonst kriminell bin! Lächerlich und traurig genug!

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Antwort der FDP auf den Protestmailer

Antwort Nr.2 vom 30.09.2009

Absender:
fdp-point@fdp.de
Text der Antwort:
Sehr geehrte Frau H,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis. Die in der Öffentlichkeit oft geäußerte völlige Unbedenklichkeit des Hanfkonsums entspricht jedoch nicht den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Experten warnen insbesondere, dass Cannabis immer stärker und immer giftiger wird und nicht mehr vergleichbar ist mit der Substanz der so genannten Hippie-Droge der 70er Jahre. Der THC–Gehalt ist im Laufe der Jahre stetig gestiegen.

Beispielsweise weisen Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hin. Der Konsum von Cannabisprodukten ist eng mit dem Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalter verknüpft. Untersuchungen zeigen, dass fast jeder Zweite in der Altersgruppe der 18- bis 20jährigen Erfahrungen mit Hanf hat. Wenn auch der Großteil der Jugendlichen nur selten Cannabis raucht oder der Konsum später beendet wird, wächst die Zahl derjenigen, die exzessiv konsumieren. Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Gefahr von lebenslangen gesundheitlichen Schäden hoch. Nach aktuellem Forschungsstand kann davon ausgegangen werden, dass etwa 10 bis 15 % aller Konsumenten und Konsumentinnen nach internationalen Diagnosestandards einen abhängigen Cannabiskonsum aufweisen. Cannabiskonsumenten rauchen zudem häufiger Zigaretten und haben eine durchschnittlich größere Affinität zum exzessiven Alkoholkonsum. Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse wird eine Legalisierung der so genannten weichen Drogen abgelehnt.

Allerdings hält die FDP den Weg, den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, für richtig. Es gilt angemessen und verhältnismäßig auf die Tatsache zu reagieren, dass das gelegentliche Rauchen eines Joints ein gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht repressiv und mit aller Staatsmacht angegangen werden muss. Hier muss nach praktikablen Lösungen gesucht werden, die auch die Behörden und Gerichte so gering wie möglich belasten.

Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Gefahren, die entstehen, sobald aus dem gelegentlichen Konsum ein Dauerkonsum wird und die Konsumenten keine Erwachsenen sondern Kinder sind, verlangen eine Intensivierung der Aufklärungsarbeit. Vor allem in Zeiten, in denen der Cannabiskonsum gerade bei Kindern und Jugendlichen besorgniserregend ansteigt. Daher setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür ein, dass zudem bereits bestehende Präventionsmaßnahmen – beispielsweise der BzgA – und weitere effektive suchtspezifische Hilfsangebote und zielgruppenspezifische Präventionsansätze ausgebaut werden.

Eine liberale Sucht- und Drogenpolitik setzt stärker auf Prävention als auf Repression. Das gilt auch für Cannabis.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Scholl
FDP-Info-Point

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Grenzwert im Straßenverkehr

Antwort Nr.3 vom 30.09.2009

Absender:
fdp-point@fdp.de
Text der Antwort:
Hallo,
ich habe exakt die gleiche Nachricht bekommen. Könnt Ihr evtl. einen Mailer erstellen, der sich mehr um eine Art Grenzwert im Straßenverkehr bemüht.

Und das Argument, Cannabis wäre vergiftet, ist doch völliger Blödsinn! Evtl. ist es ja vergiftet, aber an dem Tag an dem Cannabis legal würde, wird auch das letzte vergiftete Cannabistütchen aus Deutschland verschwinden.

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War ja klar...

Antwort Nr.4 vom 30.09.2009

Upload von:
manuhksnow(et)aol.de
Absender:
FDP
Text der Antwort:
Servus,
ich wollt nur mal erwähnen, dass auch mich der FDP-Standardbrief erreicht hat.

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DHV-Statement zur FDP-Antwort

Antwort Nr.5 vom 01.10.2009

Absender:
DHV / Georg Wurth
Text der Antwort:
Immerhin mal eine schnelle Antwort auf den DHV-Protestmailer, scheinbar an alle Absender. Schonmal besser als viele andere.

Die Antwort scheint der übliche Textbaustein zum Thema Cannabis aus dem Wahlkampf zu sein. Die FDP hat wohl noch nicht begriffen, dass der Wahlkampf mit blumigen Aussagen vorbei ist und sie jetzt beweisen muss, wie ernst sie ihre Aussagen meint. Genau da soll der Protestmailer die Partei ja packen.

(Übrigens haben sich einige beschwert, dass wir hier nur die Entkriminalisierung fordern. Die Legalisierung hatten wir aber schon in einer der letzten Aktionen von der FDP gefordert - sie sollte das in ihr Wahlprogramm schreiben. Die FDP blieb aber dabei, dass sie nur entkriminalisieren will. Genau an dieser Aussage wollen wir sie nun erinnern und messen.)

Wenn man mal die Teile aus der Antwort weglässt, die irgendwas erzählen und gar nicht auf den Text des Protestmailers eingehen, bleibt übrig:

"Allerdings hält die FDP den Weg, den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, für richtig. Es gilt angemessen und verhältnismäßig auf die Tatsache zu reagieren, dass das gelegentliche Rauchen eines Joints ein gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht repressiv und mit aller Staatsmacht angegangen werden muss. Hier muss nach praktikablen Lösungen gesucht werden, die auch die Behörden und Gerichte so gering wie möglich belasten."

Das ist doch eine gute Vorlage. Protestmailer-Teilnehmer, die diese Antwort erhalten haben, können sich nun darauf beziehen und in einer individuellen Antwort darauf hinweisen, dass es im Moment genau darum geht. Dass das ein gutes und wichtiges Ansinnen der Liberalen ist und umgesetzt werden sollte.

Wer will, kann ja dann noch auf die Frage der hohen THC-Gehalte und der Schizophrenie eingehen, s. dazu Genetisch verändertes Cannabis? Hanf jetzt als genmanipulierte THC-Bombe? bzw. Medizin: Kein höheres Schizophrenierisiko durch Cannabiskonsum

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Beispiel für eine Antwort an die FDP

Antwort Nr.6 vom 01.10.2009

Absender:
Georg Wurth
Text der Antwort:
Kürze ist hier Würze, die FDP wird gerade kaum Zeit haben, lange Emails zu lesen:

Lieber Herr Scholl!
> Zitat s.o.

Genau darum geht es mir. Diese Forderung der FDP ist richtig und wichtig und noch lange nicht Realität.

Ich bitte Sie, dieses Thema nicht nur nebenbei im Wahlkampf zu erwähnen, sondern nun auch in der praktischen Politik dafür einzustehen.

freundliche Grüße
Georg Wurth

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Dieser dämliche Scholl von der FDP

Antwort Nr.7 vom 01.10.2009

Upload von:
ganralf55(et)hotmail.de
Absender:
Ralf Heinrich
Text der Antwort:
Das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, hier wird eine ganze Bevölkerungsgruppe kriminalisiert, die Menschenrechte massiv mit Füßen getreten, weil sogenannte "Experten" befürchten, nicht wissen, noch viel weniger beweisen können, daß Canabis evtl. psychosen auslösen kann.

Konkret, wer diese sog. Experten sind, geschweige denn Beweise in Form von seriösen Studien, hat der natürlich nicht zu bieten. Seit 30 Jahren müssen wir uns jetzt "Befürchtungen" wie Lungenkrebs, Einstiegsdroge, Paranoia- und andere wilde Psychospekulationen anhören, während sich diese Leute gerade wieder auf dem Oktoberfest das letzt bisschen Verstand wegsaufen.

Der Oberhammer ist diese Kampagne mit dem erhöhten THC-Gehalt Einen größeren Blödsinn habe ich noch nie gehört, denn es gibt nach wie vor keinen einzigen Menschen der nachweislich an den Folgen von Canabis gestorben ist, wird es auch nie geben. Außerdem gibt es auch Studien die beweisen daß es auch schon in den 70er Jahren THC-Gehalte von 20% gab, ich konnte es mir in 40 Jahren, in denen ich Canabis konsumiere, leisten, nie etwas anderes zu rauchen, habe in der Zeit ein allgemeines Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt und ein komplettes Geologiestudium absolviert.
Ich habe kiffende Freunde die Ärzte sind und sich mit Canabis den Alkohol entzogen haben, Professoren an der ETA Zürich sind.

Wir wissen schon lange daß in der Politik nur die dümmsten, primitivsten skrupellosesten Lügner gwinnen, das ist auch diesmal wieder der Fall. Beweis, die Aussage dieses dämlichen FDP-lers.

Ich hab keine Hoffnung daß sich in diesem NAZI-Land jemals etwas ändert, deswegen werde ich jetzt gierig und skrupellos und BÄNKER, denn ganze Staaten abzocken, sich mal schnell ne´halbe Billion unter den Nagel reißen ist ja jetzt legal. Auch 20 Millione Steuern hinterziehen(Zumwinkel) ist nicht so schlimm und wird weniger (Bewährung) bestraft als kiffen.

Gute Nacht Deutschland.

mit freundlichen Grüßen an alle diskriminierten dieser Welt
Ralf Heinrich

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Es ist an der Zeit

Antwort Nr.8 vom 01.10.2009

Absender:
Dirk
Text der Antwort:
Die Legalisierung und Verbesserung, also Entkriminalisierung der Kiffer ist längst fällig. Alles andere ist Jagd auf kleine Fische, Oppurtunismus, nicht mehr und nicht weniger.

Das klingt zwar derb, aber diesen Vergleich erlaube ich mir jetzt: es ist wie der Überfall auf Polen - feige, billig und grausam.

Ist das alles, was ihr könnt: immer auf die Kleinen FIsche loszugehen? Ich finde es dermaßen billig und lächerlich, das ist nur mit oben genanntem Beispiel deutschlich zu machen. Ich bin enttäuscht von unserem feigen, paranoiden Land und der Politik!

Denke mir aber auf der Sonnenseite, dass wir zu mehr fähig sind - LEGALIZE Cannabis!
Stoppt die Verfolgung der Cannakiffer und integriert sie - und macht Millionen nebenbei!

grüne Aussichten!

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Diese dämlichen Politiker

Antwort Nr.9 vom 03.10.2009

Text der Antwort:
Hallo,

ich schliesse mich den Ausführungen von Herrn Heinrich an. Die Argumente sind absolut lächerlich und unzutreffend. Wenn das Zeug potenter ist, umso besser. Dann mache ich einfach weniger rein. Und wenn ich genug geraucht habe, dann schlafe ich friedlich wie ein Baby ein. Hat irgendjemand in der gesamten Geschichte schon mal von einer Überdosis Hanf gehört?

Es ist himmelschreiende Blödheit die Gefahren des Alkohols zu ignorieren. Lasst unsere Kinder doch mal einen Joint rauchen, dann würden sie mit Sicherheit weniger Amok laufen. Dann gäbe es weniger Tote an unseren Schulen und auch das Oktoberfest würde friedlicher ablaufen.

in diesem Sinne

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Meine Meinung zur Antwort der FDP

Antwort Nr.10 vom 04.10.2009

Text der Antwort:
Liebe Freunde,

solange hier sogenannte Experten mit ihren "wissenschaftlichen Erkenntnissen" die Gesellschaft vergiften (und gerade hierin liegt eine wesentlich größere Gefahr für das Volk, als durch den Cannabiskonsum einer Minderheit), ist jede Diskussion zu diesem Thema sinnlos.

Seit über 40 Jahren musste ich mich mehr oder weniger mit dem sogenannten Betäubungsmittelgesetz beschäftigen und wenn ich zurückblicke wird es mir immer noch richtig schlecht, bei dem was man hier so unter "Recht und Ordnung" versteht! Pfui Teufel Deutschland!

Unsere Kanzlerin hat am Tag der Deutschen-Einheit die Bevölkerung aufgerufen, sich an den Ostdeutschen ein Bespiel zu nehmen und für Veränderung und Gerechtigkeit zu kämpfen.
Doch wo sind die ganzen Kiffer der Republik wenn z.B. bei der Hanfparade für Bürgerrechte demonstriert wird? Wo sind die Künstler? Wo die Intellektuellen? Wo sind die Erfolgreichen?

Naja: nur nicht zeigen, man könnte ja angegriffen werden und das nicht mal mit Gesetzen sondern einfach hintenrum wird ein Bein gestellt oder bestenfalls wird man verleumdet. Es gibt ja so viele Ämter die Schwierigkeiten machen können und genau da sind Gesetze dann teilweise scheißegal!

Ich jedenfalls habe überhaupt keine Lust mehr mit Wortverdrehern, die auch noch die Medien hinter sich haben zu diskutieren. Für mich hat sich dieser Staat als Unrechtstaat zu erkennen gegeben und dabei wollte ich nur als Bürger über Gesetze reden und gerechtfertigte Veränderungen in einer demokratischen Gesellschaft erreichen!
Zwischenzeitlich fehlt mir halt jedes Vertrauen an unsere Volks-Vertreter (-Verdummer)!

Euch allen das Beste
Günter

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Reaktion auf die FDP-Antwort

Antwort Nr.11 vom 05.10.2009

Absender:
FDP-Info-Point
Text der Antwort:
Ich habe heute morgen die Standard-Anwort der FDP erhalten und bin über folgenden Satz (u.A.) gestolpert:
"Cannabiskonsumenten rauchen zudem häufiger Zigaretten und haben eine durchschnittlich größere Affinität zum exzessiven Alkoholkonsum."

Vielleicht mag das mit den Zigaretten im europäischen / deutschsprachigen Raum stimmen, aber eine höhere Alkoholaffinität ist ein absoluter Witz. Jeder Jugendliche der schonmal öfters einen Joint geraucht hat, weiß um die (negative) Wechselwirkung der beiden Substanzen.

Solche Argumentationen zeugen von Unwissenheit des Verfassers. Hätten wir den Protestmailer ja auch an die Mainzelmännchen, oder die Wettervorhersage schicken können. Vielleicht gäbe es dann eine nicht-lobbyisierte Antwort und Sicht der Dinge.

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Diskriminiert, verfolgt, kriminalisiert...

Antwort Nr.12 vom 05.10.2009

Absender:
FfiKer
Text der Antwort:
Drastische Worte zur spekulativen rhethorischen Frage, ob denn die Entkriminalisierung von Kiffern notwendig sei - Doch faktisch sind Kiffer weder hilfsbedürftige noch bemitleidete Personen willkürlicher Polizisten, noch respektiert im Sinne von "halb so schlimm", im Vergleich mit chemischen Konsumenten, da Kiffer schließlich eine Pflanze der Mutter Erde zu Nutzen ziehen, wie es bei vielen Kulturen und Völkern der Erde Tradition war, ist und immer sein wird.

Ich denke eher es ist die morbide Leistungsgesellschaft, die nebenbei angemerkt, was ich hiermit unmissverständlich klarstellen möchte, nicht Leistung fördert und respektiert, sondern missbraucht und Wachstum zu ihren Gunsten stilisiert, wobei es doch an vielen Ecken und Enden der Gesellschaft Wachstum unmöglich macht.

Fazit ist, Kiffer sind tatsächlich "Ficker" des Staates und allem was bürgerlich erscheint. Ich bin jedoch sicher und anhand eigener Erfahrung das lebendige Beispiel, dass Rechtschaffenheit und Kiffen nicht unvereinbar ist. Im Gegenteil gibt es viele meiner Freunde, die auch mehr oder weniger häufig kiffen (und auch mit hoooochpotentem Gras, was widerrum zur Panikmache medial stilisiert wird) und alles andere als elend oder weiß Gott wie unmoralische und eben unrechtschaffend zu sein. Hiermit wird klargestellt, dass tatsächlich eher einige Andere, vielleicht von Reichtum und Wachstum besessene Personen, vom Sittenverfall betroffen sind.

Es wird leider allgemein so aufgefasst, dass Kiffen träge und faul mache, dabei ist dies nur die Abkehr von einer Welt die von Hektik, Stress, und im weitesten Sinne auch Gewalt, betroffen ist, und man kann nicht behaupten, dass wir im letzten Eck dieses Planeten wohnen. Ich halte es aus diesem Grund für legitim und rechtens, wenn Personen sich selbst berauschen möchten.

Der Staat könnte Eckdaten liefern und die Leute unterstützen, insofern er diese Rauschmittel bereitstellt und ein Handel möglich ist, der besser ist wie Schwarzmarkt! Nach langen empirischen und wissenschaftlichen Untersuchen hat sich herausgestellt, dass der "War on Drugs" gescheitert ist. Es ist an der Zeit nicht vom Besonderen aufs Allgemeine zu schließen und z.B. Kiffer und Alkohlkonsumenten nicht beide als "krank" zu behandeln, sondern als "normal, mit der Einschränkung einer spezifischen Leidenschaft", die wie wir wissen, gute und schlechte Konsequenzen ziehen kann.

Bestes Beispiel ist ein spirituell aktiver Kiffer, der mit Recht behaupten kann durch den Konsum von Marihuana eine Horizonterweiterung zu besitzen. Dass übermäßiger Konsum schädlich ist weiß nahezu jeder, der mal im Biounterricht saß, und braucht nicht ständig von der Politik ermahnt zu werden. Die Erfahrung zeigt eher, dass durch "Panikmache von oben" gewisse Trotzreaktionen erzeugt werden. Derjenige, dem die Erfahrung des Rauschs von Cannabis fehlt, hat eigentlich gar kein Recht in dieser Diskussion Handlungen zu erteilen (er müsste statt dessen Fragen stellen), stattdessen müssen Kiffer Belehrungen akzeptieren, die in Wahrheit gar keine Belehrungen sein können, da die Tugend, die sich auf genau das bezieht (der Einschätzung ob Konsum nun gut oder schlecht ist) erst hergestellt werden kann durch die Erfahrung mit derselben. So ist es lediglich "Moral" und wird auch nur als das ankommen.

Die aktuelle Drogenpolitik ist gescheitert.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit
Mit hanfigen Grüßen

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Zum obigen Bericht

Antwort Nr.13 vom 05.10.2009

Absender:
LeX
Text der Antwort:
Nur ein Satz - Du sprichst uns allen aus der Seele.

Viele Leute meinen Hanf, LSD, etc. wären etwas komplett brutales, obwohl sie eigentlich keinen blassen Schimmer haben.
Ich halte zwar nicht viel von härteren Drogen wie LSD, Kokain etc. - Aber eben auch nur weil es zum einen illegal und zum anderen nachgewiesen süchtig macht. Und das ist bei Cannabis oder Hanf eben nicht der Fall.

Frei nach dem Motto: Bild dir deine Meinung. Moral ist Ehrensache.

Mfg Alex

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Meine Gedanken zur Antwort der FDP

Antwort Nr.14 vom 05.10.2009

Text der Antwort:
Wie folgt nicht nur das Feedback, sondern auch meine Antwort an die FDP.

Werte Frau Schulze,

ich zerlege an dieser Stelle Ihre Argumentation.

Falls Ihnen die einen oder anderen Fakten nicht bekannt sind: In dieser eMail sind Weblinks hinterlegt, die gerne genutzt werden können und mit Quellen belegt sind. Nur für den Fall, dass die Drogenbeauftragte es versäumt hat, sie darüber zu informieren, ähnlich wie den WHO-Kokainreport, der vor über 13 Jahre durch Erpressung durch die USA geheimgehalten wurde.

Ich freue mich darüber, mit den Drogenexperten Ihrer Partei darüber reden zu können - bei den Grünen und Linken gibt es eine AG Drogen. Gibt es diese auch bei der FDP?

Sie schreiben, dass die Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hinweisen. Leider ist die FDP da anscheinend nicht auf dem neuesten Stand.

Denn diese These ist durch neuere Forschungsergebnisse bei einer Langzeitstudie über 10 Jahre mit über 600.000 Personen wiederlegt. Folgende Information habe ich auch der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing, per Abgeordnetenwatch am 16.8.2009, zukommen lassen.
"Langzeitstudie: Kein Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und Schizophrenie
Eine Ende Juni in Großbritannien veröffentlichte Langzeitstudie mit rund 600.000 Teilnehmern kommt zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem Risiko gibt, an Schizophrenie zu erkranken.
Die Forscher verglichen das Konsumverhalten der Briten mit den Schizophrenie- und Psychosedaten der Patienten von 183 Arztpraxen (2,3 Prozent der Bevölkerung). Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die ursächlichen Modelle, die Cannabis mit Schizophrenie/Psychosen verbinden, durch diese Studie nicht unterstützt werden.
Quelle: Frisher M, Crome I, o O, Croft P. Assessing the impact of cannabis use on trends in diagnosed schizophrenia in the United Kingdom from 1996 to 2005. Schizophr Res, 26. Juni 2009"

Sie schreiben weiterhin, dass das Cannabis immer stärker werden würde, und nicht mehr die "Hippie"-Droge von einst sei. Mal abgesehen davon, dass Cannabiskonsum durch sämtliche Gesellschaftsschichten geht und nicht ausschliesslich auf die Blumenkinder, die es in diesem Land eh nicht gab, beschärnkt ist, ist das schonmal eine substanzistische und damit diskriminierende Aussage.
Weiterhin ist diese Aussage auch faktisch nicht wahr: Die Behauptung vom steilen Anstieg des Wirkstoffgehalts widerspricht einer Studie der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA), die "keine Hinweise auf einen bedeutenden Anstieg des Wirkstoffgehalts" in den meisten europäischen Cannabismärkten feststellen konnte.

Sie schreiben, dass fast jeder zweite in der Altersgruppe 18 bis 20 Erfahrungen mit Hanf hätte. Dass damit sozusagen die Hälfte der Jugendlichen schonmal kriminalisiert worden sind, spricht wohl Bände für sich. Bände darüber, wie Menschenverachtend die Politik der (Drogen-)Prohibition ist. 170.000 Strafanzeigen wegen Cannabis jedes Jahr sprechen für sich.

Hingegen kann ich Ihnen mal einen neuen Fakt nennen: Die Gesellschaft ist nämlich anderer Meinung als die FDP, was Schäden von Cannabis und Alkohol angeht.
Die Bundesweite Umfrage zur Wahl 2009 des Forschungsinstitutes INEIDFO bringt es auf den Punkt. In einer Umfrage unter 2500 Personen sind 89 Prozent der Befragten der Meinung, dass von Alkohol ein mittleres oder hohes Risiko ausgehe. Begründet wird das Ergebnis der Umfrage damit, dass die Risiken bei dem Konsum von Cannabis deutlich geringer seien als bei der legal erhältlichen Droge Alkohol. Sie befinden sich damit in guter Gesellschaft: Auch in den USA ist eine ähnliche Meinung zu beobachten.

Und damit hat die Öffentlichkeit Recht - es sind die Gesetze, die falsch sind!

Die Ansichten der Umfragenteilnehmer decken sich damit auch den wissenschaftichen Erkentnissen. In einer Vergleichsstudie, publiziert u.a. in der britischen Zeitschrift "The Lancet", rangierte Alkohol in Bezug auf die Risiken für die persönliche Gesundheit und die Gesellschaft nach Heroin und Kokain (Ränge 1 und 2) auf Rang 5 deutlich vor Cannabis mit Rang 11 (SPIEGEL Online am 23.03.07 ).

Über Kinder müssen wir an diese Stelle wohl kaum reden, denn auch die legale Droge Alkohol ist nicht für Kinder und Jugendliche per se zugänglich. Aber auch denen Hilft ein legaler Umgang mit Drogen: Verbotene Früchte machen nämlich neugierig. So ist keine ehrliche Aufklärung möglich.

Und auch die Statistik zeigt, dass ein anderer Umgang als in Deutschland mit der Totalprohibition besser ist:

"Weltdrogenbericht der UNO unterstützt Entkriminalisierung
Am Mittwoch, den 24. Juni 2009, erschien der Drogenbericht der Vereinten Nationen (UNO, VN) welcher die Drogenentkriminalisierung hervorhebt. In den letzten Jahren hat der UN Drogenzar seinen Skeptizismus gegenüber der Entkriminalisierung von Drogen in Portugal hervortreten lassen. Portugal hatte 2001 die Strafen für Drogenbesitz wegfallen lassen und dafür Behandlung betont. Die UN schrie auf, dass diese Politik nicht mit den internationalen Verträgen vereinbar wäre und "Drogentourismus” fördere. (Quelle: Glenn Greenwald Whitepaper: Drug Decriminilization in Portugal - Lessons for Creating Fair and Successful Drug Policies)

Und die Legalisierung?

Zum ersten mal wird in dem Weltdrogenbericht "Legalisierung” angesprochen - aber gleichzeitig wiedersprochen: "Warum sollte man in den Entwicklungsländern eine Drogenepidemie auslösen, nur für die libertären Argumente der Pro-Drogenlobby, welche den Luxus des Zugangs zu Drogentherapien hat?
Es ist einfach nur lachhaft, zu behaupten eine Legalisierung nur von Marihuana würde eine Drogenepidemie auslösen. Wenn man bedenkt, dass in den USA 47 Prozent der wegen Drogen verurteilenten Gefängnisinsassen wegen Cannabis sitzen. Auch ein Grossteil der Gelder die in der Drogenprohibition weltweit genutzt werden, sind für die Cannabisausrottung und -prohibition bestimmt. Mit den freiwerdenen Geldern könnten die Drogenkontrollbehörden sich viel besser auf wirklich problematische Drogen konzentrieren, welche die wahren Drogenepidemien in den Entwicklungsländern auslösen (Anmerk. d. Üb. - aktuelles Beispiel: 1 Mio. Heroinabhängige im Iran)."

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Meine Antwort auf die "Antwort"

Antwort Nr.15 vom 05.10.2009

Text der Antwort:
Ich könnte nich an mir halten und habe natürlich sofort geantwortet, noch bevor ich hier nachschauen konnte... Hier also meine Antwort-Mail (hoffe die Quotes kommen einigermassen rüber):

Sehr geehrte FDP,

danke, dass Sie antworten. Leider ist es bei Ihren "Konkurrenz"-Parteien durchaus üblich nicht zu antworten. Für die Antwort gebührt Ihnen erst einmal Respekt!

Leider musste ich aber feststellen, dass Ihre Antwort viele Dinge enthält, die nicht unkommentiert stehen bleiben können. Deshalb möchte ich Ihre (Standard-)Antwort zitieren und meine Anmerkungen im Kontext dazusetzen. Bitte entschuldigen Sie die manchmal etwas "derbe" Ausdrucksweise, aber anders konnte ich mir nicht die "Luft verschaffen", die mit beim Lesen manchmal wegblieb... ;-)

Ich weiss, es ist nicht unbedingt Ihre Schuld. Teilweise müssen Sie wohl so einen Mist verzapfen, um der "Großen Agenda" gerecht zu werden. Bestimmte großpolitische Dinge mussen Sie leider beachten und können sich nicht einfach frei von äusseren Einflüssen machen... schade, aber so funktioniert Drogenpolitik nunmal seit den 1930er Jahren...

Aber nun zur Sache:

Vielen Dank für Ihre Zuschrift. In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis. Die in der Öffentlichkeit oft geäußerte völlige Unbedenklichkeit des Hanfkonsums entspricht jedoch nicht den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Von Unbedenklichkeit spricht ja auch niemand... nur wenn man schon von Bedenklichkeit spricht, dann sollte man in die allgemeinen Lebensrisiken und vor allem die anderen Drogen in die Gesamtrechnung mit einbeziehen. Und dann steht die Aussage "Hanf ist relativ unbedenklich" absolut unbestritten im Raum!

Die größte Gefahr für das eigene Leben beim Umgang mit Hanf ist der, in die Mühlen der Staatsgewalt zu geraten. Die Lebensumstände können sich sehr schnell dramatisch ändern. Führerschein- und Arbeitsplatzverlust liegen oft nahe bei einander. Von der Stigmatisierung als "Verbrecher" mal ganz abgesehen!

Experten warnen insbesondere, dass Cannabis immer stärker und immer giftiger wird und nicht mehr vergleichbar ist mit der Substanz der so genannten Hippie-Droge der 70er Jahre. Der THC–Gehalt ist im Laufe der Jahre stetig gestiegen.

Bullshit! - Belege?

Die aktuellste Studie aus Grossbritannien, die mir bekannt ist, geht wieder von sinkenden THC-Gehalten aus.

Die steigenden Zahlen waren vor allem den Messverfahren geschuldet. Damals wurde halt "der ganze Mist", den man requriert hatte in den Massenspektrometer gesteckt und analysiert. Heute ist man weiter und es hat sich wohl mitlerweile auch zu den "Wissenschaftlern" herumgesprochen, dass nur die Hanfblüten interessant sind, also wird nur das analysiert... et voila... steigende Gehaltszahlen! Seitdem sinken die Zahlen wieder... komisch.

Von einer "Giftigkeit" zu spechen ist aber echte Verarschung! Da können Sie vielleicht Omi und Mutti hinterm Ofen hervorlocken, aber niemand, der sich auch nur annähernd mit den körpereigenen Cannabinoid-System auskennt, würde von Gift sprechen... Überdosierung praktisch ausgeschlossen! (es sei denn, Sie schaffen es einen Großteil Ihres Blutes mit THC zu ersetzen, so dass Ihr Kreislauf zusammenbricht. Mehr als alle Cannabinoid-Rezeptoren können einfach nicht besetzt werden und deshalb wird ein mehr an THC halt einfach so abgebaut bzw. ausgeschieden - bevor es einen Rezeptor erreichen kann... Fragen Sie einen Arzt oder Apotheker! Da sollten sich in der FDP doch einige finden lassen)

Nochmal zu den Giften: Nikotin ist Gift, Ethyl-Alkohol ist Gift, Koffein ist Gift, Petersilie bitte nicht als Salat sonst: Tod (Gift) - diese Liste ließe sich beliebig verlängern.

Beispielsweise weisen Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hin.

Bullshit! Die neueste (und auch für den Laien verständliche) epidemiologische Studie aus Grossbritannien zeigt eindeutig keinen Zusammenhang von Hanf und Psychosen. Da ich Ihnen nicht zumuten will, selber zu recherchieren, fasse ich kurz zusammen:
GB: Anstieg des Cannabis-Konsums in den letzen X Jahren um Y Prozent; gleichzeitig ist die Anzahl der Schizophrenien nicht gestiegen... (wie passt das zusammen, wenn Hanf doch direkt zur Schizophrenie führt?)

(Anmerkung: Diese "Experten" sind wohl doch keine richtigen Experten)

Der Konsum von Cannabisprodukten ist eng mit dem Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalter verknüpft. Untersuchungen zeigen, dass fast jeder Zweite in der Altersgruppe der 18- bis 20jährigen Erfahrungen mit Hanf hat. Wenn auch der Großteil der Jugendlichen nur selten Cannabis raucht oder der Konsum später beendet wird, wächst die Zahl derjenigen, die exzessiv konsumieren. Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Gefahr von lebenslangen gesundheitlichen Schäden hoch.
Nach aktuellem Forschungsstand kann davon ausgegangen werden, dass etwa 10 bis 15 Prozent aller Konsumenten und Konsumentinnen nach internationalen Diagnosestandards einen abhängigen Cannabiskonsum aufweisen. Cannabiskonsumenten rauchen zudem häufiger Zigaretten und haben eine durchschnittlich größere Affinität zum exzessiven Alkoholkonsum. Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse wird eine Legalisierung der so genannten weichen Drogen abgelehnt.

Unsere Kinder und Jugendlichen sollen auch nicht gezielt mit Drogen gefüttert werden! Wer macht denn sowas?

Ach ja, ich vergaß... Die Zigarettenindustrie brauch jeden Tag ein paar neue Raucher um die Toten auszugleichen, deshalb werben sie ja gezielt bei den Jugendlichen... ach so! Ja - alles klar...! Beim Alkohol ist es vermutlich auch was anderes... ich weiss! ... Ritalin...?! Ach nein, das ist was ganz anderes!

Allerdings hält die FDP den Weg, den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, für richtig. Es gilt angemessen und verhältnismäßig auf die Tatsache zu reagieren, dass das gelegentliche Rauchen eines Joints ein gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht repressiv und mit aller Staatsmacht angegangen werden muss. Hier muss nach praktikablen Lösungen gesucht werden, die auch die Behörden und Gerichte so gering wie möglich belasten.

Die kranken Menschen bitte nicht vergessen, für die Hanf oft eine bessere Medizin ist, als alles was Sie aus der Apotheke kriegen können!

Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Gefahren, die entstehen, sobald aus dem gelegentlichen Konsum ein Dauerkonsum wird und die Konsumenten keine Erwachsenen sondern Kinder sind, verlangen eine Intensivierung der Aufklärungsarbeit. Vor allem in Zeiten, in denen der Cannabiskonsum gerade bei Kindern und Jugendlichen besorgniserregend ansteigt. Daher setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür ein, dass zudem bereits bestehende Präventionsmaßnahmen – beispielsweise der BzgA – und weitere effektive suchtspezifische Hilfsangebote und zielgruppenspezifische Präventionsansätze ausgebaut werden.

Ja, bitte tun Sie das! Und bitte auch schnell! Denken Sie dabei aber auch an den Auftrag des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 1994!

Eine liberale Sucht- und Drogenpolitik setzt stärker auf Prävention als auf Repression. Das gilt auch für Cannabis.

Nur zu! Bei den Koalitionsverhandlungen morgen bitte gleich anführen! ;-)


Mit freudlichem Gruß
Torsten Hergesell

P.S.: Ich werde diese Mail auf der Seite des Deutschen Hanfverbandes veröffentlichen.

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Standardbrief

Antwort Nr.16 vom 06.10.2009

Absender:
FDP
Text der Antwort:
Hey!

Ich habe auch den Standard-Antwort Brief bekommen. Eigentlich mnüsste man doch jetzt nochmal einen Brief erstellen mit den ganzen Fakten drinne...Und denen damit beweisen das deren Wissen zu 70 Prozent auf Klischee aufbaut...

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Meine Antwort auf die FDP-Antwort

Antwort Nr.17 vom 05.10.2009

Absender:
fdp-point@fdp.de
Text der Antwort:
Sehr geehrte Frau Schulze,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich finde es sehr gut das die FDP Gelegenheitskonsumenten Entkriminalisieren will. Noch besser wäre es allerdings Kranken Menschen die Hanfprodukte als Medizin benötigen ihnen das auch zu ermöglichen und das leichter als es Heutzutage praktiziert wird.

Ich gehe konform damit das unsere Jugend geschützt gehört und nicht nur vor Cannabis, sondern vor allem auch vor legalen Substanzen. Allen vor an Alkohol und Nikotin.
Womit ich auch sofort beim Thema bin. Hasch und Alkohol passen überhaupt nicht zusammen und eine "größere Affinität" kann nur daher kommen das THC illegal ist und viele daher Alkohol als Ersatz ansehen.

Für meinen Teil kann ich es auch nicht akzeptieren wenn jemand behauptet dass das heutige Cannabis stärker wäre als vor 20 Jahren. Das stimmt so nicht. Ich habe vor über 20 Jahren gekifft, dann über 10 Jahre nicht mehr und es mal wieder probiert. Es war kein bisschen stärker, nur eines war da. Die Angst Blei vergiftetes Grass zu rauchen. Dagegen würde nur eines Helfen, staatliche Abgabe stellen.

Mittlerweile sollte auch die FDP ihre Augen den medizinischen Nutzern öffnen. Es gibt Beweise dafür das THC Krebspatienten geholfen haben, sogar Kalifornien erlaubt den medizinischen Gebrauch.

Ich hoffe ihre Partei schafft es endlich die CDU/CSU zu überzeugen. Entweder Alkohol verbieten, oder Hanf Produkte für den Konsum frei zu geben. Natürlich immer mit dem Augenmerk auf Jugendschutz.
Leider haben sich schon so einige Jugendliche tot gesoffen. Noch kein einziger hat sich tot gekifft.

Mit freundlichen Grüßen

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Meine Protestmail und Reaktion auf die FDP-Antwort

Antwort Nr.18 vom 07.10.2009

Upload von:
robrung(et)web.de
Text der Antwort:
Hi, ich habe auch die Standardantwort erhalten. Für die, die es interessiert bringe ich hier meine persönliche Erweiterung der Protestmail sowie meine Antwort auf die Antwort sowie die Ergänzung dazu, sorry, is viel zu lesen.

Meine Ergänzung der Protestmail
Das reicht mir natürlich nicht, ich will auch, dass der Eigenanbau zur Selbstversorgung mit einer Menge von ca. 300 Gramm straffrei wird, die man in einem Durchgang erwirtschaften kann, um dann ein Jahr lang versorgt zu sein.
Auch das würde mir nicht reichen aber mehr ist von euch wohl (noch) nichtzu erwarten.

Aber wenn es Sie interessiert: Ich bin sogar für die Legalisierung aller Drogen unter erschwerten Zugang für harte Drogen. (ärztlich bescheinigte Abhängigkeit würde Notwendigkeit zur legalen Versorgung vorsehen, ohne diese Bescheinigung würde man keinen Stoff erhalten können.)
Das ist mir aber nicht so wichtig. Wichtig ist für mich als einer der vielen Kriminalisierten (Der sich sonst aber immer an Recht und Ordnung hält), dass Cannabis komplett legalisiert wird, so dass ich es gewerblich anbauen, handeln und erwerben kann - in Fachstellen für Cannabis und das unter zumutbaren, dass heist einfach erfüllbaren, Auflagen. (Ich will keinen Minengürtel legen müssen um anbauen zu dürfen, ich will keinen Banktresor und keine spezielle Ausbildung zum Vertrieb von Cannabis. Das kann ich nicht erfüllen, dann würde mir die Legaliseirung nur als Konsument nutzen.)

Ich hoffe, dass Sie ganz allgemein in Ihrer Politik auch nach Links sehen, denn Arbeit soll sich lohnen, auch für den, der die Scheisse von euch wegmachen muss, 10 Euro Mindestlohn für alle!

Meine Antwort auf die Standardmail der FDP
Ich möchte mich wirklich sehr bei Ihnen Bedanken, Frau Schulze, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, auf meine Mail zu antworten. Sas ist nicht immer so, meistens nicht.

Aber ich kann die Behauptung, dass Cannabis Psychosen auslösen soll, so nicht stehen lassen, nicht generell (siehe IACM-Informationen vom 04.07.2009). In Einzelfällen mag es bei bestehenden oder auch inaktiven Psychosen zum Problem werden, wenn gekifft wird, aber sogar das Getenteil wird von einer Studie aus den USA berichtet (siehe "Cannabis und Schizophrenie: eine zwiespältige Beziehung")

Die Situation ist aber auch wirklich dumm, es gibt so viele Forscher und die sagen zu Cannabis regelmässig das genau Gegenteilige, was soll man da noch glauben? Der Studie mit einigen 100 Probanden oder einer statistischen Erhebung anhand von 600000 Leuten? Mir fällt die Entscheidung nicht schwer.

Aber auch dass der Wirkstoffgehalt bei Cannabis stetig steige, stimmt so nicht generell. Dieses ist in Einzelfällen der Fall, in den letzten 30 Jahren mag dieses bei Marihuana so sein. Wenn dieses heute 15 Prozent THC Gehalt hat so gab es vor 30 Jahren aber schon Haschisch, dass diesen Gehalt locker hatte und was soll daran heute schlimmer sein als damals? Das ist alles eine Medienkampangne, eine Hexenjagd. Aber sehen Sie mal, wäre es schädlich zu trinken, dann wäre es gesünder Schnaps zu trinken. Es ist aber schädlich zu rauchen, also ist es deutlich gesünder, starkes Cannabis zu rauchen als weniger Potentes, von dem man das dreifach oder mehr raucht um das gewünschte Level zu erreichen. Somit ist hochpotentes Cannabis nicht gefährlich sondern unschädlicher, da davon automatisch weniger geraucht wird. (Sie werden ja auch nicht literweise Schnaps trinken.)

Aber Cannabis ist wirklich nicht völlig unbedenklich. Es ist eine Droge, wie es Alkohol und Nikotin auch ist, nur, dass davon niemand stirbt. Aber es ist ein Rauschmittel und kann sich negativ auswirken. Aber Sie meinen, dass es immer giftiger wird zu kiffen? Ich gebe Ihnen recht. Neuerdings ist nicht mehr nur Haschisch verstreckt sondern auch Marihuana, mit Sand, Glasstaub, Talg, Brix (Zucker Plastik Gemisch) und sogar zum Glück nur in Einzelfällen mit Blei. Muss das sein? Ja, denn es wird kriminalisiert. Wäre es legal gäbe es Kontrollen und das kiffen wäre deutlich weniger schädlich. (Gut, wir sind alle selber schuld das zu machen, aber das hindert uns Millionen Konsumenten auch nicht, nicht einmal das Gesetz tut dieses)

Unbedenklichkeit? Trifft das auf eine Droge zu die Zehntausende dahinrafft wie Alkohol oder Tabak? Es ist immerhin vertretbar, es ist unsere Kultur. Aber ist Hanf nicht auch einmal unsere Kultur gewesen? Ist es das im verborgenen nicht immer noch für viele Menschen? Das Oktoberfest (drei Tote!) ist ein kulturelles Eregnis, unsere Vorbilder, Politiker stechen die Fässer an. Kann man nun von Hanf erwarten, dass es wirklich unbedenklich sein muss um es zu legalisieren? Viele Menschen denken das nicht.

Und es ist ein Problem das verstärkt in der Jugend auftritt? Sollte man es deswegen den Erwachsenen verbieten? Die meisten Kiffer haben erst getrunken und geraucht, erst dann gekifft. Wäre es nicht besser, es zu erlauben, damit man den Vertrieb kontrolieren kann, damit Jugendliche nicht mehr zum nächstbesten Dealer gehen, dem das nämlich egal ist, da er selber mit 14 gekifft hat? (Es gäbe keine jugendlichen Dealer mehr sondern Fachhändler, denen man die Lizenz auch entziehen kann, halten sie sich nicht an die Gesetze.)

Und zum Glück zeigen nur 10 bis 15 Prozent der Kiffer ein abhängiges Verhalten, es gibt sogar Berichte mit geringeren Zahlen. Das ist nicht zu leugnen aber soll man dafür alle anderen gleich kriminalisieren? Nicht einmal die Abhängigen sollten kriminalisiert werden, da sie ja höchstens sich selber schaden und Sucht eine Krankheit ist, man bestraft doch keine Kranken, man hilft ihnen, soweit dieses Sinn macht oder lindert ihr Leiden. Und natürlich rauchen deutsche Kiffer oft, sie verwenden meist Tabak zum Kiffen und dieser macht süchtig, ist eine Droge, da bleibt das nicht aus. Das liegt aber am Konsum, ist gewohnheitssache. In den USA wird meist pur geraucht, da sind die Kiffer oft keine Raucher. Und in der Tat trinkt ein Teil der Kiffer gerne Alkohol. Viele Kiffer machen dieses nicht. Aber wo ist das Problem? Auf dem Oktoberfest gibt es Tote aber kein Problem, oder? Alles nur Kultur. Wer mit seinem Alkoholkonsum umgehen kann, beteiligt sich doch nur an der Kultur und ist kein Problem. Wie viele Leute ich kenne, die trinken, kiffen und dann sogar ein geregeltes Leben haben. Sie haben einen moderaten Mischkonsum und gehen damit verantwortungsbewusst um. (Das dass bei jungen Menschen oft eine Zeitlang ausartet wird nicht für Cannabis oder Alkohl bestritten und gehört für viele zum Werdegang dazu.)

Ich freue mich aber sehr, dass Sie wenigstens schon einmal den gewöhnlichen Konsumenten entkriminalisieren wollen aber geht das wirklich, wenn dieser zu einem Dealer gehen muss? Wäre es nicht besser für diese Konsumenten auch einen Zugang zu schaffen, damit sich mit sogenannten Drogenkriminellen, die vielleicht auch andere Drogen anbieten nicht mehr in Verbindung kommen? (Man bedenke den Jugendschutz)

Aber immer Schritt für Schritt in die richtige Richtung, damit es vorwärts geht.

Und fröhliches Danke aus Münster, NRW

P.S. Ich bin es nochmal, habe gerade erfahren, dass Sie diese Antwort jedem geschrieben haben. Lesen Sie denn die Antworten zu Ihrer Antwort oder verdrängen Sie die Wahrheit lieber, wie es unter vielen Politikern üblich ist?

Ich will noch was anhängen: Es wird nicht klar, was Sie denn nun konkret machen, damit Sie Ihre Interessen der Entkriminalisierung von Cannabis gegenüber der CDU vertreten, machen Sie das überhaupt oder warten sie mit der Verwirklichung der Entkriminalisierung solange, bis Sie die absolute Mehrheit haben, lach! (Sie haben somit auf unsere Frage gar nicht geantwortet sondern nur irgendwie Fantasiert, so kommt es einem informierten Menschen vor.)

Und was ist mit den Autofahrern, die sich mal bekiffen, aber nie bekifft Auto fahren? THC baut sich innerhalb von vier Stunden im Körper zu einem nichtmehr wirkenden Stoff um aber dieser Stoff dient als Nachweis des Konsums. Die Polizei beweist lediglich, dass gekifft wurde aber nicht wann und ob unter Rauschwirkung gefahren wurde. Deswegen brauchen wir Grenzwerte, wie beim Alkohol, damit auch Kiffer, die nie bekifft fahren weiter hin fahren können. Wenn einer fünf mal in der Woche Alkohl trinkt und nie angetrunken fährt geht man ja auch nicht von einer Fahruntüchtigkeit aus, wie man es aber bei Kiffern machen würde. Warum sollte nun die für die Fahrtauglichkeit harmlosere Substanz stäker kontrolliert werden? (Oder haben Sie Statistiken, dass Kiffer häufiger in Unfälle verwickelt sind? Die gibt es nämlich nicht aus gutem Grund. Bei moderatem Konsum fahren Kiffer sogar sicherer als nicht Kiffer und das oft sogar bekifft (was aber natürlich nicht sein soll).)

Was ist mit unseren dahinsichenden Kranken, deren Leid durch Cannabis gemindert werden kann oder deren Leben sich sogar verlängern läst? Ist das keine Handlungsnotwendigkeit? Unsere Kranken brauchen und wollen vielfach (zehntausende oder mehr) Cannabis als Medizin verwenden. Sie wollen nicht kriminell sein, nur weil sie ihre Leiden lindern möchten, mit Cannabis. Mit welchem Recht wird das in unserer Welt, in der Opiate als Medikamente gelten verweigert? Opiate gehen über Krankenkasse aber die ersten 7 Hanfpatienten in Deutschland müssen ihr Medikament selber bezahlen, das ist Unrecht. Hanf auf Rezept für kranke und leidende Leute bezahlt von der Krankenkasse, das fordere nicht nur ich. Was machen Sie gegen das Elend unserer Gesetzgebung? Wie setzen Sie sich für diese Kranken Menschen ein?

So, dass wars aber schon, was mich interessieren würde, antworten Sie doch bitte, es würde mich sehr interessieren.

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Reaktion auf die FDP-Antwort

Antwort Nr.19 vom 06.10.2009

Text der Antwort:
Auch ich hab die bereits bekannte "Standardantwort" bekommen, hier meine Reaktion darauf:

Geehrte Frau Schulze

zuerst bedanke ich mich für die Antwort, da dies bei ihren Partner und oder Konkurenzparteien nicht unbedingt die Regel ist. Ich kann zwar nicht behaupten, all ihre Argumente für bestätigungswürdig zu erachten, dennoch bin ich sehr erfreut, Ansätze in die richtige Richtung zu entdecken. Noch erfeulicher wäre es, wenn nun ihre Partei den großen Worten Taten folgen lassen würde, der Zeitpunkt ist vermutlich besser denn je.

Mfg
Patrick Daniel

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Entkriminalisieren und keine Randgruppeneigenschaften aufdrängen

Antwort Nr.20 vom 08.10.2009

Absender:
Tonya Kuhn (fdp-point)
Text der Antwort:
Schönen guten tag,

habe dieselbe Antwortmail der FDP bekommen. Bis auf das Statement zum "Weg der Entkriminalisierung" ist das Antwortschreiben sehr, ich sag mal "durchwachsen". Aussagen wie Hanfraucher hätten einen starken Hang viel zu trinken und viele Zigaretten zu rauchen.
Ich möchte darauf garnicht weiter eingehen, es handelt sich für mich um eine Standardantwort, welche wenig Sachwissen zeigt.

ich hoffe dennoch, dass sich viele Leute beteiligen werden an der Protestmail-Aktion!

Mit freundlichen Grüßen

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Alternative Antwort der FDP

Antwort Nr.22 vom 08.10.2009

Upload von:
Christian.Grau(et)gmx.de
Absender:
fdp-point@fdp.de
Text der Antwort:
Sehr geehrter Herr Grau,

vielen Dank für Ihre Antwort. Ich bitte aufgrund der vielen Anfragen um Verständnis für die verspätete Rückmeldung.

Sucht ist eine Krankheit. Diese Erkenntnis ist Grundlage für die liberale Sucht- und Drogenpolitik. Repressive Maßnahmen sind zum Schutz der Allgemeinheit notwendig. Im Vordergrund aber steht das Bestreben, durch geeignete Präventionsmaßnahmen das Entstehen von Sucht gleich welcher Art schon im Ansatz zu verhindern. Dabei gilt die besondere Verantwortung den Kindern und Jugendlichen. Prävention heißt für uns: Aufklärung auch durch die Medien, Beratungsstellen, Fortbildung von Berufszweigen, die mit gefährdeten Gruppen zu tun haben, Stärkung der Selbsthilfe, Präventionsprogramme in Schulen und Kindergärten, spezielle Programme für gefährdete Kinder, z.B. aus Suchtfamilien, Schaffung von Lebenschancen durch Bildung und akzeptable Lebensverhältnisse. Neben der Prävention geht es darum, den Menschen, die dennoch in Abhängigkeit geraten sind, möglichst gut zu helfen durch: die schnelle Verfügbarkeit auf den Individualfall zugeschnittener Therapieangebote; Überlebenshilfen, wie z.B. Konsumräume, Substitutionsbehandlung mit Methadon, Abgabe von Heroin (sofern die Modellvorhaben erfolgreich sind) und Integrationshilfen.

Die Basis einer effizienten und erfolgreichen Suchtpolitik ist die Erforschung der Ursachen und Auswirkungen dieser Erkrankungsformen, da stimmen wir absolut überein. Die FDP setzt sich deshalb zunächst für eine Verbesserung der Grundlagenforschung und der angewandten Forschung ein. Wir setzen auf Prävention und eine Erweiterung der Therapiemöglichkeiten Suchtkranker. Wenn nach einer aktuellen Studie 20 Prozent der Studierenden an psychischen Erkrankungen leiden und viele Zuflucht bei Drogen suchen, ist das ein Alarmsignal, andere Hilfsangebote zu entwickeln als den Zugang zu weichen Drogen zu erleichtern. Dazu gehört vor allem mehr Aufklärung bei Jugendlichen über die Wechselwirkung von illegalen aber auch von legalen Drogen und Suchtmitteln auf das körperliche und seelische Leistungsvermögen einerseits und die Gefahren einer schleichenden Abhängigkeit andererseits.

Alle staatlichen Aufklärungsaktionen finden ihre Grenze dort, wo die Unterstützung durch die nähere Umgebung, insbesondere durch die Eltern fehlt. Die Lebensumstände erschweren häufig den verantwortungsbewussten Umgang mit Suchtmitteln. Eine Politik, die gute Startchancen für unsere Kinder schafft, ist deshalb der beste Garant für einen Rückgang des Drogenmissbrauchs.

Für die trotz dieser Bemühungen in die Abhängigkeit geratenen Menschen sind genügend Therapieplätze und Therapiemöglichkeiten statt staatlicher Repressalien zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören auch kontrollierte Drogenkonsumräume, für deren Arbeitsweise die erforderliche Rechtssicherheit gewährleistet sein muss.

Damit die FDP dieses Konzept politisch umsetzen kann, wollen wir bei der kommenden Bundestagswahl ein gutes Ergebnis erzielen. Denn um unsere Inhalte durchsetzen zu können, brauchen wir Rückendeckung durch ein deutliches Votum der Bürger. Die Freien Demokraten werben deshalb um jede Stimme. Wenn wir bei diesem Unterfangen auf Ihre Unterstützung zählen könnten, würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Tonja Kuhn
FDP-Info-Point

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Standardantwort

Antwort Nr.21 vom 30.09.2009

Absender:
Christian
Text der Antwort:
Wie alle habe auch ich die Standardantwort der FDP erhalten. Ich frage mich nur, ob die Politiker diesen Unfug wirklich selber glauben?

Sind die führenden Politiker unserer Nation nicht in der Lage sich mit den tatsächlichen Fakten zu beschäftigen? Wollen die das überhaupt? Vermutlich ist es das Einfachste mit der Anti- Hanf- Propaganda der Lobbys konform zu sein, anstelle die Bedürfnisse vieler Bürger ernst zu nehmen und sich mit den wahren Fakten zu befassen. So ist das eben in einer Marionettenpolitik!

Ich fühle mich verarscht und bin froh nicht gewählt zu haben! Diese Leute haben keine Unterstützung verdient.

Christian

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Protestmailer = Flaschenpost

Antwort Nr.23 vom 11.10.2009

Upload von:
tobias.lieblein(et)t-online.de
Absender:
Protestbrief
Text der Antwort:
Sind diese Protestmailer nicht ein Riesenwitz?

Hat man das Gefühl, ein politisches Statement abgegeben zu haben, dann war das aber auch schon alles. Genauso gut könnte man eine Flaschenpost ins Meer werfen und darauf warten, dass Mr. Obama die findet.

Lächerlich. Als ob man dadurch ernsthaft geführte Auseinandersetzungen in Gang setzen würde - eine Farce.

Bitte nicht schon wieder wegen der paar Textbaustein-Antworten auch noch dem Irrtum verfallen, politisch aktiv gewesen zu sein. Die vorangegangenen Mailer haben gezeigt, dass es keinen wesentlichen Unterschied macht, ob 100 oder 10 000 Leute schreiben oder gar niemand.

Wirklich, es bewirkt rein garnichts!

Dass mit dem Cannabis ist für Politiker, gerade wenn sie an der Macht sind, die unwichtigste Sache der Welt - lästig und nicht relevant. Da ist kein Handlungsbedarf vorhanden, wozu denn auch? Die paar doofen Kiffer stellt man mit paar Textbausteinen ruhig, fertig.

Wenn es um Petitionen ginge könnte man wenigstens das Gefühl haben, den amtlich erforderlichen Weg gegangen zu sein, aber selbst da ist ja kein Blatt zu holen, da die Antworten genauso standardisiert ausfallen. Wie unwirksam sind dagegen erst recht die Protestmailer.

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Zur FDP - Frage

Antwort Nr.24 vom 11.10.2009

Absender:
Kritiker
Text der Antwort:
Das Argument, dass nicht genügend Eltern die Entkriminalisierung von Cannabis fordern und für gut bewerten, mag zwar stimmen. Dies ist Fakt und eine soziologisch auf die richtige Moral pochende Haltung der Eltern. Alles gut. Aber es wird dabei im wahrsten Sinne des Wortes die staatliche Justiz - "Justitia" - als Symbol der Gesetzlichkeit und Rechtmäßigkeit komplett ignoriert. Warum?

Gesetze bedeuten ein objektiv notwendiges und subjektiv benötigtes Faktum, eine aus Erfahrung und Logik gewonnene Erkenntnis, die durch Vernunft gesteuert werden. Praktische Vernunft widerrum ist ausschlaggebend und entscheidend. Diese sagt im Falle Cannabis, dass die Entkriminalisierung und die Möglichkeit der Schaffung von Cannabisverkaufsstellen der angemessene Weg ist und zu sozial zu weniger unsittlichen Folgen führt, als der Drogenring.
Was allerdings in der Politik die Diskussion um Cannabis kennzeichnet ist lediglich reine Vernunft, und keine praktische.
So kann man zwar behaupten, und auch mit Recht (hier: aus Sicht der FDP), dass Eltern es nicht für gut heißen, wenn Cannabis legalisiert wird, doch es trifft nur zu für eine unkritische Betrachtung des Falls Cannabis. Wenn man die ganze Tiefe des Phänomens unter die Lupe nimmt wird man feststellen, dass Meinungen vieler Eltern eben nur Meinungen sind, und keine wahre Bildung, die sich objektiv mit den Tatsachen auseinander setzt, sondern aus der Erfahrung heraus eine Stellungnahme abgeben, die zwar richtig ist, aber eben unkritisch ist, weil praktisch gesehen die meisten Eltern sich nicht wirklich mit diesem Thema beschäftigen (wollen).

Es ist zu bedauern und es reicht von "schade" bis "Schande", dass Eltern und Politiker (im Gegensatz zu denjenigen Berufsgruppen, die sich aktiv mit der Problematik "Cannabis in der Gesellschaft" auseinandersetzen müssen, wie z.B. Polizisten, Anwälte und Ärzte) eine derart sophistische, weismacherische Haltung annehmen und daran festhalten, die doch höchstens den Eltern der Betroffenen und natürlich den dezidierten Feinden von Cannabis selbst, zu einer Art Nutzen verhilft. Wobei Prävention und Zynismus ineinanderlaufen und Repression nicht der Unterdrückung des Konsums an sich dient, sondern offensichtlich und das ist Fakt:
Es dient dem Ausschluss der Betroffenen aus der Gesellschaft. Faktisch ist es so, denn genauso wie eine Blume mit zuviel Düngemittel und Wasser kaputt geht, verliert ein Betroffener in diesem Fall seine soziale Stellung.

Warum ist das so?

Weil die für Cannabis gemachten "Gesetze" statisch sind. Es ist in jedem dieser Gesetze eine Wahrheit verankert, die allerdings zu maßloser Autorität überführt wird. Der Autorität des faktischen Verbots. Gesetze, die gut gemeint waren und der Gesundheit des Betroffenen dienen sollten, sind zu schwammigen Maximen einzelner Politiker und Hardliner geworden, da die Wirklichkeit den Gesetzen keine Rechtfertigung gibt. Man kann nämlich die Utopie einer drogenfreien Gesellschaft zwar anstreben, aber genauso wie ein Sysyphos vergebens Berge klettert, ist es für Politiker ein hoffnungsloses Unterfangen Drogenkonsum zu verbieten. Mit einem Unterschied: Dass ein Sysyphos den Idealismus nicht aufgegeben hat gegen einen Zynismus, um nicht zu sagen klischeebeladenen Hass. Dazu kommt die deutsch geprägte Engstirnigkeit, die meiner Einsicht nach nicht nur in diesem Thema ihren Stellenplatz verdient: Es schlägt sich neben der oben genannten Autorität eine Drohung an die Stelle der Gesetzmäßigkeit und ursprünglich gut gedachten Moralität. Diese Engstirnigkeit wird immer zu Warnungen führen und nicht zu Hilfsbereitschaft und natürlich Prävention. Somit wird es auch für alle Betroffenen keine Hilfestellung sein, und genau dies hat man aus Erfahrung auch herausgefunden.

An dieser Stelle möchte ich die Gruppen von Betroffenen aufführen, die durch Präventionsmaßnahmen tatsächlich "geheilt" wurden und nun drogenfrei sind:
Fakt bleibt vorerst, dass der Konsum hätte gänzlich verhindert werden können (ich spreche nun von den eher jüngeren Kosumenten, die mitunter Psychosen u.Ä. entwickeln) wenn kontrollierte Verkaufsstellen da wären. Wenn Politiker diesen Fakt nicht sehen, dann stimmt irgendwas überhaupt nicht :)

Außerdem ist es so, dass die meisten dieser Betroffenen weder eine gesicherte Stellung haben noch charakterlich gereift sind. Somit ist neben der sowieso schon schwierigen und demütigenden Situation für einen Jugendlichen in einer "Heilanstalt" (psychosoziale Maßnahmen und dergleichen) die Tatsache der Kriminalisierung seiner Person tatsächlich in vielen Fällen ausschlaggebender für sämtliche Formen der Desintegration oder im schlimmste Fall Psychose u.Ä. als das Thema Drogen, genauer Cannabis!

Viele Betroffenen haben zudem widerrum Problem im Familienhaus und das kommt nicht von ungefähr: Panikartige Machenschaften der Politiker nach dem Motto "Cannabis führt zur Kriminalität" werden von den Eltern oftmals unkritisch angenommen und es ist auch der leichteste Weg.

Aber der leichteste Weg führ auch oftmals zu den meisten Opfern - Diese Opfer leiden unter der Oberflächlichkeit der Betrachtungen sowohl über Cannabis als auch über seine eigene Person, das geht innerhalb des Falles einher. Wenn man sich statt dessen kritisch mit dem Problem auseinander setzt, Cannabis ein für alle mal legal und kontrolliert behandelt, also ohne irgendwelche "dunklen Punkte", die nur für Missverständnisse und Klischees sorgen, dann wäre in unserem Fall das Opfer lediglich einer wie alle anderen auch: ein Mensch mit Ecken und Kanten, aber kein Krimineller!

Das Argument seitens der FDP dass zwar Cannabiskonsumenten entkriminalisiert werden sollten, gleichzeitig dafür zu sorgen mehr Aufwand für die Prävention zu machen, ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung der Legalisierung. Skeptisch bleibt nur die subjektive Vernunft der Delegierten, die aufgrund des Brisanz des Themas keine individuelle Niederlage mit einer wohlmöglichen Stimme PRO LEGALISIERUNG hinnehmen zu tendieren. Dass der kritische, wahrheitsgetreue Standpunkt sich durchsetzt, der die Legalisierung gerechtfertigt - aufgrund juristischer Rechtmäßigkeit/Legitimität - wird sich in naher Zukunft zeigen. Legitim heißt abwägen zwischen gut und schlecht, und genauso wie vieles auf der Welt schlecht ist, ist Cannabis noch lange nicht schlecht:
Es wird nur schlecht gemacht! Von einzelnen, "contrasüchtigen" Personen, die weder Erfahrung noch Objektivität dazu haben. Diese Sucht wäre auch zu kritisieren. Es ist allerding im Gegensatz zum Gegenstand der Betrachtung in diesem Falle, nämlich der in naher Zukunft sich durchsetzenden Legalisierung des Eigengebrauchs, sinnlos.

Der entscheidende Unterschied liegt in der Tatsache, dass Kontrollierbarkeit und Vertrauen erst mit der Legalisierung umgesetzt wird.

Im jetzigen Falle, schlagen beide Begriffe ins Extrem und Gegenteil um: Kontrollierbarkeit wird Wahn/Utopie einer drogenfreien Gesellschaft. Vertrauen wird missbraucht und was aus Misstrauen wird, kann sich jeder selbst ausmalen. Die Situtation der Betroffenen ist im Endeffekt alles andere als gut, eher befriedigend. Ich denke dabei allerdings an den Staat - der Betroffene wird doch in Wahrheit ignoriert ist meine Aussage.

MfG

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