Mönchengladbach
Alkohol-Verbot für den Zug
VON RALF JÜNGERMANN UND BENEDIKT PETERS
Mönchengladbach (RP) Die 4000 Teilnehmer beim Veilchendienstagszug dürfen nicht mehr öffentlich trinken. Dafür wollen die Karnevalisten sorgen. Bierflaschen und Schnaps sollen verboten werden. Angetrunkene dürfen nicht mitziehen.
Fußgruppen, die den Zuschauern mit Bierflaschen zuprosten, Bierfässer, die auf Bollerwagen mitgezogen werden, Schnapsflaschen, die die Runde machen – Karnevals-Boss Bernd Gothe kennt diese Bilder. Und er will sie nicht mehr sehen. "In Zeiten, in denen wir fast täglich von Alkoholexzessen bei Jugendlichen lesen, müssen auch wir Karnevalisten unserer Vorbildfunktion gerecht werden", sagt Gothe. Und das heißt: Niemand soll mehr mit Bierflaschen im Zug und auf den Wagen dabei sein. So sieht es ein Entwurf vor, den der Vorsitzende des Mönchengladbacher Karnevals Verbandes (MKV) bei der Jahreshauptversammlung vorstellte und der auf breite Zustimmung stieß.
Ein komplettes Alkohol-Verbot wollen die Karnevalisten zwar nicht aussprechen, den Konsum aber stark eindämmen. Keiner habe etwas dagegen, wenn jemand auf den fünf Kilometern Zugweg auch ein Bier trinke, so Gothe. "Dann aber bitte aus Pappbechern und nicht plakativ aus Bierflaschen." (...)
Darum soll, per Satzung geregelt, schon beim nächsten Zug am 16. Februar 2010 gelten: Bierflaschen und Schnaps werden verboten. Ordner sollen dafür sorgen, dass Angetrunkene nicht mitziehen. "Die werden wir auch während des Zugweges aus dem Verkehr ziehen", kündigt Gothe an.