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Der Hanfverband in der Zitty und in den Aus- und Fortbildungsradios München Drucken E-Mail
Geschrieben von: Maximilian Plenert   

Meldung des DHV vom 07.12.2010


Das Berliner Stadtmagazin Zitty schrieb in seiner November-Ausgabe einen kurzen Bericht über unserer Hanf-Rikscha-Aktion und DHV-Sprecher Georg Wurth hatte am 15.11.2010 in einem Interview die Gelegenheit, sich beim Aus- und Fortbildungsradios München zum Thema Cannabis-Prohibition zu äußern.

Die beiden folgenden Artikel wurden bereits zeitnah auf der Seite unseres Pressespiegels veröffentlicht, einem weniger stark besuchten Teil unserer Homepage.

18.11.2010 - Meldung in der November-Ausgabe der Zitty zur Hanf-Rikscha-Aktion des DHV

Der Bundesadler ist ein Kiffer. Stilisiert zum Hanfblatt fährt er gegenwärtig auf zwei Rikschas durch Berlin und empfiehlt die Legalisierung von Cannabis. Unterstützt wird er dabei durch das Berliner Rikscha-Unternehmen Bike Taxi und den Deutschen Hanf Verband. Die Idee der Hanf-Rikschas geht zurück auf ein Kuriosum in London: Vergangenes Jahr fuhr auf den roten Doppeldecker-Bussen der Slogan "Nice people take drugs" mit. Die ursprüngliche Anfrage, den Hanf-Adler auf Münchner Linienbusse zu kleben, war abgelehnt worden.

Berliner Stadtmagazin Zitty, November-Ausgabe, S. 10

15.11.2010 - Radiointerview mit dem Aus- und Fortbildungsradio München, afk M94,5

 

Moderator: Zur Vermeidung von ungewollten Schwangerschaften und Geschlechtskrankheiten gibt es ein unschlagbares Zaubermittel: Abstinenz. Enthaltsamkeit wirkt bei weitem besser als die Anti-Baby-Pille oder ein Kondom. Beim Thema Kiffen liegen die Dinge ähnlich: Was kann man tun, um sich wirksam vor gefährlichen Streckmitteln zu schützen? Wie kann man die Langzeitfolgen von intensivem Konsum vermeiden?  Ganz einfach: Kein Gras rauchen. Konsequenterweise ist es ja auch verboten. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, denn das Verbot von Marihuana schränkt den Konsum anscheinend nicht ein, argumentiert Georg Wurth, der Sprecher vom Deutschen Hanf Verband.

Georg Wurth: Wir haben gerade mal alle Studien, die wir irgendwie greifen konnten, die sich damit beschäftigen, zusammengetragen und die sagen alle, es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Stärke der Repression oder ob überhaupt Repression stattfindet und dem Konsum in der Bevölkerung. Dafür gibt es auch einige Hinweise, z. B. dass in den Niederlanden nicht mehr konsumiert wird als bei uns in Deutschland, obwohl man da einfach in den Laden gehen kann und sich was kaufen, zumindest als Erwachsener. Unter Jugendlichen wird darüber weniger konsumiert als bei uns.  

Moderator: Hierzulande wird das Verbot von Cannabis inzwischen auch oft einfach umgangen. Das geschieht über sogenannte Räuchermischungen wie Lava Red. Diese sind legal, das bedeutet aber nicht, dass sie deshalb auch harmlos und unbedenklich wären. Sie sind vor allem deshalb legal, weil der Staat mit wirksamen Verboten nicht schnell genug nachkommt.

Georg Wurth:
Bei Hanf weiß man eben was man hat, diese Substanz ist sehr gut erforscht und wie gesagt, die allermeisten Konsumenten haben damit kein Problem und bei diesen Mischungen, wo Cannabinoide draufgesprüht werden, da weiß man das eben nicht und was ich so an Konsumentenberichten lese und höre, dass Leute halt teilweise sehr lange mit dem Rausch beschäftigt sind, auch mit einer Heftigkeit, mit der sie nicht gerechnet haben oder die ihnen nicht gefällt.

Moderator: Einen Vorteil haben Lava Red und Co. aber dennoch. Denn mit dem illegalen Gras kauft man oft noch ein paar unappetitliche Substanzen ein: Glaskrümel, Vogelsand, Kunststoffteilchen und ähnliches dienen als Streckmittel dazu, die verkauften Päckchen schwerer zu machen, denn Marihuana wird nach Gewicht bezahlt. Diese Streckmittel sind mitunter sehr krebserregend, wenn sie zusammen mit dem Gras geraucht werden. Eine Legalisierung von Cannabis würde auch diese Praxis beenden. Doch daraus wird in Deutschland wohl vorerst nichts. Auch wenn in Kalifornien und einigen europäischen Nachbarländern wie Tschechien und der Schweiz bereits offen über eine Freigabe nachgedacht wird.

Georg Wurth: Also auf eine baldige Legalisierung sehe ich so gut wie gar keine Chancen, weil unter Schwarz/Gelb werden wir das einfach nicht mehr erleben, vielleicht gibt es da ein paar Schritte unterhalb der Legalisierung, mit denen man auch in Deutschland schon mal anfangen kann. Ich habe z. B. gerade eine Petition beim Bundestag eingereicht für Entkriminalisierung der Konsumenten, weil dafür haben sie zumindest auch eine Mehrheit in der Bevölkerung.

Radiointerview vom 15.11.2010 mit Georg Wurth im Aus- und Fortbildungsradio München

Das Interview als .mp3 herunterladen


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