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Die Prohibitionsuhr PDF Drucken E-Mail

Die Prohibitionsuhr des Deutschen Hanf Verbandes und des Schildower Kreises soll darstellen wieviel Geld der Staat in jeder einzelnen Minuten für die Repression ausgibt und wieviele Menschen von der Repression betroffen sind. Die Prohibitionsuhr ist eine Kopie der Drug War Clock 2011 mit den Zahlen für Deutschland. Du kannst die Prohibitionsuhr mit den Feldern deiner Wahl auch auf deiner Homepage einbauen. Wie dies geht, erfährst du hier - über einen Hinweis wenn du die Uhr einbaust, würden wir uns freuen. Um die Prohibitionsuhr zu sehen, muss Java Script im Browser aktiviert sein.

 

Erläuterung der Zahlen

Die Zahlen der Prohibitionsuhr zeigen den Wert seit Beginn des Jahres und  beziehen sich, wenn nicht anders genannt, auf Deutschland.

Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz

Jährlich gibt es in Deutschland ca. 230.000 BtMG-Verstöße. Das sind 19167 pro Monat und 630 pro Tag bzw. ein Verstoß alle 137 Sekunden und alle 2 Minuten. Die Zahlen stammen aus "Rauschgift - Jahreskurzlage 2010" des BKA.

Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz durch Konsumenten

Jährlich gibt es in Deutschland ca. 165.000 sog. "Allgemeine BtMG Delikte". Darunter fallen alle einfachen konsumbezogenen Delikte, also alles außer Schmuggel, Handel, Beteiligung einer Schusswaffe, Bandenkriminalität oder Straftaten mit den "nicht geringen" Mengen. Das sind 13750 pro Monat und 452 pro Tag bzw. ein Verstoß alle 191 Sekunden und alle 3 Minuten. Die Zahlen stammen aus "Rauschgift - Jahreskurzlage 2010" des BKA.

Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wegen Cannabis

Jährlich gibt es in Deutschland ca. 130.000 BtMG-Verstöße wegen Cannabis. Das sind 10833 pro Monat und 356 pro Tag bzw. ein Verstoß alle 243 Sekunden und alle 4 Minuten. Die Zahlen stammen aus "Rauschgift - Jahreskurzlage 2010" des BKA.

Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz wegen Cannabis durch Konsumenten

Jährlich gibt es in Deutschland ca. 100.000 sog. "Allgemeine BtMG Delikte" wegen Cannabis. Darunter fallen alle einfachen konsumbezogenen Delikte, also alles außer Schmuggel, Handel, Beteiligung einer Schusswaffe, Bandenkriminalität oder Straftaten mit den "nicht geringen" Mengen. Das sind 8333 pro Monat und 274 pro Tag bzw. ein Verstoß alle 315 Sekunden und alle 5 Minuten. Die Zahlen stammen aus "Rauschgift - Jahreskurzlage 2010" des BKA.

Kosten der Cannabisrepression

"Die Angaben der Kosten der Hanfrepression schwanken erheblich. Unter Berücksichtigung aller genannter Quellen und mit Einbeziehung der Kosten für Zoll und internationale Drogenbekämpfung schätzen wir die Kosten der Hanfrepression auf ca. 1 Mrd. Euro pro Jahr." - Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen einer Cannabislegalisierung

Das sind 83 Millionen € pro Monat, 2,7 Millionen € pro Tag bzw. 31,7 € pro Sekunde.

Kosten der Drogenrepression

Laut der vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben Studie "Schätzung der Ausgaben der öffentlichen Hand durch den Konsum illegaler Drogen in Deutschland" von Mostardt, Flöter, Neumann, Wasem und Pfeiffer-Gerschel entstehen pro Jahr mindestens 3,8 Milliarden Euro Ausgaben aufgrund des Drogenverbotes. Das sind 317 Millionen € pro Monat, 10,4 Millionen € pro Tag bzw. 120 € pro Sekunde.

Die Autoren merken zu ihrem Ergebnis an: "Bei diesem Betrag handelt es sich tendenziell um eine Unterschätzung der wahren Ausgaben, da in einigen Bereichen keine Informationen vorlagen und für die Berechnungen in anderen Bereichen eher konservative Schätzwerte herangezogen wurden."

Die Summe setzt sich im wesentlichen aus drei Faktoren zusammen:

Polizei1,68-2,171,9
Gerichte1,21,2
Strafvollzug486-850 Mio.0,7


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3,8 Mrd. €

Mögliche Einnahmen und Wenigerausgaben durch eine Cannabislegalisierung

"Selbst bei sehr vorsichtigen Schätzungen und Annahmen kann man davon ausgehen, dass bei einer Cannabislegalisierung mindestens 1,4 Mrd. Euro pro Jahr direkt in die Staatskassen fließen. Ein Vielfaches davon scheint wahrscheinlich." - Finanzielle und wirtschaftliche Auswirkungen einer Cannabislegalisierung

Das sind 117 Millionen € pro Monat, 3,8 Millionen € pro Tag bzw. 44 pro Sekunde.

Umsatz des weltweiten Drogenmarktes

In einem Bericht der UNO "Economic and Social Consequences of Drug Abuse and Illicit Trafficking" aus dem Jahr 1998 gibt es die vorsichtige Schätzung von 400 Milliarden Dollar.

"With estimates of $100 billion to $110 billion for heroin, $110 billion to $130 billion for cocaine, $75 billion for cannabis and $60 billion for synthetic drugs, the probable global figure for the total illicit drug industry would be approximately $360 billion. Given the conservative bias in some of the estimates for individual substances, a turnover of around $400 billion per annum is considered realistic."

Das sind 33 Milliarden Dollar pro Monat, 1,1 Milliarden Dollar pro Tag bzw. 13000 Dollar pro Sekunde

Vollstreckte Todesurteile wegen Drogendelikten weltweit

Das Projekt "Count the costs" geht von bis zu 1000 Hinrichtungen pro Jahr aus. Die Zahl der Urteile ist ungleich höher. Jedes dieser Urteile ist bereits eine Verstoß gegen internationales Recht, dass die Todesstrafe für Drogendelikte verbietet. Trotzdem werden täglich ca. 3 Todesurteile vollzogen, die Dunkelziffer sowie extralegale Hinrichtungen durch die Polizei kommen hier noch hinzu.

Todesopfer im mexikanischen Drogenkrieg

Bei Gefechten zwischen staatlichen Sicherheitskräften und den Drogenkartellen, der Drogenkartellen untereinander und sonstigen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit Drogen starben im Jahr 2011 12359 Personen. Quelle: Welt

Das sind 1030 pro Monat, 34 pro Tag bzw. eine Person alle 43 Minuten.

Freiheitsstrafen wegen Betäubungsmitteldelikten

Jedes Jahr werden für Betäubungsmitteldelikte in Summe Freiheitsstrafen (inklusive Bewährungsstrafen) von 300.000 Monaten verhängt, das sind mehr als 25.000 Jahre bzw. mehr als 300 Menschenleben pro Jahr. Nach Substanzen aufgeschlüsselt gibt es diese Daten leider nicht. Wegen der Abgabe an Minderjährige wurden ganze 0,15% verurteilt, eine Schußwaffe war lediglich bei 0,78% beteiligt. Quelle: Statistisches Bundesamt, Lange Reihe Strafverfolgung 2007; "Verurteilte 2007 mit Hauptstrafe nach allgemeinem Strafrecht"

Das sind 2080 Haftjahre pro Monat, 68 Haftjahre pro Tag, fast drei Jahre pro Stunde bzw. ca. ein Menschenleben pro Tag.

Telekommunikationsüberwachung wegen Betäubungsmitteldelikten

Laut Justizministerium gab es im Jahr 2009 insgesamt 7174 Überwachungsanordnungen wegen Betäubungsmitteldelikten, 42% aller Anordnungen.

Das sind fast 600 im Monat, 20 pro Tag oder fast jede Stunde eine Anordnung.

Cannabis beschlagnahmt und konsumiert

Laut "Rauschgift - Jahreskurzlage 2010" des BKA wurden in den Jahren 2009/2010 im Mittel 6769 kg Cannabis beschlagnahmt. Experten gehen davon aus dass nur 5-10% der sich auf dem Markt befindlichen Drogen beschlagnahmt werden, damit wurden 68-135 Tonnen nicht gefunden. Konsumhochrechnungen ergeben weitaus höhere Zahlen, ca. 200-400 Tonnen. Diese Differenz lässt sich mit relativ niedrigen Beschlagnahmungszahlen erklären, im Jahr 2008 wurden noch 16,5 Tonnen aus dem Verkehr gezogen, das mit dem Faktor 10-20 multipliziert ergibt in etwa die Konsumhochrechnungen.